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Admannshagen Neuer Club für Jung und Alt

In Admannshagen entsteht für 576 000 Euro ein Treff für Kinder, Jugendliche – und auch Senioren

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Noch ist der Jugendtreff in einem Provisorium untergebracht – jetzt soll hier ein Mehrgenerationenhaus gebaut werden.

Quelle: Foto: Lennart Plottke

Admannshagen. Ein gemeinsames Haus für Kinder, Jugendliche und Senioren – in Admannshagen könnte dieser Traum im kommenden Frühjahr Wirklichkeit werden. Denn der Gemeinde flatterte jetzt ein Zuwendungsbescheid über 432000 Euro ins Haus. Damit unterstützt die Landesregierung in Schwerin den Bau eines Mehrgenerationenhauses – insgesamt werden hier knapp 576 000 Euro investiert.

 

OZ-Bild

Junge Leute und Senioren erleben hier unmittelbar, dass sie füreinander da sein und sich helfen können. Kerstin Reich Leiterin Jugendtreff Admannshagen

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„Eine Förderung von 75 Prozent – das ist schon enorm“, freut sich Bürgermeister Eduardo Catalán (FDP). „Damit können wir endlich auch das Provisorium für unseren Jugendclub beenden.“ Denn im Mitteldorf treffen sich die jungen Leute seit nunmehr 19 Jahren in alten Containern. „Die haben wir damals von der Sparkasse übernommen“, erinnert sich Catalán. „Aber die Zustände hier sind schon desaströs.“

Ganz so drastisch will es Leiterin Kerstin Reich nicht ausdrücken. Aktuell würden den Treff vorrangig Mädchen im Alter zwischen acht und 14 Jahren besuchen: „Im Schnitt kommen hier so zehn, elf Mädels her – es gibt schon einen festen Stamm.“ Und nach und nach würden sich auch immer mehr Jungs für die Freizeitangebote interessieren, hat Reich festgestellt. Doch vor allem aus Platzgründen stoße sie immer wieder an Grenzen: „Ich habe nur einen einzigen Raum zur Verfügung – das ist vor allem im Winter schwierig.“

Deshalb freue sie sich umso mehr auf das neue Mehrgenerationenhaus, macht Kerstin Reich deutlich: „Dadurch kann ich künftig viel mehr Leute ansprechen – und wir haben dann eine Begegnungsstätte für Jung und Alt.“ Das neue, zweigeschossige Gebäude soll in mehrere Funktionsbereiche unterteilt werden. So wird es hier unter anderem Räume für gemeinsame Gespräche, Lesungen, Hobbys, Ausstellungen und auch eine kleine Werkstatt geben.

Ein großer Gemeinschaftssaal mit Küchenzeile, ein Hausanschluss-Raum und eine barrierefreie WC-Anlage sind im Erdgeschoss geplant. Im Obergeschoss werden – ausschließlich für den Nachwuchs – mehrere Kreativ-Räume und ein Sanitärbereich entstehen.

„In Bargeshagen binden wir ja heute schon unsere Senioren in den Jugendclub mit ein“, sagt Eduardo Catalán. „Hier treffen sich regelmäßig Töpfer- oder auch Sportgruppen – auf Basis dieser Begegnungsstätte wollen wir nun auch in Admannshagen weitermachen.“

Dazu werden im Sommer zunächst die Container sowie angrenzende Garagen abgerissen. Bis zum Frühjahr 2018 soll an gleicher Stelle ein zweigeschossiges Haus mit 250 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. „Es wird hier auch eine kleine Terrasse sowie einen saisonalen Garten geben“, blickt Kerstin Reich voraus. „Denn die Kinder sollen lernen, wo und wie Gemüse und Kräuter wachsen, was bei Saat und Ernte zu beachten ist.“

Vor allem aber gehe es ihr darum, Barrieren und Vorurteile abzubauen, macht die Jugendtreff-Leiterin deutlich: „Junge Leute und Senioren können hier unmittelbar erleben, dass sie füreinander da sein und sich gegenseitig helfen können.“ Etwa in gemeinsamen Koch-, Töpfer- oder Sportkursen – „oder aber bei realen Geschichtsstunden“, meint Reich: „Das direkte Gespräch, die persönlichen Erzählungen sind doch viel spannender als jeder Schulunterricht.“

Darüber hinaus kann sich Kerstin Reich in den neuen Räumlichkeiten auch Paarberatungen oder Sprechstunden für werdende Eltern vorstellen: „Wir wollen hier nicht nur eine Begegnungsstätte für die Jugend, sondern für die ganze Gemeinde schaffen.“

Lennart Plottke

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