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Shakespeare lässt grüßen

Rerik Shakespeare lässt grüßen

Reriker Schüler bereiten sich mit Bühnenstück auf Bundeswettbewerb Fremdsprachen vor

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Die zehn Schüler um Lehrerin Eva Kostrowski (hinten links) haben viel Freude bei der Arbeit für ihr Bühnenstück.

Rerik. Die Handlung erinnert ein bisschen an „Romeo und Julia“, das wohl berühmteste Theaterstück der Welt von William Shakespeare. Adam und Eve, ein Paar das sich liebt und heiraten will, der wohlhabende Brautvater George, der dagegen ist und William, den Sohn einer ebenso reichen Familie als Bräutigam für seine Tochter auserkoren hat.

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Reriker Schüler bereiten sich mit Bühnenstück auf Bundeswettbewerb Fremdsprachen vor

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Das Paar bittet den Pastor, es heimlich zu trauen, doch dann funkt Vater George dazwischen...

„Forbidden Love“, so haben die Schüler der Freien Schule Rerik ihr eigenes Stück genannt, das ebenso wie Shakespeares berühmtes Drama im Mittelalter spielt.

Die Aufführung der Siebt- und Achtklässler ist komplett in Englisch verfasst und wird auch in der Fremdsprache aufgeführt. Immerhin brachte es den zehn mitwirkenden Schülern und damit ihrer Schule bereits einen Riesenerfolg ein. „Anfang April haben wir als Gruppe den ersten Platz beim Landesausscheid im Fremdsprachenwettbewerb in Schwerin gewonnen“, erzählt Nadja, die im Stück den verliebten Jüngling Adam spielt.

Eva Kostrowski, Lehrerin für die Fremdsprachen Englisch und Französisch an der Freien Schule Rerik, betreut das Schülerprojekt. Sie ist stolz auf ihre Schützlinge und erklärt die Entstehung des Stückes: „Wir hatten uns zum Anfang des Schuljahres in einer Themen-Werkstatt zwei Wochen lang intensiv mit dem Mittelalter beschäftigt. Damals entstand die Idee, zunächst einen kurzen Film zu machen, mit dem wir am Wettbewerb teilnehmen könnten.“

Aus der anfänglichen Filmidee wurde dann mehr. Weil mehr Schüler mitmachen wollten, als gebraucht wurden, entschied das Los über die Auswahl der zehn Teilnehmer. „Damit haben wir einen guten Querschnitt unserer Schüler zusammen. So können auch jene sich einbringen und beweisen, die bei einem strengen Talente-Casting vielleicht nicht ausgewählt worden wären“, betont Eva Kostrowski.

Mit reichlich Kreativität haben die fünf Mädchen und fünf Jungen die Idee umgesetzt. Jette, die in dem Stück den Pastor spielt, hat den Text geschrieben, andere besorgten Kostüme und Gegenstände für die Bühnendekoration.

„Die Schüler haben sich genau darüber informiert, wie sich die Menschen im Mittelalter kleideten. Jeans würden zum Stück nicht passen. Es ist eine tolle Gemeinschaftsarbeit geworden, die den Schülern viel Freude macht“, lobt ihre Lehrerin. Dass die Gruppe jetzt erneut intensiv probt und dafür die Unterrichtszeit der sogenannten Freiarbeit nutzt, ist die logische Folge des ersten großen Erfolges.

Denn als Landessieger fahren die Reriker Schüler vom 18. bis zum 20. Juni zum Bundesausscheid Fremdsprachen nach Dresden. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Damit das darstellende Spiel noch leichter von der Hand geht und überzeugender wirkt, muss jeder Mitwirkende seinen Text zunächst auch auswendig beherrschen. „Bis nächste Woche muss das jeder von Euch können“, mahnt Eva Kostrowski.

Eine Aufführung vor Mitschülern oder gar in öffentlichem Rahmen gab es bisher noch nicht. Dabei mögen die Reriker gern Theater, wie sie jedes Jahr bei Laienaufführungen vor ausverkauftem Haus oder mit dem Kleintheater-Festival auf dem Haffplatz beweisen. Mit dem Gedanken, die Schüler ihr englisches Stück auch mal in Rerik aufführen zu lassen, könnte sich Eva Kostrowski anfreunden. Ihre Schüler müsste sie erst noch davon überzeugen.

Rolf Barkhorn

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