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Wasser und Wind im Hofatelier Doberan

Bad Doberan Wasser und Wind im Hofatelier Doberan

Jeannine Rafoth und Heidrun Klimmey machen beim Wasserfest „Aqua nostra“ mit und zeigen eigene Werke und Arbeiten von Freunden

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Jeannine Rafoth sucht immer wieder die Nähe zum Meer. Sie zeichnet ihre Werke auf Segeltüchern.

Quelle: Fotos: Matthias Schümann

Bad Doberan. Der Wind packt die Segel und legt die Boote schief. Aber auch der Horizont ist schief, überhaupt ist alles in Bewegung auf diesem Bild, das eine Regatta zeigt, in dem aber die Boote ineinander übergehen.

OZ-Bild

Jeannine Rafoth und Heidrun Klimmey machen beim Wasserfest „Aqua nostra“ mit und zeigen eigene Werke und Arbeiten von Freunden

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Schau bis Sonnabend

Die Ausstellung „Horizontline“ ist Teil des Wasserfestes „Aqua nostra“, welches noch bis 3. Juli in Bad Doberan und Heiligendamm stattfindet. Die Schau ist noch von heute bis Sonnabend im Hofatelier Rafoth Klimmey im Alexandrinenhof von 12 bis 17 Uhr zu erleben. Der Eintritt ist frei.

Geschaffen hat dieses und zahlreiche andere Werke mit einzelnen oder mehreren Segelbooten die Malerin Jeannine Rafoth. Der maritime Bezug findet sich in ihren Werken gleich doppelt. Nicht nur sind Segler und tobendes Meer bildlich dargestellt, auch der Malgrund hat seine Bedeutung: er besteht aus Segeltuch, das Rafoth gebraucht kauft. Jedes ihrer Bilder ist weit gereist und hat leibhaftig erlebt, was dargestellt ist.

Insofern stellt sich die Frage, warum Jeannine Rafoth und ihre Partnerin Heidrun Klimmey bei der derzeit laufenden Veranstaltungsreihe „Aqua nostra“ mitmachen, eigentlich nicht. Die beiden Künstlerinnen sind gewissermaßen meerverwachsen und suchen die Nähe des Wassers. „Ich bin auf Rügen aufgewachsen“, sagt Rafoth. „Wasser ist bestimmend für mich. Die Naturgewalten machen mich ehrfürchtig.“

Aus Gütersloh kommt Heidrun Klimmey. Auch sie fühlt sich dem Meer verbunden, ist selber gern mit dem Segelboot auf der Ostsee unterwegs. „Ich liebe es, mich thematisch auf etwas einzulassen“, sagt sie. Für die aktuellen Arbeiten beschäftigte sie sich intensiv mit dem Thema Wasser. Es entstanden Emaillen in dezenten Farben und mit zarten Mustern. Rafoth und Klimmey lernten sich vor einiger Zeit in Bad Doberan kennen. Sie verstanden sich so gut, dass sie in diesem Frühjahr das Wagnis eines gemeinsamen Ateliers eingingen. Ihr Hofatelier am Ziegenmarkt ist normalerweise nur der Arbeit an den eigenen Kunstwerken vorbehalten. Aber derzeit fungieren die Räume als Galerie. Rafoth und Klimmey luden befreundete Künstler ein, die nun bei ihnen ausstellen. Noch in dieser Woche zu sehen sind zum Beispiel Werke von Takwe Kaenders. Die Bildhauerin ist bekannt für ihre großformatigen Skulpturen, oft aus Metall, die wie gigantische Zeichen im Raum stehen. Für die Ausstellung im Hofatelier brachte sie ein paar kleinformatige, fast abstrakte und eher filigrane Skulpturen mit.

Zart und voller Details sind auch die Objekte der Rostocker Schmuckgestalterin Anna Silberstein. Weitere Arbeiten stammen von Sandra Schmedemann, Claudia Brepohl und Claus Goertz. „Horizontlinie“

heißt der Titel dieser vielgestaltigen Ausstellung.

Für die beiden Künstlerinnen ist es ungewohnt, das Haus ständig geöffnet zu halten. Normalerweise haben sie nur einmal in der Woche „Tag der offenen Tür“, denn die meiste Zeit brauchen sie zum Arbeiten, und das geht natürlich nur ohne Zaungäste. Für die Dauer der Ausstellung machen sie nun eine Ausnahme. Und zu Freude der Besucher, die das Hofatelier einmal von innen sehen wollen.

Mathias Schümann

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