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Startet zum 21. Dorfrock: Renft-Sonderschau in Kröpelin

Kröpelin Startet zum 21. Dorfrock: Renft-Sonderschau in Kröpelin

Ostrockmuseum gibt ab Freitag Einblicke in gut 50-jährige Geschichte der Gruppe Renft

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Aktuelle Renft-Besetzung spielt in Schmadebeck auf.

Quelle: LPG-Verein

Kröpelin. „Die Stadt unterstützt uns, wir unterstützen die Stadt“, sagt der ehrenamtliche Vorsitzende von Schmadebecks Land-Projekt-Gemeinschaft „Hügelland“, Rüdiger Kropp, zur neuen Sonderausstellung im Kröpeliner Ostrockmuseum „50 Jahre Renft“. Der Mann, der ja zudem hiesiger Bauamtsleiter und amtierender Bürgermeister ist, verkörpert quasi die Zweieinigkeit von Dorfrockern und Rathausarbeitern.

 

OZ-Bild

Die studierte Biologin Anne Haase (31) – Dorfrock-Fan und -Helferin seit Kinderjahren mit Pjotrs Geige und Querflöte, Rüdiger Kropp mit einem Klaus-Renft-Foto und dessen Fender-Bass.

Quelle: Thomas Hoppe

Am kommenden Freitag wird die neue Schau zur Geschichte der Ostrockmusik im gleichnamigen Museum in der Hauptstraße 5 von Kröpelin ab 9 Uhr starten. Anlass ist der 21. Dorfrock in Schmadebeck, mit Konzerten von Renft und Engerling. Die Exposition soll bis zum Ende Jahres gezeigt werden, heißt es. Am 1. Juli wird sie bis 16 Uhr zugänglich sein, am Sonnabend von 9 bis 14 Uhr. Um 10 Uhr wird am 2. Juli Engerling zur Autogrammstunde im Ostrockmuseum erwartet, ein Renft-Besuch um ca. 11 Uhr.

„Wir können hier wunderschöne Stücke präsentieren“, sagt Rüdiger Kropp und klappt fast etwas feierlich einen mit dunkelblauem Samt ausgeschlagenen schwarzen Instrumentenkoffer auf. Ein Aufkleber verrät, wem das Teil gehört, gehörte: „Pjotr, Klaus-Renft-Combo“.

Es enthält ein Saxophon, das Peter „Pjotr“ Kschentz (1941 bis 2005) als Renft-Musiker spielte, wie er auch Gitarre, Querflöte und Geige beherrschte. Letztere ist jetzt ebenso als Leihgabe der Pjotr-Lebensgefährtin Susanne Zorn aus Meerane nach Kröpelin gekommen.

Zu sehen sein werden in der neuen Sonderausstellung auch die Gitarre von Thomas „Monster“ Schoppe (geb. 1945), der Fender-Bass von Klaus Renft (1942 bis 2006), Instrumente anderer Band-Mitglieder, Plakate sowie Fotos des Band-Gründers, der urprünglich Jentzsch hieß und mit Renft den Geburtsnamen seiner Mutter Charlotte als Künstlernamen angenommen hatte.

Am Freitag soll vom Sohn Peter „Cäsar“ Gläsers (1949 bis 2008) – Moritz Gläser – höchstwahrscheinlich noch ein Keyboard dazukommen, verrät Rüdiger Kropp. Der Schmadebecker hatte 1996 angeregt, mit der Klaus-Renft-Combo zusätzlich zum Dorffest ein Rockkonzert zu organisieren. 20 Jahre später ist Renft in veränderter Besetzung, nach mittlerweile vier Dorfrockauftritten, wieder in Schmadebeck – nur das Dorffest ist weg. „Das ist bei dem zeitlichen Aufwand, den ich jetzt habe, einfach nicht möglich“, begründet das Rüdiger Kropp und hält es für möglich, dass im August ein kleineres Fest mit dem Abschlagen „der letzten Tonne“ stattfindet.

Renft wird in Schmadebeck mit der aktuellen Besetzung erwartet: Gisbert „Pitti“ Piatkowski (Leadgitarre), Detlef „Delle“ Kriese (Schlagzeug), Thomas „Monster“ Schoppe (Gesang, Gitarre) und Marcus „Basskran“ Schloussen (Bass). „Das Ur-Mitglied der Renft-Gruppe, Christian „Kuno“ Kunert, wird vor dem Konzert eine Einstimmung geben und der einstige Drummer der Ur-Besetzung, Jochen Hohl, wird sogar mitspielen. Wie auch zeitweise Moritz Peter Gläser, der besonders Sachen von seinem Vater bieten wird“, kündigt Rüdiger Kropp an.

Als „Vorband“ holte sich die L.P.G. Atlas Revival: „Das ist ja auch was Neues mal, die Oldies aus den 70ern und 80ern. Wir sind da sehr gespannt“, sagt Rüdiger Kropp.

Und der Gitarrist dieser Gruppe, Reinhard Dankert, ist da ganz entspannt, denn die Toleranz beim Dorfrock sei immer sehr groß, meint der Klein Nienhäger, der höchsten ein, zwei Dorfrockfestivals versäumte. Als Vorbandmitglied sei er das letzte Mal Ende der 60er/Anfang der 70er als Schiffselektrikerlehrling im Klubhaus der Neptunwerft (vor den Baltics mit Wolfgang Ziegler) aufgetreten, erinnert er sich und spannt so einen Bogen zur bisherigen Dorfrocktradition, die meistens Schülerbands zum Festivalstart sah: „So sind wir doch alle mal angefangen. Heute sind aus den Jungen von damals manche Profis geworden, andere spielen nur aus Spaß und Vergnügen.“ Atlas Revival hat u.a. Hang On Sloopy und Poor Boy in ihrem einstündigen Programm.

Rockfest in Schmadebeck

Das 21. „Dorfrock“-Festival startet am 1. Juli um 19 Uhr mit der „Atlas Revival Band“ aus der Region, der die bekannte Bluesband Engerling folgt, sowie die Urgesteine des Ostrocks „Renft“. Dorfrockkarten sind noch erhältlich im Presseshop Schwede in Bad Doberan, im Blumenladen Ulrike Winkhaus in Satow und in der Nordöltankstelle in Kröpelin. Der Vorverkaufspreis beträgt je Karte 22 Euro, an der Abendkasse kostet der Eintritt 25 Euro. Ein Dorffest schließt sich diesmal nicht an, sondern am Samstag das traditionelle Helferfest, das im vergangenen Jahr aus zeitlichen Gründen nicht stattfinden konnte. Anlässlich des Dorfrocks öffnet das Ostrockmuseum in Kröpelin am Freitag von 9 bis 16 Uhr und am Samstag von 9 bis 14 Uhr.

Thomas Hoppe

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