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Musik und Stadtgeschichte locken Gäste

Neubukow/Kröpelin Musik und Stadtgeschichte locken Gäste

Kulturstätten in Neubukow und Kröpelin freuen sich über gute Besucherzahlen in diesem Jahr

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Sabine Tonn, Leiterin des Schliemannhauses in Neubukow

Neubukow/Kröpelin. Die Kulturstätten in Neubukow und Kröpelin ziehen jedes Jahr Hunderte bis Tausende Gäste an. Das Schliemannhaus in Neubukow schickt die Besucher auf die Spuren des Archäologen Heinrich Schliemann, im Ostrockmuseum Kröpelin ist ein Stück Musikgeschichte aufbereitet, direkt neben dem Stadtmuseum und in der Kröpeliner Mühle lernen die Gäste etwas vom Handwerk des Müllers. Dabei locken nicht immer die Ausstellungen die Besucher an.

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Kulturstätten in Neubukow und Kröpelin freuen sich über gute Besucherzahlen in diesem Jahr

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„Viele Gäste sind überrascht, wenn sie erfahren, dass Heinrich Schliemann hier geboren wurde“, berichtet die Leiterin des Schliemannhauses Sabine Tonn. „Sie zeigen sich angetan von der kleinen Gedenkstätte und lesen sehr aufmerksam die Texte“, sagt sie im Hinblick auf den Verweis, den sie öfter erhält, weil sich auf einer Tafel ein nicht korrigierbarer Schreibfehler befindet. „Viele kennen die Ausgrabungsstätten und sind von daher schon sehr interessiert an Schliemanns Geschichte.“

An die 5500 Gäste kommen jährlich ins Haus inklusive der Veranstaltungen vor Ort. Die dauerhafte Schliemannausstellung bereichern wechselnde Expositionen wie die des Rerikers Andreas Herrmann mit Landschaftsaufnahmen und einem Motiv-Kalender. Am 9. November wechselt die Ausstellung, dann werden Bilder von Dagmar Krämling zu sehen sein. Um 14.30 Uhr findet die Eröffnung mit einem vorweihnachtlichen Programm statt, das Dagmar und Michael Krämling bestreiten. Ergänzt wird das kulturelle Angebot durch Vorträge und andere Veranstaltungen, die vom Schliemannverein ausgehen. „Das sind jedes Jahr um die sieben Veranstaltungen verschiedenster Art“, sagt sie. Auch von der Bibliothek aus, für die Sabine Tonn ebenfalls zuständig ist, werden Veranstaltungen angeboten. Für 2017 stehen unter anderem Ausstellungen von Jürgen Pieplow über die Hansewege und Arbeiten des Doberaner Fotoclubs an.

In Kröpelin öffnet Elke Peters die Türen für das Stadt- und das Ostrockmuseum. „Das Ostrockmusem wurde sehr gut angenommen“, sagt sie. „Zusammen mit dem länger bestehendem Stadtmuseum kamen um die 700 Gäste aus den alten und neuen Bundesländern in diesem Jahr hierher.“ Seit Kurzem ist das Haus auch als Museum und Bibliothek durch ein Logo an der Hauswand besser erkennbar. „Es gibt einige, die öfter herkommen“, so Elke Peters. „,Wissen Sie, dass ihr Museum einen guten Ruf hat’, sagte neulich ein Herr zu mir. ,Weil die DDR-und Rock-Geschichte so gut aufgearbeitet wurde, dass man immer wieder Neues entdeckt.’“ Eine Förderung durch das Programm Leader ermöglichte jetzt Neuerungen wie das Podest, auf dem die Schallplattenspieler stehen. „Jetzt kommen auch Schüler gut an die Platten ran.“

Weiterhin konnte eine Abgrenzung zur Bühne und ein Schaufenster angeschafft werden. Noch befindet sich die Ausstellung zum 50. Jubiläum der Gruppe Renft mit Original-Musikinstrumenten im Haus.

Kröpelin ist bis nach Australien bekannt – aufgrund der Auswanderungswelle Mitte des 19. Jahrhunderts. So wandelten bereits Australier im Stadtmuseum auf den Spuren ihrer Ahnen. „Die Gäste zeigen sich meist sehr begeistert von beiden Museen, vor allem auch, weil sie modern und interessant gestaltet sind“, sagt Elke Peters.

Kein Museum, aber trotzdem kulturell wichtig, ist die Kröpeliner Mühle von 1904. Dort sorgt ein Mühlenverein für verschiedene Veranstaltungen. „Besonders die plattdeutschen sind beliebt“, berichtet die Vorsitzende Karin Reichler. „Es kommen immer mehr Gäste“, freut auch sie sich. „Das Interesse an den wechselnden Ausstellungen ist groß.“

Wenn an bestimmten Tagen der Kopf der Mühle betreten werden darf mit all seiner Technik wie zum Tag des offenen Denkmals, dann lockt das Event an die 300 Gäste in die Mühle.

Die nächste Veranstaltung ist am 5. November. Dann kommt Ronald Prokein, der jüngste Weltumradler.

• Weitere Infos: muehlenverein.

jimdo.com, www.neubukow.de,

www.bibliothek-museum-kroepelin.de

Öffnungszeiten

5500 Gäste kommen jährlich ins Schliemannhaus nach Neubukow, Kirchenstraße 1. Es hat dienstags bis freitags 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Das Stadtmuseum und Ostrockmuseum in Kröpelin, Hauptstraße 5, hat montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet, außer mittwochs. Montag und Donnerstag sind die Türen von 13.30 bis 17, Dienstag bis 18 und Freitag bis 16 Uhr geöffnet.

Sabine Hügelland

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