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Trommeln, schnuppern und schmecken

Kröpelin Trommeln, schnuppern und schmecken

Kröpeliner Grundschüler erleben zum Wochenbeginn „Sinnestage“ / Auch die „Jubek“ ist beteiligt

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Wie sich die Zeiten geändert haben: „Wir haben so viel Bananen gekriegt, nun müssen wir was mit den Bananen machen“, heißt es in der Küche.

Kröpelin. „Ich habs gehört bis ins Büro, das schallte gut“, sagt die Leiterin der Kröpeliner Grundschule, Manuela Jürgens, zum „Vortrommler“ Richard Leopold, dem Leiter der hiesigen Jugendbegegnungsstätte „Jubek“ und fragt die Kinder, ob es ihnen denn Spaß gemacht habe. „Jaaa, jaaa!, heißt die Antwort. Das höre sie gern, reagiert die Pädagogin und verrät noch, dass sie schon dachte, die Schüler trommelten auf dem Schulhof. Dabei sitzt der Trommelkurs zu den Projekttagen doch im Haus.

OZ-Bild

Kröpeliner Grundschüler erleben zum Wochenbeginn „Sinnestage“ / Auch die „Jubek“ ist beteiligt

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„Ja, die erleben an diesen beiden Projekttagen Schule anders“, meint Manuela Jürgens zufrieden. Sie begannen gestern und werden heute fortgesetzt. Von zehn Themen bekommen alle Grundschüler jeweils vier mit. Lose entschieden und nun wird gemalt, getrommelt, geguckt, gerochen, geklettert, gebastelt, gerollt, geschleudert, gefühlt und geschmeckt.

Richard Leopold freut sich, dass er von der Grundschule gefragt worden ist, ob er sich hier mit einem Trommelkurs beteiligen möchte. „Ich finde das total gut. Zumal jeden Mittwoch ja auch Grundschüler zum Kidsday in die Jubek kommen. Das muss ich auch noch lernen, mehr Ehrenamtliche zu beteiligen, Jugendlichen mit einer Jugendgruppenleiterkarte Aufgaben zu übertragen“, sagt er. Dann kommt die nächste altersmäßig gemischte Gruppe: „Die Viertklässler waren nicht unbedingt am weitesten in ihrer rhythmischen Ausprägung. Das war auch sehr interessant“, schätzt der Freizeitmusiker noch ein. Er spielt Gitarre, strich auch schon über einen Kontrabass, hat viel gesungen, kann Schlagzeug und Klavier spielen.

Um Geschichten, die mit Klängen von sogenannten Orff-Instrumenten untersetzt werden, geht es in einer anderen Projektgruppe.

Nach „Sommer genießen“ im Vorjahr heißt das Motto der 2017er Sommerprojekttage an Kröpelins Grundschule nämlich „Sinne“. Diese außergewöhnlichen Schuljahresabschlusstage sollen hier zur Tradition werden, erklärt dazu die Initiatorin des Ganzen, Bettina Böhme. Sie ist Klassenleiterin der hiesigen 2 b. „Wir wollen damit noch etwas zum Anfassen und Ausprobieren anbieten“, sagt sie und kümmert sich heute um Schweif-Poi. Sonst unterrichtet sie Englisch, Philosophie mit Kindern und kümmert sich um den Schulchor.

Die Poi (Maorisch für Bälle) werden hier aus zwei Socken mit Sandfüllung und vier Schleifenbändern gefertigt. Dann schwingen die Kinder ihre Produkte durch die Schulhofluft. Luca-Toni kann das auch sofort gegenläufig rotierend – das sieht gut aus. Wie auch die Mandala-Spiralen, die heute auf Pappteller oder raues Aquarellpapier gemalt werden, die gezeichneten Augen mit ganz individuellem Blick in die Welt, die Kaleidoskope, die im Werkraum entstehen oder die Eier- und verschiedenen Bananenspeisen, die in der Küche zubereitet werden. Die schmecken ja auch und riechen – obwohl der Nasenspezi heute Tom Kupetz heißt. Der Vertretungslehrer hat den Kindern zahlreiche Gläschen unter anderem mit Ringelblumen, Kamille, Schnittlauch, Oregano, Lavendel, Rosenblüten, Pfeffer und Kaffee mitgebracht und lässt sie jetzt quasi ein Forscherprotokoll ausfüllen, was wie duftet. Vorher hatte er schon geklärt, dass ein paar Jungs Benzingeruch gut finden, die weibliche Mehrheit allerdings nicht.

Nur mit Muskelantrieb geht es beim Sportwissenschaftler Sebastian Paradies in der Turnhalle zu. Er arbeitet für das bundesweit kostenlose Schulprojekt „Olympia ruft – mach mit!“ (www.symbioun.de).

Bei ihm wird gelaufen, geklettert und alles mit zugebundenen Augen wiederholt. Wie es ist, wenn jemand nicht gehen kann, können die Kinder auf drei vom Parchimer Klinikum geliehenen Rollstühlen und auf zusammengebastelten Rollbrettern erfahren.

Thomas Hoppe

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