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Villen an der Dammchaussee: Diskussion um Höhe

Bad Doberan Villen an der Dammchaussee: Diskussion um Höhe

Erster Entwurf im Ausschuss / Architekt wartet seit Monaten auf Zusage

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Bad Doberan. . Die Villenbauer im neuen Wohngebiet zwischen Kammerhof, Randstraße und Dammchaussee wollen loslegen. Im Bad Doberaner Bauausschuss wurde am Dienstagabend der erste Entwurf für eine dreigeschossige Villa mit acht Wohnungen an der Dammchaussee vorgelegt. Das Gebäude wirkt wie ein Viergeschosser – zum Missfallen von Stadt und Bauausschuss. Die sehen Handlungsbedarf. Architekt Friedhelm Trawny kritisiert die Stadt. Seit Monaten warte er auf eine Zusage.

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Erster Entwurf im Ausschuss / Architekt wartet seit Monaten auf Zusage

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Grundstücke entstehen im neuen Wohngebiet zwischen Kammerhof, Dammchaussee und Randstraße. An der Dammchaussee soll die Villenbebauung fortgeführt werden. 35 Meter groß ist die Fläche

zwischen den Bäumen und der Baugrenze.

Die Landesbau-

ordnung ermöglicht anderes, was nicht gewollt war.Norbert Sass, Stadtplanungsamt

Wir wollten keine hohe Bebauung.

Wir hätten andere Grenzen setzen sollen.Monika Schneider, Linke

„Unsere Intention war am Anfang, als der Bebauungsplan aufgestellt wurde, dass die historische Villenbebauung an der Dammchaussee in irgendeiner Form fortgeführt wird“, erläutert Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass. „Wir wollten eine zwei- bis dreigeschossige Bebauung.“ Der erste Entwurf von Architekt Friedhelm Trawny macht jetzt deutlich: Die Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht anderes, was nicht gewollt war, so Sass. Weil die Deckenhöhe im Dachgeschoss des vorgelegten Entwurfes in bestimmten Bereichen nicht der eines Vollgeschosses entspricht, zähle es nicht als solches, erläutert der Stadtplanungsamtsleiter. „Die Wirkung ist dann ein Viergeschosser. Wir können nichts dagegen einwenden, dass der B-Plan ausgereizt wird“, sagt Norbert Sass.

Bevor Arno Gutzmer, Geschäftsführer der Ostseewohnpark GmbH, die Grundstücke an der Dammchaussee verkaufen kann, muss der Bauausschuss sein Okay für die geplante Bebauung geben. „Wenn der Architekt den B-Plan ausreizt, dann ist das so“, sagte Ausschussvorsitzender Joachim Seehaus (CDU). Hartmut Polzin (SPD) merkte an: „Es ist wenig vorstellbar, dass sich jemand eine Villa zur Eigennutzung auf 700 Quadratmeter baut. Hier hat der Architekt alles ausgenutzt, was möglich ist.“ Das sei sein gutes Recht, ergänzte Monika Schneider (Linke). „Wir wollten keine hohe Bebauung. Wir hätten andere Grenzen setzen sollen.“ Heinz Beuter (Tourismusbund) sagte: „Wir haben das so nicht gewollt. Uns bleibt nur, den B-Plan zu ändern.“

Eine Lösung wurde am Dienstagabend nicht gefunden. Auf eine Zustimmung aus dem Ausschuss müssen Investor sowie Architekt weiterhin warten. „Wir warten seit mehreren Monaten vergeblich auf eine rechtsverbindliche Zusage zum Entwurf“, kritisiert Architekt Friedhelm Trawny. Er habe im Juni die ersten Entwürfe der Stadtverwaltung vorlegt. „Es sind durch die Planungen bereits erhebliche Unkosten entstanden“, so der Architekt. „Überlegungen, den B-Plan eventuell zu ändern, weil der Bauausschuss jetzt erst feststellt, dass er eigentlich keine Drei-Geschossigkeit möchte, sind unverantwortlich.“

Für die sieben reservierten Grundstücke an der Dammchaussee soll der B-Plan vorerst nicht geändert werden. „Wir sollten versuchen, diese als Einzelfall zu betrachten“, sagte Norbert Sass, damit kein Käufer ausgebremst werde. Der Bauausschuss wird sich in einer Sondersitzung im Dezember damit befassen.

Die Mitglieder folgten anschließend dem Vorschlag der Stadtverwaltung, für die Flächen an der Dammchaussee, die noch nicht reserviert sind, die Geschossigkeit zu verringern. Stimmt die Stadtvertretung am 5. Dezember zu, dürften hier nur noch Zweigeschosser entstehen.

Anja Levien

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