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Kulturtage-Macher sagen „Tschüss“

Rerik Kulturtage-Macher sagen „Tschüss“

Die 12. Auflage der beliebten Veranstaltungsreihe kommt vom 8. bis 10. September im Mini-Format daher

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Holger Bernitt, Karen Siegert, Michael Bauer und Peter von Oertzen (v. l.) haben letztmalig die Reriker Kulturtage organisiert. Mit der 12. Auflage der Veranstaltungsreihe hören sie auf.

Quelle: Lutz Werner

Rerik. Die Macher der Reriker Kulturtage sagen „Tschüss“ und verabschieden sich mit einer zwölften Mini-Auflage ihrer Veranstaltungsreihe. Drei Veranstaltungen stehen diesmal vom 8.

Reriker Kulturtage 2016

Orgel-Konzert mit Eberhard Künast,

Donnerstag, 8. September, ab 20 Uhr in der Kirche zu Rerik, Eintritt frei.

Film über die Arbeit des Künstlers Günther Uecker auf der Halbinsel Wustrow, Freitag, 9. September.

Ball im Herrenhaus Roggow, Sonnabend, 10.September, ab 19.30 Uhr.

Tickets (15 Euro) in der Kurverwaltung.

bis 10. September auf dem Programm: Ein Orgel-Konzert mit Eberhard Künast aus Wismar am kommenden Donnerstag in der Reriker Kirche. Am Freitag, dem 9. September, wird im Turm der Reriker Kirche der neueste Dokumentarfilm über das Leben und Wirken des Künstlers Günther Uecker, der Ehrenbürger von Rerik ist, zu sehen sein. Mit einem festlichen Ball im Herrenhaus Roggow werden die letzten Reriker Kulturtage am Sonnabend, dem 10. September, ausklingen.

Verglichen mit dem, was sonst geboten wurde – bis zu acht oder zehn Veranstaltungen verteilt über zwei Wochen – wirklich ein Mini-Programm. Das Konzept der Reriker Kulturtage scheint an seinem Ende angelangt zu sein. Michael Bauer erklärt das so: „Irgendwie haben wir uns selbst überflüssig gemacht.“

Rückblick: Seit zwölf Jahren organisieren Pastorin Karen Siegert, Michael Bauer, der Geschäftsführer der Awo-Sano-Gesellschaft, der Architekt Holger Bernitt und Peter von Oertzen, der Besitzer des Herrenhauses Roggow, alljährlich im Herbst in Rerik die Kulturtage – mit Lesungen, Theater, Konzerten, Ausstellungen und dem abschließenden Ball. Zeitweilig wurden sie auch von dem Künstler Andreas Renner vom Schloss Büttelkow unterstützt. „Wir wollten nach der Saison vor allem kulturelle Angebote für die Menschen schaffen, die in Rerik und seinen Ortsteilen leben“, erklärt Peter von Oertzen.

Gemacht haben sie das als eine private Initiative, trugen das finanzielle Risiko immer selbst. „Wir waren dabei irgendwie schon Enthusiasten“, sagt Bernitt.

In den vergangenen Jahren habe sich die Situation in der Kultur-Szene in Rerik jedoch grundlegend verändert. „Als wir vor zwölf Jahren anfingen, gab es die Kösterschün noch nicht, die sich geradezu zum Kulturhaus – sogar mit Kino – von Rerik entwickelt hat. Auch das erfolgreiche Laien-Theater ,theatersansibar’ kam erst später und die inzwischen sehr beliebte Reihe ,Leselust’, in der Reriker ihre Lieblingsbücher vorstellen, gibt es jetzt auch schon seit einigen Jahren. Das, was wir damals angestoßen haben – Kultur für Einheimische zu machen –, hat sich in den vergangenen Jahren geradezu rasant und dynamisch auf so vielen Feldern entwickelt, dass wir uns jetzt zurückziehen können“, erklärt Holger Bernitt.

Zurückziehen: Das ist der zweite und wohl auch entscheidende Grund, warum die Kulturtage-Macher aufhören. Holger Bernitt wird Rerik im Februar 2017 verlassen und nach München übersiedeln. Pastorin Karen Siegert wird im Verlauf des kommenden Jahres ihre Arbeit als Pastorin in Rerik beenden, in den Ruhestand gehen und ebenfalls wegziehen. „Wir haben immer gesagt, dass wir die Kulturtage in diesem kleinen Kreis, der sich auch persönlich sehr gut versteht, halten wollen. Uns Vier wird es aber in dieser Form bald nicht mehr geben“, erklärt Peter von Oertzen.

Stefanie Quaas, die Leiterin der Reriker Kurverwaltung, bedauert es sehr, dass die Kulturtage-Macher aufhören wollen. „Es ist richtig – wir haben in Rerik in den zurückliegenden Jahren eine tolle kulturelle Entwicklung erlebt, in der vieles, was die Kulturtage-Macher damals angestoßen haben, Realität wurde. Für diese Initial-Zündung und für ihre vielen gelungenen und niveauvollen Veranstaltungen gebührt ihnen großer Dank“, so Stefanie Quaas.

Sie weist aber auch auf diesen Aspekt hin: „Die Veranstaltungen der Kulturtage sind auch sehr schnell attraktiv für Urlauber geworden, die in der Nachsaison zu uns kommen. Ich würde hier sogar von einem kulturellen Markenzeichen für Rerik sprechen. Es wäre schade, wenn dies jetzt vorbei ist“, so die Leiterin der Kurverwaltung. Sie sei für Gespräche offen, ob und wie es weitergehen könne.

Lutz Werner

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