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Melker, Zappa, Brandt: Wunsch nach mehr Kunst

Bad Doberan Melker, Zappa, Brandt: Wunsch nach mehr Kunst

Die Kunst, die auf Plätzen, an Straßen und Wegen in Bad Doberan zu finden ist, ist überschaubar.

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Der Melker von Reinhard Schmidt steht auf dem Kamp. Jamie und Katharina Stern-Gottfried nehmen ihn mit aufs Foto mit Tochter Polly (11 Monate). Kunstinteressierte aus Bad Doberan wünschen sich mehr Kunstwerke im öffentlichen Raum.

Quelle: Jens Wagner

Bad Doberan. Die Kunst, die auf Plätzen, an Straßen und Wegen in Bad Doberan zu finden ist, ist überschaubar. Der „Melker“ sitzt beispielsweise auf dem Kamp, Frank Zappa ist am Alexandrinenplatz verewigt, vor dem Gymnasium steht die Büste des Direktors Brandt. Zu wenig sagen Dietmar Kampf, Thomas Römhild und Juliane Radike. Die Kunstinteressierten wünschen sich mehr Kunst im öffentlichen Raum. Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass kennt das Thema, das immer wieder diskutiert wird. Allgemein mangele es aber an Ideen, Konzepten und Beförderern.

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Die Kunst, die auf Plätzen, an Straßen und Wegen in Bad Doberan zu finden ist, ist überschaubar.

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„Überall fehlt Kunst“, sagt Dietmar Kampf, der sich im Kunstverein Roter Pavillon engagiert. „Auf dem Kamp ist noch viel Platz“, sagt er und erinnert sich an Ausstellungen auf der denkmalgeschützten Parkanlage wie 2011 „Intervention im öffentlichen Raum“. „Wenn Leute umhergehen und historische Gebäude betrachten, sollte auch aktuelle Spiegelung von Kultur zu sehen sein“, sagt Kampf. Zustimmung bekommt er von Juliane Radike, die vor ein paar Wochen mit Julia Kittelmann eine Galerie an der Mollistraße eröffnet hat. „Nicht jedes Kunstwerk ist attraktiv, aber es ist ein Spiegel der Zeit. Um die Stadt nicht einschlafen zu lassen, finde ich es wichtig, den Diskurs aufrecht zu erhalten.“ Dietmar Kampf ergänzt: „Kunstwerke können auch führend durch eine Stadt sein, ergänzend zu Hinweisschildern.“

Auch laut Thomas Römhild, ehemaliger Vorsitzender des Kunstvereins Roter Pavillon, gibt es nicht viel Kunst im Raum in Bad Doberan. „Mir fällt auf, in kleineren Städten gibt es mehr Kunst“, sagt er.

„Es wäre schön, wenn Bürger das wollen und einfordern.“ Juliane Radike fügt hinzu: „Es gibt viel Know-How in der Stadt, dafür stehen wir gerne zur Verfügung.“

Ein gutes Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum sieht Thomas Römhild im Weg zwischen Kornhaus und Münster auf dem Klostergelände. Eiserne Reliefplatten mit Münstermotiven zieren den Weg. Das Projekt „Junge Kunst auf alten Wegen“ realisierten Schüler des Friderico-Francisceum-Gymnasiums. „Hier sieht man, wie Kunst integriert werden kann. Die Leute bleiben interessiert stehen, die Zeichnungen bieten Gesprächsstoff“, sagt Römhild. Auch Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass sieht in dem Projekt ein gutes Bespiel: „Es soll 2016/17 fortgesetzt werden im Bereich des westlichen Klosterbereiches.“

Argumente gegen Kunst im öffentlichen Raum seien bisher die Kosten, aber auch der Mangel an Konzepten, Ideen und Beförderern gewesen. „Das sollten wir möglichst ändern“, sagt Norbert Sass.

„Insbesondere bei der Gestaltung des Kamps und des unmittelbaren Umfeldes sowie auf der touristischen Strecke zwischen Marktplatz und Klosteranlage sollte über Kunst im Raum ernsthaft mit allen Akteuren und Interessengruppen gesprochen werden.“

Der Weg vom Zentrum in die Klosteranlage, der mit Hilfe von Efre-Fördermitteln gestaltet werden soll, könnte auch ein Weg der Kunst werden. Mit einem Wettbewerb könnte eine hohe Qualität erzielt werden. Auch im Bereich Kleiner Kamp könne durch die Umgestaltung Kunst integriert werden. Auch wenn der Brunnen denkmalgeschützt sei, gebe es bei der Gestaltung des Wasserspiels noch Spielräume.

Den Tourismus würde mehr Kunst nicht schaden. „Es gibt eine Vielzahl kulturinteressierter Gäste. Es wäre eine gute Erweiterung, die den Ort noch attraktiver machen und Plätze einbinden kann, die bisher nicht so frequentiert sind“, sagt Tourismus-Chefin Andrea Lang.

Von Anja Levien

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