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Klare Luft, kleine Häuser: Ostseebad fasziniert Chinesen

Kühlungsborn Klare Luft, kleine Häuser: Ostseebad fasziniert Chinesen

Unter dem Motto „Mecklenburg inspiriert“ laden Künstler zur Ausstellung ein

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Sun Xiaoming (v. l.), Ying Zhang, Tian Mangzi, Han Xiaomeng, Liu Yuansheng malen im Ostseebad. FOTO: MATHIAS OTTO

Kühlungsborn. . Komplettes Neuland für fünf Künstler, die sich derzeit in Kühlungsborn inspirieren lassen. Das Quintett aus der chinesischen Hafenstadt Qingdao ist im Rahmen des Projektes „Mecklenburg inspiriert“ vier Wochen lang im Ostseebad. In der nächsten Woche werden sie die Bilder, die sie hier anfertigen, im Hotel Polar-Stern ausstellen.

Residenzprogramm für ausländische Künstler

„Mecklenburg inspiriert“ ist ein Residenzprogramm für ausländische Künstler der bildenden Kunst, insbesondere Maler, an der mecklenburgischen Ostseeküste und dem angrenzenden Hinterland um Kühlungsborn, Heiligendamm und Bad Doberan.

Die Kapazitäten in und um das Ostseebad Kühlungsborn werden von Hoteliers während der Wintersaison gesponsert.

„Die Luft ist hier so schön klar. Und die Beziehung von Natur und Mensch einfach toll. Das kennen wir in dieser Form nicht“, sagt Han Xiaomeng auf chinesisch – übersetzt von Zhang Ying. Die Germanistikstudentin an der Uni Qingdao reiste zur Verstärkung mit und ist den fünf Männern bei der Verständigung behilflich. Für das Meer, die Menschen und die Architektur interessieren sie sich am meisten, denn dies ist ihre erste Reise nach Europa – alles total fremd. „Es gibt große Unterschiede bei den Gebäuden. In meiner Heimatstadt Shanghai ist der Wohnraum knapp, viele leben dort in riesigen Häusern. Hier gibt es Häuser, in denen nur einzelne Familien wohnen. Das ist Luxus“, so Tian Mangzi.

Was das Essen in Deutschland betrifft, sind sich die fünf Künstler einig: Hier ist zu wenig Auswahl. „In China können wir über Zehntausende Gerichte entscheiden, hier ist die Auswahl gering. Aber dafür schmeckt das deutsche Essen ausgezeichnet“, berichtet Sun Xiaoming über seine ersten Erfahrungen an deutschen Essenstischen.

Die ersten beiden Wochen haben die Chinesen nun schon hinter sich, hatten auch Zeit dafür, für die sie eigentlich gekommen sind: Bilder malen. Liu Yuansheng hat sich mit verschiedenen Blumen- und Vogelarten auseinandergesetzt und sie zu Papier gebracht. Sun Xiaoming verbringt in diesen Tagen viel Zeit am Strand, um mit Tinte und Pinsel das Meer aus verschiedenen Blickwinkeln zu zeichnen. Han Xiaomeng hatte Städte bereist, um dort die Wahrzeichen zu fotografieren – in Lüneburg den Wasserturm und in Schwerin das Schloss. „Diese Bauten werde ich in Öl auf Leinwand bringen“, so der Künstler.

Ein Best of, also eine kleine Auswahl von 25 Bildern, soll nächste Woche ausgestellt werden. Am Mittwoch ist Vernissage, die Ausstellungsstücke sind danach vom 24. bis 27. November zu sehen und bilden gleichzeitig den Abschluss der vierwöchigen Reise. Der Einritt ist frei.

„Ich bin froh, dass wir schon seit vielen Jahren Künstler aus aller Welt bei uns begrüßen dürfen“, schwärmt Hotelchef Albrecht Kurbjuhn. Seit 2004 gibt es in Zusammenarbeit mit der chinesischen Botschaft in Berlin einen Künstleraustausch. „2014 hat es schließlich den Durchbruch gegeben. In Qingdao wurde das Zentrum für Chinesisch-Deutschen Künstleraustausches gegründet“, so Kurbjuhn.

Seitdem waren auch schon 16 deutsche Künstler zum Gegenbesuch in der chinesischen Hafenstadt.

Mathias Otto

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