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Premiere für „Gemeinsam kreativ“

Neubukow Premiere für „Gemeinsam kreativ“

Morgen wird im Bürgerhaus erste kollektive Bilder-Schau des Neubukower Laien-Malzirkels eröffnet

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Christiane Schreiber, Helga Seidel, Ursula Rohleder, Bärbel Münstermann, Edeltraud Grant, Regina Hillebrecht, Renate Dankert und Monika Bohnhoff (v.l.) bei den Vorbereitungen für ihre Bilderausstellung „Gemeinsam kreativ“. Zur Gruppe gehört auch Monika Plutzkat (nicht im Bild). FOTOS (2): THOMAS HOPPE

Neubukow. Sie haben Mut gefasst. Vor einem Jahr noch, im Februar, hatte Monika Bohnhoff an dieser Stelle zur OZ gesagt, dass einigen Frauen der von ihr angeleiteten „Gemeinsam kreativ“-Gruppe der Mut fehle, beispielsweise im Neubukower Bürgerhaus selbst gezeichnete und selbst gemalte Bilder öffentlich auszustellen.

OZ-Bild

Morgen wird im Bürgerhaus erste kollektive Bilder-Schau des Neubukower Laien-Malzirkels eröffnet

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Am morgigen Freitag um 14.30 Uhr wird Monika Bohnhoff nun die von ihr initiierte erste kollektive Bilderschau dieser kreativen Frauen als Sonderausstellung in der Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte starten. Die Wahlneubukowerin ist hier längst keine Unbekannte mehr. Denn die ausgebildete Kunsterzieherin hat im Bürgerhaus seit 2005 schon vier eigene Bilder-Ausstellungen präsentiert.

Bereits am Dienstag bereiteten die Hobbymalerinnen ihre Schau gemeinsam vor, wählten aus den Werken der vergangenen Jahre einige Aquarelle aus und ordneten sie für die künftigen Betrachter in die großen Rahmen.

Von den Motiven her überwiegen Blumen-Stillleben und Landschaften, aber auch eine paar Menschen tauchen auf den Bildern auf. Zum Beispiel die eindrucksvollen Porträts der Enkelinnen von Regina Hillebrecht. Sie war 1966 bis 1969 als Dekorateurin für die DDR-Konsumgenossenschaften ausgebildet worden („Während meiner Lehrzeit waren die Schaufenster noch voll. Das ging später erst zurück.“).

Die gebürtige Wolgasterin gehört damit zu den Frauen in der Neubukower Gruppe, die während ihrer beruflichen Laufbahn der Malerei etwas nähergekommen sind. Vor gut drei Jahren hatten neben der zur Bauzeichnerin umgeschulten Erzieherin Monika Bonhoff auch eine Geflügelzüchterin (42 Jahre bei KIM), eine Reinigungskraft (unter anderem im Neubukower Kaufhaus Dobra hinterm Rathaus) und eine Mitarbeiterin der hiesigen Schweinemast „Gemeinsam kreativ“ aus der Taufe gehoben. „Wir sind interessierte Laien und treffen uns alle vierzehn Tage dienstags im Seniorenklub der Volkssolidarität am Neubukower Markt. Dort beschäftigen wir uns ausschließlich mit Bleistiftzeichnungen und Aquarellen“, sagt Monika Bohnhoff. Sie leitet die Gruppe von Anfang an und nutzt dabei ihr Wissen als Kunsterzieherin und Malkursteilnehmerin bei Heidemarie Schuldt-Jahnke und Peter Brumme in Rostock.

Nicht nur Helga Seidel ist hörbar stolz auf ihre „ersten Werke“, die sie „mit Frau Bohnhoff gelernt“ habe. „Ich finde schön, was wir in diesen Jahren alles geschaffen haben“, reagiert die Lehrerin.

Ursula Rohleder erinnert daran, dass sich die Gruppe auch schon gemeinsam in die Nähe der Neubukower Mühle am Hellbach gesetzt habe und dann ihre Skizzen fertigte. „Ich wollte im Rentenalter nicht nur zu Hause sitzen und vor allem in Gemeinschaft sein. Das ist ja das Schöne“, begründet die Neubukowerin ihre Malzirkel-Mitgliedschaft.

Erst vor fünf Jahren war Regina Hillebrecht aus Bayern, wo die Vorpommerin 20 Jahre lebte, in die Schliemannstadt gezogen: „Ich bin auch hergekommen, damit ich unter Leuten bin. Man kennt ja noch nicht so viele“, sagt die Hobbymalerin, die zwölf Bilder mit ins Bürgerhaus brachte. Auch Renate Dankert hatte sich ursprünglich vorgenommen, mit dem Beginn der Rente auch das Malen zu starten: „Das habe ich jetzt vollbracht“, sagt die Kühlungsbornerin. Zu ihren Bildern gehört eine Zeichnung vom Nienhäger Gespensterwald – „Das Foto dazu war in der OZ“. Die Neubukowerin Christiane Schreiber betont zu ihrer Hobbybasis: „Meine Lieblingsfächer in der Schule waren Nadelarbeit, Handarbeit, Schönschreiben und Zeichen.“ Edeltraud Grant kam durch den Tipp einer Bekannten zu den Kreativen und Bärbel Münstermann malt schon seit 2005. Sie verkündet locker: „Meine Bilder sind nicht perfekt. Aber wer ist das schon? Es liegt alles im Auge des Betrachters.“

Thomas Hoppe

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