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Kunsthalle feiert sich mit großer Schau

Kühlungsborn Kunsthalle feiert sich mit großer Schau

„25 Jahre Kunsthalle“ heißt die neue Ausstellung im Kühlungsborner Kunst-Tempel am Meer

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In der Kunsthalle Kühlungsborn sind Arbeiten aus 25 Jahren Ausstellungsgeschichte des Kunsthauses am Meer zu sehen.

Kühlungsborn. Nur ein paar Stichpunkte, mehr brauchte Franz N. Kröger für seine Fest-Rede zum 25. Jubiläum der Kunsthalle nicht. Der Kunsthallen-Leiter hatte alles im Gedächtnis. Der Kampf um das Haus, die immer wiederkehrende Frage, woher das Geld für die Projekte zu holen sei: „Mal nicht wissend wie es weitergehen sollte, um dann neu durchzustarten und wieder ganz oben zu sein.“

OZ-Bild

„25 Jahre Kunsthalle“ heißt die neue Ausstellung im Kühlungsborner Kunst-Tempel am Meer

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Kröger ist heute eine Institution in Kühlungsborn. Der Mann, mit dem die Kunsthalle in Verbindung gebracht wird. Der jungen Künstlern gern eine Plattform bietet und den Gestandenen Raum gibt. So stellt sich auch die Ausstellung „25 Jahre Kunsthalle“ dar. Sie bringt Arbeiten von 50 Künstlern zusammen, die im vergangenen Vierteljahrhundert dort ausstellten. „Die Präsentation der Arbeiten so verschiedener Künstler in einem Raum schien unmöglich. Ich hatte keine Ahnung, wie ich sie zusammenstellen soll. Doch jetzt halte ich es für relativ gelungen", sagt Kröger zur Ausstellung.

Die Jubiläumsschau zeigt Arbeiten der Künstler, die den Anfang der Kunsthalle begleiteten, Kunst der klassischen Moderne und zeitgenössische Kunst. Hauptsächlich sind grafische Arbeiten zu sehen, auch Skulpturen, Malerei, Pastelle. Werke namhafter Künstler wie Armin Mueller-Stahl, Günter Grass, Miro, Picasso, Chagall, Dali, Marc, Elke Siml, Helmut und Wilfried Schröder, Anka Kröhnke, Feliks Büttner, Frank Wagner, Dietmar Schramm, Britta Naumann, Otmar Alt, Emil Schumacher, Fred Thieler, Bernd Engler, Dimitri Vojnov, Christoph Dahlberg, Hans W. Scheibner, Karin Zimmermann und anderer.

Von Armin Mueller-Stahl erhielt Franz N. Kröger eine Glückwunschkarte zum 25. Geburtstag des Hauses, die nun einen Platz in der Exposition erhielt.

Kröger dankte „den Kunst liebenden, jahrelangen Mitstreitern, die sich für die Kunsthalle stark machten. Und meinen Mitarbeiterinnen Monita Janowski und Tina Sandmann für ihre gute Arbeit". Sprach aber auch Schwierigkeiten an, die zuweilen mit Ämtern und Stadtvertretern entstünden, „denn nicht alle bekennen sich zur Kunst in der Halle“. Die Ausstellung „25 Jahre Kunsthalle Kühlungsborn"

wird bis zum 4. Dezember zu sehen sein, aber sich ständig wandeln, kündigte Franz N. Kröger an. Werke werden ausgetauscht, um neuen Platz zu machen.

Denn alle diese Künstler machten in 25 Jahren das Haus zu dem, was es heute ist: ein bis in die USA bekanntes Domizil für Kunst vieler Genres, so Kröger. Die bildende Kunst ist ein Standbein des Hauses. Das andere bilden die vielen Veranstaltungen: Konzerte, Lesungen, Kabarett-Abende, Jazz-Tage, das Internationale Gitarrenfestival und anderes mehr. „Das alles geschieht manchmal auch gegen Widerstände. Denn einem, der Visionen hat, dem wird oftmals mit großer Skepsis begegnet“, erklärt Kröger. Der dabei immer wie ein Fels in der Brandung wirkt. Wer ihn näher kennt, weiß: Das, was ihn bedrückt, behält er meist für sich.

Der Kühlungsborner Künstler Helmut Schröder ist ein Mann der ersten Stunde in der Kunsthalle. Bis 2015 war er Vorsitzender des Kühlungsborner Kunstvereins, des Trägers der Halle. „Wir waren eine kleine Gruppe von Künstlern, als wir uns das Gebäude nach der Wende anschauten. Als wir das Haus betraten, wussten wir sofort: Das könnte eine Kunsthalle oder ein Theater werden."

Damals gehörten schon Enthusiasmus und Weitblick dazu, das zur Sporthalle mutierte Haus im Glanz der Künste zu sehen. Viel sei dem damaligen Bürgermeister Knut Wiek (SPD) und dem Architekten Carsten Gieseke zu verdanken, der den Umbau plante, sagte Schröder, der gern auch Theater in der Kunsthalle sehen würde. „Ein Aldi sollte hier einziehen, zum Glück konnten wir das abwenden", so Knut Wiek.

„Ich bin noch heute glücklich, dass damals die Genehmigung für den Umbau des Hauses zur Kunsthalle so schnell, innerhalb eines Jahres, erteilt wurde. Inzwischen undenkbar.“ Das 1907/08 erbaute Gebäude an der Strandpromenade West wurde als Lese- und Trinkwasser-Kurhalle errichtet. Und später zweckentfremdet genutzt. Bis es nach der Wende ein Haus für die Kunst wurde.

Am 15. Oktober ab 15 Uhr wird es einen Festempfang geben, ließ Kröger wissen. Dort werden auch die Zahlen zum Thema „25 Jahre Kunsthallen-Betrieb“ präsentiert.

Sabine Hügelland

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