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Mühlengeist besucht Grundschüler

Neubukow Mühlengeist besucht Grundschüler

Autor Frank Kreisler in Neubukow zu Gast / Lesung und Gespräch mit Erst- und Zweitklässlern

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Die Mädchen und Jungen der Klasse 2a machten super mit bei Lesung und Gespräch mit Frank Kreisler.

Quelle: Fotos: Renate Peter

Neubukow. „Das habt Ihr toll gemacht“, sagt Frank Kreisler nach seiner Lesung gestern in der Grundschule „Am Hellbach“ in Neubukow.   Doch eigentlich war es viel mehr als eine Lesung. „Die Kinder sind eingeladen mitzumachen“, sagt der Autor aus Leipzig. „Sie sollen selbst Geschichten erzählen, sollen ihre Phantasie spielen lassen“, sagt Frank Kreisler.

OZ-Bild

Autor Frank Kreisler in Neubukow zu Gast / Lesung und Gespräch mit Erst- und Zweitklässlern

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Literaturhaus unterstützt

„Wortschatzkisten“ ist das Thema des diesjährigen Literaturprojektes in MV für fünf- bis zehnjährige Kinder.

Schriftsteller wie Achim Bröger aus Sereetz/Schleswig-Holstein, Ditte Clemens aus Güstrow, Klaus Meyer aus Rostock, Ulf Borgmann aus Güstrow, Corinna Harder aus Frankfurt/Main oder Britta Matthies aus Hohen Viecheln beteiligen sich.

Das Literaturhaus Rostock e. V. unterstützt das Projekt.

Jeweils eine Dreiviertelstunde hatten gestern Vormittag Erst- und Zweitklässler die Möglichkeit, auf die Fragen des Autors zu antworten. Vor der Klasse 2a unter Leitung von Henrik Bollnow ging der Autor auf seinen unterhaltsamen Grusel-Krimi ein, dessen Hauptfiguren der Mühlengeist Johann und zwei Kinder sind. Johann lebt seit 400 Jahren in einer Wassermühle.

Die Zweitklässler wussten genau, wann die Geisterstunde ist. „Um Mitternacht“, kam prompt die Antwort. Und dass Geister durch Wände gehen können und unsichtbar sind, wussten sie auch.

„Wen könnten die Geister nachts erschrecken? Wer arbeitet nachts?“, so fragte der Schriftsteller. „Geheimagent, Krankenschwester, Polizisten“, waren Antworten. Zum Abschluss durften die Mädchen und Jungen noch Rätsel in Reimform beantworten. „Ich fand das gut“, sagt John (9) über die Veranstaltung. Auch Felix (8) und Paul ((8) bestätigen das. Sie hatten sich auch aktiv an den Gesprächen beteiligt, sich immer wieder gemeldet.

„Wortschatzkisten“ ist das Thema eines interaktiven Literaturprojektes in Mecklenburg-Vorpommern für Kinder von fünf bis zehn Jahren. Es geht um die Themen „Eine Welt“, „Umwelt und Natur“ sowie „Vielfalt der Kulturen“. Die Autorenlesungen, Werkstätten und Projekttage werden durch das Literaturhaus Rostock gefördert. „Allein könnten wir das nicht bezahlen“, sagt Sabine Tonn, Leiterin der Neubukower Bibliothek. Mit Frau Tonn habe er schon mehrmals zusammengearbeitet, sagt Frank Kreisler. Vier-/fünfmal sei er bereits in Neubukow gewesen. Ansonsten führen die Lesungen den Leipziger neben Mecklenburg-Vorpommern auch durch Sachsen, nach Sachsen-Anhalt, Brandenburg, auch schon mal nach Bayern und Niedersachsen, erzählt er. Vor allem vor Erst- bis Sechstklässler liest er, aber auch vor Erwachsenen. Im vorigen Sommer war er mit einem Krimi im Kühlungsborner Grenzturm zu Gast.

Den Autor hatte sich die Neubukower Grundschule selbst ausgesucht. Dass die Lesung nicht in der Bibliothek oder im Bürgerhaus stattfand, hatte zwei Gründe: In der Bibliothek wäre es zu eng für die Schüler geworden. Und im Bürgerhaus war eine Eheschließung.

Das Bürgerhaus wäre vielleicht ein anderer Rahmen gewesen, als der gewohnte Unterrichtsraum, sagt Sabine Tonn. Sie leitet nach dem Ausscheiden von Christian Bresching beide Einrichtungen: die Bibliothek und das Bürgerhaus mit der Schliemann-Gedenkstätte. Eine Doppelfunktion, die nicht ganz einfach sei. Die Bibliothek im Amtsgarten hat montags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Das Bürgerhaus lädt seine Besucher dienstags bis sonnabends von 10 bis 16 Uhr ein. Das ist ohne Hilfe gar nicht möglich, sagt Sabine Tonn. Mithilfe ehrenamtlicher Vertretung würden beide Einrichtungen aufrecht erhalten. Wichtig vor allem in der Urlaubszeit.

Auf den Spuren Heinrich Schliemanns

„Auf den Spuren Heinrich Schliemanns“ heißt es ab Sonnabend wieder in Neubukow. An jedem ersten und dritten Sonnabend im Monat werden die Schliemann-Kenner Christian Bresching und Hans Albert Kruse, Vorsitzender des Heinrich-Schliemann-Klubs, Besucher und Einheimische durch den Ort führen. Eine historische Wanderung mit vielen Informationen. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Bürgerhaus, Am Brink 1. Dort startet die etwa zweistündige Stadtführung, die durch das Zentrum der Geburtsstadt vom Troja-Entdecker Heinrich Schliemann führen wird. Der Teilnehmerpreis für diese Tour beträgt 5 Euro. Auf dem Programm steht die Ausstellung über Schliemanns Leben und Werk. Die Besucher erfahren mehr über Marktplatz, Rathaus, das Ostsee-Hotel, wo Schliemann einst nächtigte und die Schliemann-Stele vorm Pfarrhaus, sie können die Stadtkirche als ältestes Gebäude Neubukows, Wallberg, Wassermühle und Europas längste Fischtreppe sehen. rp

Renate Peter

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