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Kunstrasen, Flutlicht, Haus: Verein investiert in Sportplatz

Bad Doberan Kunstrasen, Flutlicht, Haus: Verein investiert in Sportplatz

Der Fußballplatz am Busbahnhof soll Ende Juli erneuert werden / Doberaner Fußball Club hat Geld gesammelt / Investition in Licht und Gebäude / Streit um Lärm hält an

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Andreas Jahncke, Vorsitzender des Doberaner Fußball Clubs, auf dem abgenutzten Kunstrasenplatz am Busbahnhof.

Quelle: Anja Levien

Bad Doberan. Der Sand schimmert an vielen Stellen durch, die Grashalme sind platt – der Kunstrasenplatz am Busbahnhof muss dringend erneuert werden. Jetzt hat der Doberaner Fußball Club (DFC) das Geld zusammen – nach fünf Jahren Spenden sammeln, Sponsoren suchen und Fördermittel beantragen. Ende Juli soll der Platz erneuert werden. Doch das ist nicht die einzige Investition, die ansteht. Die Flutlichtanlage entspricht nicht mehr den Anforderungen, mit dem Neubau der Sporthalle fehlt dem Verein ein Lagerraum. Daher soll ein Mehrzweckgebäude mit Umkleiden, Vereinsbüro, Toiletten und Lagermöglichkeiten gebaut werden.

Ein Loch in der Hose ist nach dem Training der Spieler nicht ungewöhnlich. „Der Kunstrasen ist wie Sandpapier“, sagt DFC-Vorsitzender Andreas Jahncke. „Hinfallen, grätschen, rutschen geht fast gar nicht.“ Denn der 15 Jahre alte Kunstrasen ist abgenutzt. „Das ist Rasen einer alten Generation, heißt, er ist mit Sand verfüllt. Selbst durch Pflege ist der nicht mehr zu halten“, erläutert Andreas Jahncke und zeigt, dass die „Grashalme“ gar nicht mehr aufrecht stehen. Dabei wird der Platz einmal in der Woche gebürstet. Dafür hat der Verein 4000 Euro in einen Rasentraktor investiert.

Jetzt ist Besserung in Sicht. „Die Förderzusage kommt in den nächsten Tagen ins Haus“, sagt Andreas Jahnke, rund 179 000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Etwa 59500 Euro steuert die Stadt bei. Der Verein selbst bringt rund 116000 Euro auf. „Wir haben über die Hälfte an Eigenkapital zusammen. Für den Rest nehmen wir einen Kredit auf“, sagt Jahncke. Und damit dieser so gering wie möglich wird, wird noch bis zum Sommer weiter gesammelt. Wenn der alte Kunstrasenplatz entfernt wird, kann, wer will, für einen Euro pro Quadratmeter, Kunstrasen mit nach Hause nehmen. Da die Bauarbeiten auch noch beim Start der Spielsaison andauern, wird sich der Verein für die Zeit Ausweichplätze suchen.

Nächste Investition des Fußballclubs, der den Platz für 30 Jahre gepachtet hat, wird dann die Flutlichtanlage sein. Der Landesfußballverband hatte den Club beauftragt, ein Lichtgutachten zu erstellen. „Wahrscheinlich gab es Beschwerden von anderen Vereinen“, vermutet Jahncke. Ergebnis: „Es muss eine bestimmte Lichtstärke herrschen, die wir leider nicht erreichen.“ Flutlichtspiele sind daher nicht mehr möglich. Zwischen 12000 und 15000 Euro kosten neue Leuchtkörper für die sechs Masten. Für den Bau eines Mehrzweckgebäudes auf dem Platz sollen die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am Montag die Weichen stellen und das Vorhaben in den Bebauungsplan aufnehmen. Dies wurde im Vorfeld bereits in den Ausschüssen thematisiert, in denen es auch um Lärm ging. Das Aktionsbündnis gegen Lärm macht bereits länger darauf aufmerksam, dass der Lärm im Stadtzentrum durch den DFC zunehme. Ruhezeiten würden systematisch verletzt. Eine Beschallung fände auch während der Mittagsruhe statt. Hinzu komme der Lärm vom Parkdeck, das als Partymeile, Rennstrecke und Spielplatz missbraucht werde.

„Mit dem DFC gibt es einen langfristigen Pachtvertrag, darin enthalten ist eine Auflage zum Thema Lärmemission“, machte Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass im Bauausschuss klar. Diese basiert auf Lärmgutachten, die angefertigt wurden. „Wir halten uns konkret an die Vorgaben“, so Jahncke. Das Areal sei ein Vereins- und Schulsportplatz. An 13 Heimspielen im Jahr gebe es Lautsprecherdurchsagen.

Für Veranstaltungen wie das Sommerfest gebe es Sondergenehmigungen. „Wir wollen keinen Streit. Wir wollen, dass alle sich wohlfühlen.“

Kunstrasenplatz ist 15 Jahre alt

354600 Euro wird der neue Kunstrasenplatz für den Sportplatz am Busbahnhof kosten. 80 Prozent kommen aus Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) sowie durch den Eigenanteil der Kommune (59596 Euro) zusammen. Der Doberaner Fußball Club selbst muss 116213 Euro aufbringen.

14 Mannschaften im Spielbetrieb nutzen den Platz. Hinzu kommt der Schulsport. 13 Heimspiele finden im Jahr auf der Rasenfläche statt, die mittlerweile 15 Jahre alt ist.

Das Sommerfest findet am 25. und 26. Juni mit Spielen der G- und F-Junioren sowie am 2. und 3. Juli mit Wettkämpfen der E- und D-Junioren statt.

Anja Levien

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