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Zeitgenössisches von sieben Künstlern

Kühlungsborn Zeitgenössisches von sieben Künstlern

Kühlungsborner Kunsthalle zeigt Arbeiten aus der Galerie Hamann / Formen, Flächen und viel Licht

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Arbeiten von Künstlern aus ihrer Galerie zeigt Kristin Hamann aus Wismar in der Kunsthalle. Kirk Sora (links) und Sven Ochsenreither gehören zu denjenigen, die mit ausstellen.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Kühlungsborn. „Neue Energien“ beflügeln die Kunsthalle, deren Leiter Franz-Norbert Kröger seit Langem einmal pro Jahr eine Galerie einlädt, sich zu präsentieren.

OZ-Bild

Kühlungsborner Kunsthalle zeigt Arbeiten aus der Galerie Hamann / Formen, Flächen und viel Licht

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„Um andere Positionen von Kunst näherzubringen“, sagt Kröger. Kristine Hamann aus Wismar zeigt nun bis zum 24. April zeitgenössische Kunst aus ihrer Galerie von Sven Ochsenreither, Sebastian Menzke, Knut Wolfgang Maron, Stefan Kratz, Jens Hausmann, Isabell Borges und Kirk Sora.

Als Schattenkünstlerin bezeichnet sich Kristine Hamann. „Viele Galeristen wären wohl selbst gern Künstler geworden“, sagt die 36-Jährige, die ihre Stärken neben dem Management darin sieht, Künstler zusammen- und weiterzubringen. Regisseurin und Dramaturgin zu sein. Denn eines steht fest: Eine Ausstellung auszustatten, in der vom künstlerischem Ansatz her so verschiedene Werke zu sehen sind, ist eine Herausforderung und bedarf großer Vorstellungskraft, Feinfühligkeit, die Fähigkeit der Komposition — und Geduld. „Eine Halle, die herausfordert“, sagt sie und ergänzt, „Die Zusammenarbeit mit Franz-Norbert Kröger verlief sehr angenehm und entspannt." Übergroße figurative Bilder wie das Hochhaus von Jens Hausmann wollen geschickt gehängt werden. Wie auch die kleinformatige Serie mit poetischen fotografischen Arbeiten von Knut Wolfgang Maron, den demontierten und neu zusammengefügten Figuren von Sebastian Menzke — er erhielt kürzlich den 1. Preis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe. Auch die quadratische Fotokunst in amorphen Formen und Flächen von Kirk Sora, die blauen verfremdeten Fotos des Stefan Kratz, den magischen Lichtwäldern in Serie von Sven Ochsenreither und der von Rhythmus strukturierten Flächen von Isabelle Borges möchten und brauchen Platz für sich. Es ist deshalb eine übersichtliche Exposition, die jedoch in sich sehr komplex ist.

Nichts erschlägt, den Bildern wird Raum für Selbstentfaltung gegeben. So kann die Vielfalt an künstlerischem Ausdruck auch vom Betrachter begriffen und genossen werden.

Kristine Hamann gründete ihre Galerie 2011. Sie liebt Farbigkeit und ein Spannungsfeld zwischen Abstraktion und realistisch anmutenden Darstellungen. Kunst, die von klassischer Sehweise abweicht und sich trotzdem an traditionell akademischer Kunst anlehnt. „Die Kunst ist abhängig von der jeweiligen Zeit — und wie sehen wir die Bilder in ein paar Jahren?“ Das sind Fragen, die sich die Galeristin öfter stellt. „Bleiben die Arbeiten aktuell oder verändert sich die Betrachtungsweise?“ Fragen, die auch den Fotokünstler Kirk Sora beschäftigen. Er studierte Malerei und schloss als Meisterschüler von Hans Peter Adamski ab. Sora arbeitet analog im Mittelformat und mit natürlichem Licht. „Ich male mit Licht!“, sagt er. „Licht hat alles, was ich brauche.“ Soras künstlerisch arrangierte Farb-Male lassen den Blick wieder schwer von ihnen wenden.

Auch Sven Ochsenreither hält seinen Fokus auf Lichtkompositionen. Seit fast zwölf Jahren sind Kinder sein Hauptmotiv. Immer bildet dabei Licht eine besondere Kulisse. Nun hat er eine neue Ausdrucksform gefunden, die er erstmals in der Kunsthalle präsentiert: Er malt Wälder, in denen er magisch anmutende Punkte und Streiflichter positioniert. „Es gibt ein gewisses Bild, das man in sich trägt und so nach außen bringt“, sagt er. Eine Serie, die sich weiterentwickelt — wie alle ausstellenden Künstler ebenfalls und die Galeristin selbst.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 12 bis 17 Uhr

Von Sabine Hügelland

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