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Schönes Porzellan aus der Kaiserzeit

Bad Doberan Schönes Porzellan aus der Kaiserzeit

Im Stadt- und Bädermuseum gab es gestern eine Sonderführung durch die Porzellan-Ausstellung

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Maritta Hoffmann (M.) führte durch die Ausstellung, die vor allem aus Leihgaben aus ihrer Sammlung besteht.

Quelle: Lutz Werner

Bad Doberan. Geschwungene, verschnörkelte Formen, Goldränder, prächtige farbige Glasuren, die teils ineinander übergehen und in die mitunter auch Porträts eingearbeitet sind – von Familienmitgliedern oder Promis der Zeit: Gut 160 wunderschöne Teile sind noch bis zum 24. September in der Porzellan-Sonderausstellung im Stadt- und Bäder-Museum im Möckel-Haus zu sehen.

Kaffee-, Tee- und Ess-Services, typisches Prunk-Geschirr der Zeit wie Visitenkarten- und Hummern-Schalen, Kleinteiliges. Alles aus der deutschen Kaiserzeit von 1871 bis 1918 – mit ein paar Ausreißern in das Jahrzehnt davor und danach.

Und alles – bis auf wenige Stücke – aus einer Hand: Von der Firma Tielsch in Altwasser in der damaligen preußisch-deutschen Provinz Schlesien (heute Polen). Die Firma hatte ihre Blütezeit von 1870 bis 1920, war der größte Porzellan-Hersteller in Deutschland und, wie wir heute sagen würden, ein Global Player, der auf dem Weltmarkt mitmischte.

Für alle, für die Geschichte mehr ist als Politik, Wirtschaft und Architektur der Vergangenheit, die sich dafür interessieren, wie die Menschen früher lebten, ist die Ausstellung eine wahre Fundgrube. Sie bietet einen Einblick in die Salons und Esszimmer der Schönen und Reichen von damals – von Großbürgertum und Adel. Zeigt einen Teil ihrer Alltagskultur – das, was bei ihnen als Geschirr auf den Tischen und in den Vitrinen stand.

Fast alle Stücke stammen aus der Sammlung von Maritta Hoffmann aus Neumünster. Sie hatte gestern zu einer Sonderführung eingeladen, die trotz Hitze und Strandwetter gut besucht war. Auch ein Ehrengast war dabei: Elisabeth Tielsch aus Tübingen, die Ur-Enkelin des Gründers der Porzellan-Manufaktur Carl Tielsch, der das Unternehmen 1845 aus der Taufe hob. Kenntnisreich, mit Liebe zum Detail, führte Maritta Hoffmann durch die Ausstellung und beantwortete gern Fragen des Publikums. „Frau Hoffmann besuchte unser Museum, sah die Räume und bot an, die Ausstellung zu machen“, erklärt Museumsmitarbeiterin Regine Grzech, wie die Porzellan-Schau zustande kam.

lwr

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