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Weißer Pavillon wird zum Wiener Kaffeehaus

Bad Doberan Weißer Pavillon wird zum Wiener Kaffeehaus

Neuer Pächter setzt auf regionalen und österreichischen Mix / Eröffnung am 3. Juni

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Die neuen Pächter des Weißen Pavillons auf dem Doberaner Kamp: Michael Mayer mit Partnerin Anke Krenth und Söhnchen Anakin.

Quelle: Foto: Lennart Plottke

Bad Doberan. Original Wiener Melange, Tiroler Fischpfanne oder ungarischer Gulasch auf den Tischen, dazu jede Menge Live-Musik mit Saxophon, Klavier oder Akkordeon – so könnte es aussehen, das neue Leben im Weißen Pavillon. „Für unsere Gäste soll sich ein Besuch anfühlen wie ein kleiner Urlaub im Park“, sagt Michael Mayer und lächelt. Zusammen mit Partnerin Anke Krenth ist der 41-Jährige neuer Pächter des traditionsreichen Restaurants auf dem Doberaner Kamp. „Wir stellen uns hier einen Musik-Pavillon im Stile eines Wiener Kaffeehauses vor“, erklärt der gebürtige Österreicher. „Das österreich-ungarische Flair sollte schon rüberkommen.“

OZ-Bild

Neuer Pächter setzt auf regionalen und österreichischen Mix / Eröffnung am 3. Juni

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Henryk Ott,

Inhaber Weißer Pavillon Bad Doberan

Hoffen auf Kontinuität

Seit einigen Monaten steht der Weiße Pavillon leer. „Mit dem Vorpächter, der hier drei Jahre tätig war, gab es vor allem auf kaufmännischer Seite ein paar Probleme“, sagt Inhaber Henryk Ott.

„Ich bin aber ganz zuversichtlich, dass wir jetzt wieder mehr Kontinuität bekommen.“ Zum einen habe Mayers Konzept überzeugt, so Ott. „Andererseits kennen sich die neuen Pächter in diesem Metier aus und haben schon bewiesen, dass sie es können.“

Seit anderthalb Jahren lebt Michael Mayer in Bad Doberan – nach MV hat es den Burgenländer aus familiären Gründen verschlagen. „Meine Lebensgefährtin kommt aus der Region, die Verwandtschaft ist hier – das passt alles.“ Noch bis Ende des Monats ist der 41-Jährige Küchenchef im Restaurant „Zikke“ im Doberaner Alexandrinenhof. „Ich habe hier gut ein Jahr erfolgreich gearbeitet – jetzt ist für mich genau der richtige Zeitpunkt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.“

Deshalb werde er sich künftig voll auf den Weißen Pavillon konzentrieren, so Mayer: „Tagsüber planen wir eine kleinere Karte für den Hunger zwischendurch – am Abend wollen wir dann komplett umstellen und feine Gerichte mit österreichischem Einfluss anbieten.“

Produkte aus der Region

Dabei soll möglichst viel Fleisch, Fisch und Gemüse aus der Region verwendet werden: „Auf Vorbestellung kann es dann auch mal ein Dry-Aged- oder Wagyu-Rind sein – die Leute sollen bei uns besondere Genüsse erfahren.“ Der regionale Bezug werde sich auch an den Wänden des Restaurants widerspiegeln, so Mayer: „Hier können regelmäßig Künstler aus der Umgebung ihre Werke ausstellen.“

Daneben will das neue Pächter-Paar auch Familien ansprechen. „Deshalb wird es im Restaurant auch eine Kinderecke geben“, erklärt der Vater eines dreijährigen Sohnes.

Viel ändern wolle er an dem denkmalgeschützten Gebäude nicht, macht der gebürtige Österreicher deutlich: „Das passt doch, so wie es ist, total in die Umgebung.“ Ein weiteres Pfund: das historische Turmzimmer in der zweiten Etage. „Da haben wir jetzt schon Reservierungen“, freut sich der neue Pächter. Kein Wunder: Wer die 46 Wendeltreppenstufen erklimmt, „ist hier absolut autark“, erklärt Mayer. „Also optimal für Gesellschaften und festliche Anlässe.“

Am 3. Juni wird der Weiße Pavillon offiziell wiedereröffnet. Carl Theodor Severin erbaute das Haus zwischen 1810 und 1813 als einen „Ort, an dem Musik erklingen sollte“. Genau in dieser Tradition wollen Michael Mayer und Anke Krenth das Restaurant jetzt fortführen. Der einmal im Monat geplante Jazz-Brunch soll hierfür nur ein Anfang sein . . .

Historisches Gebäude im Herzen der Stadt

1810 bis 1813 erbaute Carl Theodor Severin auf dem Kamp den „Weissen Pavillon“ als einen „Ort, an dem Musik erklingen sollte“.

Rund 60 Personen fasst das Restaurant insgesamt – ähnlich viele Plätze gibt es noch einmal auf der umlaufenden Terrasse im Außenbereich.

Das historische Turmzimmer in der zweiten Etage kann auch weiterhin für Familienfeiern und festliche Anlässe mit bis zu 24 Personen genutzt werden.

Lennart Plottke

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