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Museum plant fünf Sonderausstellungen

Bad Doberan Museum plant fünf Sonderausstellungen

8203 Gäste zählte voriges Jahr das Möckelhaus / Beliebteste Präsentationen waren Spielzeug und Handwerk

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Elvira Martens zählt zu den Künstlerinnen der neuen Ausstellung im Museum. Sie hat ihre Glas-Objekte bereits aufgebaut.

Quelle: Renate Peter

Bad Doberan. . Der alte Puppenwagen steht noch auf dem oberen Flur, ansonsten ist fast alles Spielzeug abgeholt und weggeräumt. Die Ausstellung mit historischem Spielzeug im Doberaner Stadt- und Bädermuseum war wieder ein Erfolg. In der letzten Besuchswoche vor dem 20. Februar kamen allein in fünf Tagen über 150 Besucher, erzählen Museumsleiterin Silvana Rieck und Mitarbeiterin Regine Grzech stolz. Damit hatten die beliebte Ausstellung zum Jahreswechsel über 1000 Menschen angeschaut.

Im Jahr 2015 kamen 8203 Besucher in das historische Möckelhaus, 30 mehr als im Jahr zuvor. „Wir sind froh, das Niveau zu halten. Es ist schwer, sich zu steigern“, sagt Silvana Rieck. Im vergangenen Jahr hatten sich die Sonderausstellungen ausgezahlt. Besonders beliebt — neben der Ausstellung von historischem Spielzeug — die Streiflichter aus der Doberaner Handwerks- und Gewerbegeschichte. „Es kamen Doberaner, die vorher noch nie hier waren“, sagt Silvana Rieck. Sehr gut besucht war ebenso die Präsentation zum 100. Todestag von Gotthilf Ludwig Möckel. Zu sehen war weiterhin ein Ausschnitt aus Arbeiten von Laienkünstlern, initiiert von der OSTSEE-ZEITUNG und dem Kunstverein Roter Pavillon sowie eine Postkartenausstellung „Grüße aus Bad Doberan“.

In diesen Tagen wird die nächste Ausstellung vorbereitet, die erste des neuen Jahres: „LenzMond“. Acht Künstlerinnen zeigen ihre Werke im Rahmen der 20. Doberaner Frauen- und Familienwoche. Elvira Martens war am Donnerstag die erste, die ihre Kunstwerke aufbaute. Die Bartenshägerin zeigt acht Objekte aus Glas — Bilder, Schalen und ein stehendes Objekt. 2003 hatte sie mit einer Glaswerkstatt begonnen, seit 2005 ist sie auf Ausstellungen vertreten. Die Präsentation der Künstlerinnen aus der Region soll am 5. März eröffnet werden und wird bis Pfingsten — also auch zu „Kunst offen“ — zu sehen sein. Der 15. Mai werde gleichzeitig der erste Sonntag im Jahr sein, an dem das Museum öffnet. Die Regelung gilt dann bis zum 15. September.

Als Hauptsommerausstellung bezeichnet Silvana Rieck dieses Jahr „Aufgetischt in Pensionopolis“. Im 19. Jahrhundert hatten viele Pensionäre Doberan als Altersruhesitz gewählt und ließen in der Stadt Villen bauen. Da bekam die junge Stadt den Beinamen „Pensionopolis“. Porzellan aus der Kaiserzeit der Firma Carl Tielsch wird zu sehen sein. Exponate aus einer Privatsammlung werden ausgestellt.

Porzellan für die Dame, den Herrn, das Kind. Für Bad oder Küche. „Wir möchten das koppeln mit Doberan in dieser Zeit“, sagt Silvana Rieck und hofft auf Unterstützung von Bürgern, die Fotos oder Dokumente zur Verfügung stellen könnten. In vielen gutbürgerlichen Haushalten gehörte das Geschirr dazu, sagt die Museumsleiterin. Die Tische waren stilvoll gedeckt, schwere Tapeten hingen an den Wänden. Villen stehen in Doberan genug — in der Dammchaussee, der Goethe-, früher Bismarkstraße, der Lessing-, früher Marienstraße, der Friedrich-Franz-Straße oder Clara-Zetkin-, früher Althöfer Straße.

Es soll eine Ausstellung für die ganze Familie werden, die bis in den Herbst zu sehen sein wird.

In der Zwischenzeit, im Herbst, könnten sich Silvana Rieck und Regine Grzech eine Ausstellung des Doberaner Malers Heinz Bochmann vorstellen. Es hatte viele Anfragen zu Bochmann gegeben, der 2011 starb. Doberaner könnten Bilder zur Verfügung stellen, die ausgestellt werden und dann auch in der Doberaner Kulturnacht zu sehen sind. Diese Ausstellung soll bis November zu sehen sein, bevor dann wieder die traditionelle Spielzeugausstellung einlädt. „Sie wird wieder anders als zum vergangenen Jahreswechsel“, verspricht Silvana Rieck.

Zum Doberaner Wasserfest „Aqua nostra“ will sich das Stadt- und Bädermuseum auch wieder beteiligen. „Wir werden am 21. Juni zwei Kostümführungen anbieten“, verrät die Museumsleiterin bereits. Im Sommer, Juli und August, wird es zweimal in der Woche öffentliche Führungen geben. Dienstags und donnerstags ab 14 Uhr.

Und natürlich lohnt immer ein Besuch der ständigen Ausstellung. Sie zeigt die eindrucksvolle Geschichte von Doberan und Heiligendamm.

Seit 2004 im Möckelhaus

8203 Besucher zählte das Stadt- und Bädermuseum im vergangenen Jahr.

8 Künstlerinnen stellen in der neuen Ausstellung aus, die im Rahmen der 20. Doberaner Frauen- und Familiewoche einlädt.

2004 wurde das Stadt- und Bädermuseum eröffnet.

Öffnungszeiten bis Mai:

Montag und Sonntag geschlossen, Dienstag - Freitag 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Sonnabend 12 bis 16 Uhr,

Info: www.stadtmuseum.moeckelhaus.de



Renate Peter

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