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Schüler zeigen Kunst im Buch, im Bild und in Architektur

Kühlungsborn Schüler zeigen Kunst im Buch, im Bild und in Architektur

Arbeiten des Schulzentrums Kühlungsborn in Kunsthalle ausgestellt

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Es ist ganz cool, das eigene Bild in der Kunsthalle hängen zu sehen.Isabelle Riedel (17), Schülerin

Kühlungsborn. „Tagebuch – Kunstbuch – Kunsttage“ heißt die Ausstellung, die ab sofort in der Kunsthalle in Kühlungsborn zu sehen ist. Das Besondere: Hier stellen die Schüler des Schulzentrums Kühlungsborn ihre Arbeiten aus. Und die können sich sehen lassen. Von Impressionismus, Kubismus, über Selbstporträts bis hin zu moderner Kunst finden sich die verschiedenen Stilrichtungen in der einstigen Lesehalle.

OZ-Bild

Arbeiten des Schulzentrums Kühlungsborn in Kunsthalle ausgestellt

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Das Thema von Isabelle Riedel war Impressionismus. Nach einer Vorlage, die stark verpixelt war, sollten die Schüler ein neues Werk schaffen. Auf dem Bild sind zwei Boote zu sehen und und zwei Männer.

„Das Malen des Bildes hat sehr lange gedauert“, sagt die 17-Jährige. Vor allem die Striche, die schichtenweise aufgebracht wurden, hätten es in sich gehabt. „Es ist ganz cool, das eigene Bild in der Kunsthalle hängen zu sehen“, sagt die Zwölftklässlerin.

Zum zweiten Mal werden Werke der Schüler in der Kunsthalle ausgestellt. „Das ist Kunst, die die jungen Leute mit Freude und großem Engagement geschaffen haben“, sagt Schulleiterin Ute Schmidt. Es sei etwas Besonderes, dass sich die kleinen Künstler in die Reihe der namenhaften Aussteller einreihen dürfen, die von Kunsthallen-Chef Franz Norbert Kröger eingeladen werden. Die Schulleiterin hob auch hervor, dass es nicht selbstverständlich sei, dass Kunst als Hauptfach angeboten werden könne. Das habe das Schulzentrum beantragen müssen.

Ilona Pilgrim ist eine von vier Kunstlehrerinnen am Schulzentrum. „Die ausgestellten Werke sind in einer sehr persönlichen Handschrift geschaffen worden“, sagt sie. Viele von ihnen seien wie Tagebuchaussagen. Beispielsweise sollten sich die Schüler mit Werken von Van Gogh, Cezanne und Friedrich auseinandersetzen. „Jede Arbeit trägt eigene, individuelle Spuren. Sie sind nicht einfach nur nachgemalt. Sie haben sich den Künstler und sein Werk ermalt.“

Das sei gar nicht so einfach gewesen, sagt Nina Söllner. „Es war schwierig umzusetzen. Man muss wissen, wie der Künstler es gemalt hat und die Farbe richtig mischen“, erläutert die 17-Jährige, die sich mit Caspar David Friedrich auseinander gesetzt hat. Von der Zwölftklässlerin sind mehrere Werke in der Kunsthalle zu sehen. Darunter auch ein Buch mit Text und Zeichnungen. Das Thema im Unterricht: Buchgestaltung. Inspiration dazu war ihr der Roman „Der Fänger im Roggen“. Die Schülerin hat ein Tagebuch gestaltet, das von der Hauptfigur nach Ende des Romans geführt wird.

In der Mitte des Raumes stehen Gebäude aus Papier. „In der Architektur der filigranen Türme aus weißem Papier führen wir eine farbige Welt der Bauwerke zurück in eine klare Formsprache“, erläutert Ilona Pilgrim.

Ins Auge fällt dem Betrachter auch ein Bild, das den Kopf eines Eisbären zeigt, der schreit und zu flüchten scheint vor Gift, Abgasen, Krieg. Es ist das Werk von Corinna Lontke und Sophie Peters zum Thema „Entwicklung“. „Industrie, Klimawandel, Zerstörung der Natur – Entwicklung ist nicht immer positiv. Sie hat auch negative Seiten“, erläutert Sophie Peters die Aussage des Bildes.

Auch Aileen Niesler hat zwei ihrer Bilder in der Kunsthalle entdeckt. „Ich bin jemand, der lange für ein Bild braucht. Ich habe zu Hause weitergemalt“, erzählt sie.

Die Ausstellung ist noch bis 3. Dezember zu sehen. Dienstag bis Sonntag 12 bis 17 Uhr, Ostseeallee 48.

Anja Levien

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