Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° Gewitter

Navigation:
Marode Brücke wird saniert

Parkentin Marode Brücke wird saniert

Arbeiten am Parkentiner Stegebach sollen noch im November starten / Streit über hohe Kosten

Voriger Artikel
Schmuck und Grafik am Strom

Muss erneuert werden: An der Fußgängerbrücke ist die Stand- und Verkehrssicherheit nicht mehr dauerhaft gegeben.

Quelle: Fotos: Lennart Plottke (2), Jana Franke

Parkentin. 235 827 Euro – so viel soll die Instandsetzung der Fußgängerbrücke über den Stegebach in Parkentin kosten. Sagt zumindest die Kostenschätzung der Ingenieurgesellschaft BDC Dorsch Consult aus Rostock. Demnach müssen die Unterbauten komplett erneuert sowie die vorhandene Wehranlage instand gesetzt werden. Darüber hinaus wird der Brückenüberbau verstärkt und erhält ein neues Geländer.

OZ-Bild

Arbeiten am Parkentiner Stegebach sollen noch im November starten / Streit über hohe Kosten

Zur Bildergalerie

Hohe Kosten

254 000 Euro

soll die Sanierung der

Fußgängerbrücke

über den Stegebach kosten.

95 000 Euro

muss die Gemeinde an

Eigenanteil aufbringen.

In den kommenden

Monaten müssen die Unterbauten komplett erneuert sowie die

vorhandene

Wehranlage instand

gesetzt werden.

Darüber hinaus wird der Brückenüberbau verstärkt und erhält

ein neues Geländer.

Die Arbeiten

sollen noch im

November beginnen.

Dennoch: „Wenn man die Kosten für so eine kleine Fußgängerbrücke sieht, kann einem schwindelig werden“, meinte Parkentins Bürgermeisterin Gabriele Kalweit auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. „Das hat sich in den vergangenen Wochen dermaßen hochgeschleudert – einfach nicht zu fassen.“ Denn obwohl die Gemeinde mit Fördermitteln in Höhe von gut 139 000 Euro rechnen könne, bleibe immer noch ein Eigenanteil von gut 95 000 Euro, so Kalweit.

Zu viel, findet auch Yann-Christoph Collin: „Das erinnert mich schon ein bisschen an einen Selbstbedienungsladen“, sagte der Gemeindevertreter. „Können wir für dieses Geld die Brücke nicht gleich selbst sanieren?“ Überhaupt sei im Vorfeld zu wenig über Alternativen gesprochen worden, kritisierte Collin.

Ein untauglicher Einwand, meinte Gabriele Kalweit: „Es gab genügend Beschlüsse, wir haben seit Monaten darauf hingearbeitet, dass die Arbeiten hier jetzt losgehen können – aber Herr Collin kann sich gern noch einmal mit den Fördermittelgebern und dem Ingenieurbüro auseinandersetzen.“ Zudem gehe es bei der Baumaßnahme nicht nur um eine bloße Brückensanierung, erklärte die Bürgermeisterin: „Es gibt unterspülte Auflagen, zentimeterbreite Spalte im Mauerwerk, verschobene Stützwände – in einem Gutachten wurde festgestellt, dass tragfähiger Baugrund erst ab einer Tiefe von etwa 4,20 Meter bis 5,30 Meter ansteht.“

Dies mache eine Neugründung der Fußgängerbrücke bis in den tiefgelegenen tragfähigen Baugrund notwendig, so Kalweit. Und: „Damit wir den Stegebach für die Feuerwehr anstauen können, muss die Wehranlage grundlegend erneuert werden – das Sperrwerk schließt nicht mehr, der Bach wird so immer wieder ausgespült.“

Um die Fördermittel in der angekündigten Höhe nutzen zu können, müsse noch in diesem Jahr mit ersten Arbeiten begonnen werden, betonte Kalweit: „Die Prüfung der Angebote läuft, die Mittel stehen bereit, der Landkreis hat uns aufgefordert, umgehend zu handeln – mehr können wir jetzt nicht mehr machen.“

Für Yann-Christoph Collin eine unbefriedigende Aussage: „Unser Ziel ist doch eigentlich gelebte Demokratie – ich verbringe hier nicht meine Abende, um zu allem Ja und Amen zu sagen.“

Sahen die Gemeindevertreter mehrheitlich offenbar anders – und vergaben für einen zügigen Baubeginn den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter.

Lennart Plottke

Voriger Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald

Stadt investiert bis zur nächsten Wassersportsaison über eine halbe Million Euro

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Bad Doberan
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.