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Tony Mc Manus malt musikalische Bilder

Kühlungsborn Tony Mc Manus malt musikalische Bilder

Begeisterndes Konzert: Der Schotte gilt weltweit als einer der besten Gitarristen in der keltischen Musik

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Tony Mc Manus gilt weltweit als einer der besten Gitarristen für keltische Musik. Beim Internationalen Gitarren-Festival in Kühlungsborn spielte er ein beeindruckendes Konzert.

Quelle: Lutz Werner

Kühlungsborn. Wer Irland und Schottland auch nur ein wenig kennt, hatte schon bei den ersten Instrumental-Stücken, die Tony Mc Manus bei seinem Konzert beim Internationalen Gitarren-Festival vorgestern Abend in der Kunsthalle spielte, die Landschaft und ihre Menschen vor Augen. Mal raue, mal sanfte Berg-und Hügellandschaften, die fast immer grün sind.

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Begeisterndes Konzert: Der Schotte gilt weltweit als einer der besten Gitarristen in der keltischen Musik

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Mit ihren weit verstreuten Siedlungen und den typischen Steinwällen, die bis heute die Koppeln für Schafe und Rinder eingrenzen. Hohe, schroffe Kliffs, die einen weiten Blick über den Atlantik bieten. Einsame Strände und Hafenstädte mit ihren Fischkuttern, die oft schon bessere Zeiten gesehen haben. Über allem schwebt oft ein Hauch von Melancholie, der aber durch die Vitalität der Menschen immer wieder durchbrochen wird.

Gut 90 Konzertbesucher erlebten in der fast ausverkauften Halle bei tropischenTemperaturen mit Tony Mc Manus einen hochvirtuosen, perfekten Fingerstyle-Gitarristen, der die Klänge der traditionellen Instrumente der keltischen Volksmusik – Flöte, Geige und Dudelsack – auf die Gitarre übertrug. Allerdings weit jenseits der mitreißenden, lauten und fröhlichen Musik in den irischen und schottischen Pubs. Wer das erwartet hatte, kam nicht auf seine Kosten.

Der Schotte mit irischen Wurzeln, der in Quebec/Kanada lebt, macht daraus eine Kunstform – auf der Gitarre ganz besonders umgesetzt. Er zupft, wie jeder Gitarrist, die Saiten mit der rechten Hand über dem Schallloch, spielt aber zusätzlich mit der linken auf dem Steg. Und erzielt damit eine beeindruckende Klangfülle – und malt musikalische Bilder.

„Ich bin sehr froh, dass wir Tony Mc Manus für ein Konzert für unser Festival gewinnen konnten. Er ist weltweit einer der besten Gitarristen in der keltischen Musik, hat seit 1995 an mehr als 60 Studioproduktionen mitgewirkt, bisher 20 eigene CDs veröffentlicht“, sagte Franz N. Kröger, der Leiter der Kunsthalle, nach dem gelungenen Konzert.

Das Publikum applaudierte dem Gitarristen schon nach dem dritten Lied mit rhythmischen Klatschen. „Unusual“ (ungewöhnlich), kommentierte das der Musiker, der weltweit gefeiert wird, mit trockenem schottischen Humor. Dass er – mit glücklicherweise nur leichtem schottischen Akzent – auf Englisch durch sein Programm führte, war für das fach- und offensichtlich auch sprachkundige Publikum kein Problem. Der Gitarrist schwärmte nach dem Konzert von der Akustik in der Konzert- und Ausstellungshalle am Meer in Kühlungsborn: „Perfekt für meine Musik.“

Vom 19. August bis gestern standen beim 25. Internationalen Gitarren-Festival in der Kunsthalle Kühlungsborn insgesamt sechs Konzerte auf dem Programm. Gestern Abend spielte der Fingerstyle-Jazz-Gitarrist Adam Rafferty aus den USA das Abschlusskonzert. „Wir hatten im Durchschnitt 90 Besucher pro Konzert. Viele Konzertbesucher sind seit Jahren Stammgäste, kamen von weit her angereist und haben ihren Urlaub in Kühlungsborn nach den Festival-Terminen geplant“, erklärt Kunsthallen-Chef Kröger. 100 Sitzplätze gibt es bei Konzerten in der Halle. „Erneut ein sehr gelungenes Festival“, so seine Bilanz. Kröger verweist vor allem auf die Internationalität: „Wir hatten Deutsche, Briten, Schweden, Amerikaner und Brasilianer, die in der Szene allesamt große Namen sind.“

Keltische Nationen im modernen Europa

6 Nationen berufen sich im modernen Europa in ihrer Identität auf ihre keltischen Wurzeln, pflegen die überlieferte Kultur und die regional unterschiedlichen alten Sprachen: Dabei sind Schottland, Irland, Wales und die bretonische Bevölkerung in der französischen Bretagne die wichtigsten Kräfte. Nur noch wenig lebendige keltische Kultur gibt es auf der Isle of Man in der Irischen See und in Cornwall in Südwestengland.

Die meisten Regionen im vorchristlichen Europa wurden durch Kelten besiedelt oder durch ihre Kultur beeinflusst. Durch die späteren Expansionen der Römer und Germanen in diese Gebiete wurde die keltische Bevölkerung zurückgedrängt, teils auch assimiliert. Kelten wurden zu Bevölkerungsminderheiten, die in bestimmten Regionen überlebten. Die modernen Staaten oder Regionen keltischen Ursprungs sind in der Keltischen Liga vereinigt.

Lutz Werner

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