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Nienhagen: Kleiner Kulturverein mit großer Wirkung

Nienhagen Nienhagen: Kleiner Kulturverein mit großer Wirkung

Enthusiasten leisten seit fünf Jahren aktive Kulturarbeit — und holten bereits namhafte Schauspieler, Musiker und Kabarettisten ins Ostseebad / Auch 2016 steht jede Menge an

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Starten im Kulturverein neu durch (v.l.): Thomas Pätow, Kerstin Heil, Annica Füllkel, Undine Linke und Vivian Kersten.

Quelle: Sabine Hügelland

Nienhagen. Er steht als Gründer und Vorsitzender für den Nienhäger Kulturverein: Thomas Pätow. Gemeinsam mit Kerstin Heil, Hermann Duve, Vivian Kersten, Annica Füllkel, Undine Linke sowie einigen Ehrenmitgliedern bereichert der Verein das kulturelle Leben im Ostseebad.

Serie

Unsere Vereine Heute: Kulturverein Ostseebad

Nienhagen e.V.

Fünf Jahre aktive Vereinsarbeit

1. April 2011 — an diesem Tag gründete sich der Kulturverein Ostseebad Nienhagen.

6 Mitglieder sind aktuell im Verein aktiv — dazu kommen noch einige Ehrenmitglieder.

Gegründet am 1. April 2011, hat er sich immer wieder verändert. Alte Mitglieder gingen, neue kamen hinzu. Mittlerweile ist der Kulturverein auch bei Facebook im Internet zu finden, sodass aktuelle Geschehnisse verfolgt werden können. Die Mitglieder mussten lernen, dass es nicht immer einfach ist, die verschiedenen Ideen auch in der Gemeinde umzusetzen. Geld wird gebraucht, und auch die Konzepte müssen Hand und Fuß haben. Letzten Endes gilt es, den Nerv einer möglichst breiten Masse zu treffen.

Bislang schaffte der kleine Verein es, jedes Jahr größere Events auf die Beine zu stellen und namhafte Schauspieler, Musiker und Kabarettisten wie Dorit Gäbler, Peter Bause, die Leipziger Pfeffermühle oder Thomas Putensen nach Nienhagen auf die Festwiese zu holen. Thomas Pätow — früher Filmstellenleiter in Doberan und stellvertretender Kreisfilmstellenleiter — gelang es, den Verein an den Abspielring von Mecklenburg-Vorpommern anzuschließen: „So können wir auch aktuelle Filme zeigen.“

Die beiden Neuen im Team, Vivian Kersten und Annica Füllkel, haben ein Ziel: „Wir wollen die Kulturarbeit für Kinder und Jugendliche wiederbeleben. Ideen nehmen wir gern entgegen. Alle zwei Monate bieten wir nun freitags Spielenachmittage für Jung und Alt von 15 bis gegen 18 Uhr an.“ Gesellschaftsspiele, die Spaß machen — und dabei neue Freunde finden. „Wir würden uns wünschen, wenn nicht nur Urlauber, sondern vor allem auch mehr Einheimische unsere Angebote nutzen“, macht Annica Füllkel deutlich.

Die Organisation und auch die Kosten, wie etwa für die Pfeffermühle oder Putensen, seien nicht unerheblich, sagt Thomas Pätow und stellt klar: „Oft wird nur Kritik laut, dass in Nienhagen zu wenig los ist — aber das ist nicht so.“ Der Verein müsse rentabel sein: „Da sind wir froh, Unterstützer ins Boot holen zu können, wie etwa Rebus, die 200 Euro und Bastelbögen für die Arbeit mit Kindern sponsorten. Im August wird zudem kostenfrei ein Bus für die Fahrt zur Sternenwarte bereitgestellt.“ Auch die „Aktion Mensch“ unterstützt den Kulturverein: „Weil wir eng mit den Kröpeliner Werkstätten zusammenarbeiten“, erklärt Pätow.

In diesem Jahr bieten die Vereinsmitglieder wieder ein buntes Kulturprogramm, auch mit Buchlesungen, Filmen und Konzerten an. Am 23. April ist beispielsweise ein Tanzabend mit Oldie-Musik geplant. Romantisch wird es zum Nachtwächterrundgang im Juli/August: Erstmals kann eine Tour mit der Pferdekutsche bis zur alten Schule unternommen werden. „Mit einem Besuch in der Galerie von Matthias Heinz“, blickt Pätow voraus. Die Kosten für die Kutschfahrten wurden bei der Gemeinde beantragt. Am 25. Juni findet das zweite Friedensfest mit Parteien und der Bürgerinitiative aus dem Ort statt. Am 9. Juli lockt in der Pension Richter eine Bluesnacht. Am 19. August schließlich findet der Kulturtag statt — mit Kinderprogramm, Liedermacher, Orientalischer Nacht, dem „Putensen Beat-Orchester“ und dem Shantychor „De Klaashahns“.

• Internet: www.ostseebad-nienhagen.de

Von Sabine Hügelland

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