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In der Pfarrscheune: Kunst trifft auf Mathematik

Kühlungsborn In der Pfarrscheune: Kunst trifft auf Mathematik

Gerd R. Sonnemann zeigt Werke mit viel Dynamik – mit Dreiecken und drei Farben / Bilder verändern ihr Aussehen

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Dr. Gerd Sonnemann zeigt in der Pfarrscheune Kühlungsborn seine Ausstellung „Art Meets Mathematics“.

Quelle: Sabine Hügelland

Kühlungsborn. Ein Denker wird seine ganz besondere Freude an der Ausstellung von Dr. Gerd R. Sonnemann haben. Jedoch auch Betrachter, die ungewöhnliche Sicht-und Darstellungsweisen lieben. Jeden Mittwoch und noch bis zum 24. August ist er selbst in der Zeit von 18 bis 22 Uhr in der Pfarrscheune Kühlungsborn, gegenüber der St. Johannis-Kirche, Ansprechpartner für die Exposition mit dem Titel: „Art Meets Mathematics“.

Der Kühlungsborner zeigt und verkauft an diesem Tag auch seine Bücher wie „Ratgeber für die Liebe – Galle mit Herz: Aphorismen, Cartoons und Karikaturen“ und „Mixpickles und Spott frei: Aphorismen, Cartoons, Gemälde und Karikaturen“. Besonders beliebt bei denen, die das alte Kühlungsborn noch kennen, ist der neue Kalender „Kühlungsborner Impressionen 2017". Darin enthalten sind Ansichten der alten Schloßstraße, die Sonnemann ab 2003 als Malerei umsetzte. Aber auch Ansichten des Reet gedeckten Hauses und der Kirche zu Weihnachten. Viele dieser Werke sind als Dauerausstellung im Pfarrhaus zu sehen. An jedem Mittwoch findet in der evangelischen Kirche am Abend ein Konzert statt, sodass Konzertbesucher die Ausstellung vor oder danach besuchen können.

Sonnemann ist seit 2005 Mitglied des Pommerschen Künstlerbundes. Als theoretischer Physiker hegt er eine Vorliebe für die Verbindung von Kunst und Mathematik, wie in der Ausstellung zu sehen ist. So entwickelte er den „Symplexismus“ – Bilder, die nur aus Dreiecken und drei Farben bestehen. „Man kann durch entsprechende Wahl des Dreiecksnetzes eine beabsichtigte Bild-Dynamik erzeugen“, so Sonnemann. Bei seinem weltgrößten „Farbsudoku“ gibt der Algorithmus die Farbbelegung der Felder vor. Was wie zufällig erscheint, ist durchdacht und mathematisch angeordnet. Dafür beruht jedoch sein Bilder-Zyklus „Artesophie“ auf Zufall: die Arbeiten verändern ihr Aussehen je nach Blickwinkel. „Sie stehen deshalb als Metapher für das tägliche Leben“, sagt er. Bilder der Serie „Cladny“ spielen mit fixierten und in einer speziellen Technik entstandenen Sandstrukturen. Eindrucksvoll ist auch die Fraktale Rosette, die sich bis ins unendlich Kleine fortsetzt. Bilder, die mit Begriffen wie Chaos, Selbstähnlichkeit, Strange Attractor und anderem zusammenhängen. So hängen in einem Nebenraum außerhalb der mathematischen Kopfarbeit auch Landschaftsbilder von Sonnemann. Einige Werke in der Pfarrscheune stammen von seiner Tochter Christine Rey-Rolle.

1940 in Rostock geboren, studierte Gerd R. Sonnemann Physik mit Diplom in theoretischer Physik. Er promovierte in Atmosphärenphysik und arbeitete am Leibniz-Institut für Atmosphärenforschung in Kühlungsborn, seit 2005 als Senior Scientist.

Sabine Hügelland

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