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Plötzlich Ola-Welle im Kamp-Theater

Bad Doberan Plötzlich Ola-Welle im Kamp-Theater

Junge und jüngste Blues- und Rockmusiker der Region boten vom Publikum gefeierte Konzert-Premiere

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„Das ist die Zukunft von Doberan“, so wurden Finley, Adrian, Julia und Robert (vorn v.l.) begrüßt. Fotos (3): Jens Wagner

Bad Doberan. Rockmusik unplugged zwischen den Pavillons auf dem Kamp — ein Quäntchen Festivalfeeling. Sänger Tobias Dietzek (20) und Gitarrist Martin Dembowski (18) von der Rostocker Gruppe „Loud Shout“ bereiten ihren Auftritt bei der Premiere von „Jugend rockt das Kamp-Theater“ vor. Durch die Grippewelle sind ihnen vorerst drei Musikerkollegen abhanden gekommen, deshalb müssen die Songs auf ein Duo angepasst werden.

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Junge und jüngste Blues- und Rockmusiker der Region boten vom Publikum gefeierte Konzert-Premiere

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„Das schöne am Kamp-Theater ist, dass wir hier schon mal vor T.Rex gespielt haben und das hat sehr viel Spaß gemacht. Eine Menge Leute war da und sie sind auch gut mitgegangen — auch im sehr hohen Alter noch“, begründet Martin, dass die beiden wieder hier sind. „Es ist immer ein tolles Erlebnis in Doberan zu spielen“, ergänzt Tobias. Und der Bassist von „Misziplin“ aus Rostock, den die Live-Musik auf dem Kamp angelockt hat, betont. „Geile Location, coole Idee!“ Auch er meint das Kamp-Theater und das Projekt von „Bad-Penny“-Gitarrist Ola van Sander und Theaterbesitzer Hugo Rauchstädt, hier eine Rockmusik-Talente-Show zu etablieren.

Ganz am Anfang des außergewöhnlichen Konzertabends steht der Gitarrist Adrian Möllenberg aus Rövershagen auf der Bühne. Der Elfjährige spielt einen Blues. „Schön, dass es das auch noch gibt“, freut sich sein Lehrer Ola van Sander, der ihn begleitet. Der Gitarrist und Sänger von „Bad Penny“ verrät später augenzwinkernd aus der Rockertrickkiste, dass jemand, der die Gitarrengriffe für C, F, G beherrsche, dann auch schnell auf Tournee gehen könne. Darüber kann Aron, wie auch das Publikum, nur lachen. Der 14-jährige Bad Doberaner Realschüler beeindruckt im Kamp-Theater mit seinem Gesang und dem Gitarrenspiel. Unterstützt wird er bei seinem Auftritt von den Sängerinnen Thea Dittrich (15) und Celina Möller (15) aus Doberans Gymnasium. Schließlich singen die drei gemeinsam den Andreas-Bourani-Titel „Hey“ und geben so allen mit auf den Weg: „Es ist okay, wenn du fällst. Auch wenn alles zerbricht, geht es weiter für dich. Hey! Du brauchst nur weiter zu geh‘n, komm' nicht auf Scherben zum Steh‘n.“ Drei eigene Songs präsentiert Max Marcus, der mit 12 Jahren von seinen Eltern seine erste Gitarre bekommen hatte. Noch muss er auf eine Zugabe verzichten, die das Publikum fordert. Aber zum Ende des Konzertabends gibt es kein Halten mehr. Max Marcus spielt da gemeinsam mit der Doberaner Schülerband „Admission reduced“ — die zwar drei Wochen vor den Abi-Prüfungen steht, aber trotzdem das Kamp-Theater locker rockt — und dem Hauptorganisator des Abends, Ola van Sander. Das Publikum feiert. Auch die Sängerin vom „Misziplin“, Mareike Schumacher, gerade selbst noch auf der Bühne, hält es kaum im Klappsessel. Sie rockt quasi im Sitzen. Die Kühlungsbornerin Hannelore Witke tanzt dagegen live neben der Sitzreihe mit, kurz auch mit Hubertus von Storch. Sie empfiehlt einige Musiker für den nächsten Newcomer Contest im Ostseebad. Plötzlich brandet eine Ola-Welle auf: „Ola, Ola, Ola...“ rufen die Fans und leuchten mit Smartphones dazu. Ola beschwichtigt sie. „Tolle Bühne, tolles Licht, tolle Tontechnik“, urteilt Max Marcus über das Kamp-Theater.

Dessen Besitzer, Hugo Rauchstädt, wird das freuen, doch er hat mehr Besucher erwartet, wie er offen sagt, nachdem seine Tochter, Lydia Bierstedt, 95 gezählt hat. Er reagiert so: „Aller Anfang ist schwer, wir arbeiten dran. Wir machen weiter, die Idee ist doch gut.“

Von Thomas Hoppe

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