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Kunsthalle setzt auf hohe Qualität

Kühlungsborn Kunsthalle setzt auf hohe Qualität

2017 ist für das Kühlungsborner Haus eines der besten Jahre seit der Eröffnung 1992

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Noch bis zum 3. Dezember zeigt die Kunsthalle Kühlungsborn eine Ausstellung mit etwa 100 Schülerarbeiten aus dem Kunst-Leistungskurs des Schulzentrums des Ostseebades. Franz N. Kröger, der Leiter des Hauses, lädt zum Besuch ein.

Quelle: Foto: Lutz Werner

Kühlungsborn. 30000 Besucher kamen bisher in diesem Jahr – 20000 Gäste wollten die Ausstellungen sehen, noch einmal 10000 von ihnen waren Zuschauer bei den vielen Veranstaltungen. „Und da kommen bis Jahresende noch etliche dazu. Die Kunsthalle Kühlungsborn blickt schon jetzt – mit einem Besucher-Plus von vielleicht 4000, 5000 Menschen – auf eines der besten Veranstaltungs- und Ausstellungsjahre zurück“, zieht Franz N. Kröger, der Leiter des Kunst-Tempels direkt am Meer, Bilanz.

Große Zahlen in einer kleinen Halle. Nur 150 Quadratmeter nutzbare Hallenfläche, auf die maximal 100 Stühle und ein kleines Bühnen-Podest passen – plus ein kleines Büro, Mini-Küche und Sanitäranlagen – stehen in dem Haus zur Verfügung, das um 1900 zu einem ganz anderen Zweck – als Lesehalle – gebaut wurde. Nach Umbau und Sanierung – zu DDR-Zeiten wurde das Gebäude als Sporthalle genutzt – wurde daraus nach der Wende eine kleine Kunsthalle.

„Bei Zahl und Größe von Ausstellungen und Veranstaltungen wird schon seit Jahren das Mögliche ausgeschöpft. Das Plus bei den Besuchern hat wohl zwei Gründe: die weiter gestiegene Qualität, manchmal kann man schon von einer Exklusivität der Angebote sprechen – und der verregnete Sommer, von dem viele solcher Einrichtungen profitiert haben“, analysiert Kröger sehr differenziert.

Sieben Ausstellungen stehen im Programm für 2017, „wobei die beiden letzten – die jetzt laufende Präsentation von Schülerarbeiten aus dem Kunst-Leistungskurs des Schulzentrums Kühlungsborn und die Cartoon-Schau ab dem 9. Dezember – noch einmal richtige Publikumsmagneten sind“, so Kröger. Die Schülerarbeiten, „von denen viele durch ein erstaunlich hohes Niveau überraschen, bringen auch viele Einheimische in die Kunsthalle – Eltern, Großeltern, Freunde der jungen Künstler“, so Kröger. Als „künstlerisch herausragend“ bewertet er die Ausstellung mit Werken des Warnemünders Rando Geschewski, die im September und Oktober zu sehen war. Ein touristisches Highlight sei das Plein Air Festival im Mai gewesen – ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Touristik Service Kühlungsborn. „50 Künstler und qualifizierte Laien malten eine Woche unter den Augen der Urlauber am Strand und an der Promenade. Das war Kunst zum Anfassen, die Spaß machte“, so Kröger.

Insgesamt 60 Veranstaltungen gab es 2017 – Konzerte, Kabarett, Lesungen, Vorträge. „Dabei ragen die fünf mehrtägigen Festivals – Piano-Tage, Jazz-Meeting, internationales Gitarren-Festival, Kammermusiktage und Kabaretttage – natürlich heraus“, erklärt Kröger. „Langjährig bewährte Formate, nach deren Terminen längst Stammbesucher ihren Urlaub in Kühlungsborn buchen“. Damit plant Kröger auch 2018 wieder.

Kann er auch. Denn die Kunsthalle Kühlungsborn steht seit Jahren finanziell gut da und „das wird auch im kommenden Jahr so sein, denn die Fördersituation vor allem durch die Kommune, aber auch durch Land und Landkreis sind sehr stabil“, erklärt der Leiter des Hauses.

Mit 200000 Euro kann Kröger in diesem Jahr wirtschaften. 140000 Euro kommen aus dem Stadthaushalt, 40000 Euro sind „selbst erwirtschaftete Einnahmen durch Ticket-Verkauf und Merchandising-Artikel“ und 20000 Euro kommen vom Land und vom Landkreis Rostock. „Das versetzt uns in die Lage, vor allem bei den Festivals bei den Musiker-Gagen auch mal ein wenig höher zu greifen und Künstler zu holen, die sonst international in großen Konzertsälen unterwegs sind“, sagt Kröger.

An der Programm-Struktur, die sich bewährt habe, werde er auch 2018 nicht viel ändern. Aber daran arbeiten, „dass wir noch mehr Qualität in die Kunsthalle Kühlungsborn holen“.

Kröger verfolgt dabei vor allem zwei Leitlinien: „Mainstream hat hier keine Bühne. Wir machen fast alles links und rechts davon“, sagt er und erklärt, wie er das meint. Populäre Musik für ein breiteres Publikum wie Blues, Singer Songwriter oder Folk „bieten mittlerweile mehrere Restaurants und Hotels in bemerkenswerter Qualität an. Das müssen wir nicht auch noch machen. Auch wenn ich manchmal höre, dass wir ein wenig elitär sind: Der künstlerisch-intellektuelle Anspruch ist schon hoch und der Erfolg gibt mir recht. Mehr als 50 Prozent der Veranstaltungen sind ausverkauft, die andere Hälfte immer sehr gut besucht.“

Und er betont: „Die Kunsthalle ist kein Raum für Parteien und Ideologien. Jetzt und künftig nicht.“

Lutz Werner

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