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Mühle, Grenzturm, Strandmobil: Europäische Union fördert die Region

Bad Doberan Mühle, Grenzturm, Strandmobil: Europäische Union fördert die Region

Zwölf Projekte werden 2017 mit Geld aus dem Leaderprogramm unterstützt

Bad Doberan. Hunderttausende Euro fließen auch 2017 in die Region rund um Bad Doberan. Eine Radler- und Wanderherberge in Rethwisch, ein barrierefreier Strandzugang für Nienhagen und die Restaurierung des Grenzbeobachtungsturms BT 11 in Börgerende sollen unter anderem mit Geld aus dem Förderprogramm Leader der Europäischen Union unterstützt werden. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern muss noch zustimmen. Insgesamt sieben Millionen Euro investiert die EU zwischen 2014 und 2020 in die Leader-Aktionsgruppe Ostsee-DBR. Dieses Jahr wurden bereits zahlreiche Projekte realisiert.

Während in Russow die neue Pilgerstätte mit Unterkunft, Lehmbackofen und Anbindung an die historischen Pilgerrouten noch in diesem Jahr fertig werden soll, möchte die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Rethwisch im nächsten Jahr das Vorhaben einer Wander- und Radlerherberge angehen. Beide Projekte sind von Leader gefördert. Die „Begegnungsstätte Backhaus Rethwisch“ soll für kleine Jugendgruppen als Unterkunft für zwei bis drei Nächte hergerichtet werden, erläutert Pastorin Ulrike Dietrich. „Das Backhaus wurde länger nicht genutzt. Dach und Elektronik sollen gemacht werden“, so die Pastorin. Auch die Sanitäranlagen müssten saniert werden. Und der Lehmbackofen am Backhaus, der in den 90er-Jahren gebaut wurde, solle wieder öfter genutzt werden. Das Vorhaben kostet insgesamt 70000 Euro, 63000 Euro sollen gefördert werden.

Seit 1992 wird der ländliche Raum mit Hilfe von Leader gefördert. „Das Wichtigste für die Weiterentwicklung der Region, ist die Lebensqualität zu erhöhen und zu sichern, damit die Menschen nicht wegziehen“, sagt Olaf Pommeranz, Regionalmanager der Leader-Region Ostsee-DBR. Daher sei ein Ziel die Daseinsvorsorge. Ein zweites sei die touristische Förderung, sagt Pommeranz. „Damit meine ich keine neuen Hotelbettenhochburgen, sondern, wenn Gemeinden Wanderwege ausbauen oder Mehrgenerationenspielplätze schaffen wollen.“ So wie beispielsweise in Kröpelin. Der Spielplatz für Jung und Alt wurde für 55647 Euro erbaut. 50082 Euro wurde über Leader gefördert.

Die Mitglieder der Leader-Aktionsgruppe Ostsee-DBR entscheiden nach bestimmten Kriterien, welche Projekte gefördert werden. Dafür wurde im Vorfeld eine Strategie ausgearbeitet, wie sich die Region entwickeln soll, erläutert der Regionalmanager. „Wir gucken, dass wir Projekte fördern, die sonst keine Chance haben. In den vergangenen Jahren haben wir dadurch die Attraktivität der Region gesteigert“, so Pommeranz.

So wurde in diesem Jahr beispielsweise die Schaumühle im alten Wirtschaftshaus auf dem Klostergelände in Bad Doberan mit Leader-Fördermitteln gebaut und die Grabmäler saniert. Am Satower See wurden zwei Angelstege angebracht und die Reriker Schulen haben eine mobile Bühne und ein Stage-Piano erhalten.

Im kommenden Jahr kann sich unter Vorbehalt der Zustimmung des Landesministeriums die Tafel Bad Doberan über eine Unterstützung von 25498 Euro freuen. „Das ist die Startfinanzierung für die Personalstelle“, erläutert Olaf Pommeranz. Für den geplanten barrierefreien Strandzugang im Ostseebad Nienhagen soll auch ein Strandmobil angeschafft werden, mit dem behinderte Menschen auch ins Wasser können. Gesamtkosten: 7535 Euro. Davon werden 6782 Euro gefördert. In Börgerende soll der Grenzturm ähnlich wie in Kühlungsborn saniert und für Besucher zugänglich gemacht werden. Das Vorhaben wird mit 64260 Euro gefördert. In Kühlungsborn soll für die Nachwuchssegler ein Jüngstensegelzentrum entstehen. 340849 Euro könnten hier gefördert werden.

Jedes Jahr können bis zum 30. Juni Projektideen eingereicht werden. Olaf Pommeranz: „Wir hoffen, dass wir ein Baustein dafür sind, dass die ländliche Region attraktiv bleibt.“

Anja Levien

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