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Nach Abriss: Kita-Kinder mit Senioren unter einem Dach

Satow Nach Abriss: Kita-Kinder mit Senioren unter einem Dach

Während der Bauphase werden „Knirpse“ im angrenzenden Wohnhaus betreut / Die Lütten schauen begeistert den Bauarbeitern zu / Im Spätsommer soll Neubau fertig sein

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Ihr altes Kita-Haus ist abgerissen. Interessiert schauen die Mädchen und Jungen der Satower Kita „Knirpsenland“ den Bauarbeiten zu. Und viele wollen jetzt Baggerfahrer werden.

Quelle: Fotos: Renate Peter

Satow. Die meisten Lütten der Satower Kindertagesstätte „Knirpsenland“ wollen Baggerfahrer werden. Klar. Jeden Tag können sie jetzt den Bagger beobachten, der sich direkt neben ihrer Kita in die Erde wühlt. Sogar ein Kran steht jetzt neben der Einrichtung. Das alte Kita-Haus wurde Ende August/Anfang September abgerissen. „Vorher durften die Ferienkinder noch die Fußböden bemalen und sich kreativ so richtig austoben“, erzählt Kita-Leiterin Marika Drecoll. Dann konnten die Lütten hautnah den Abriss beobachten und schauen jetzt zu, wenn ihr neues Haus gebaut wird. „Wer will fleißige Handwerker seh’n. Der muss zu uns Knirpsen geh’n“ – so steht es im Eingangsbereich der Kita, abgewandelt vom bekannten Kinderlied.

OZ-Bild

Während der Bauphase werden „Knirpse“ im angrenzenden Wohnhaus betreut / Die Lütten schauen begeistert den Bauarbeitern zu / Im Spätsommer soll Neubau fertig sein

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Das alte Gebäude ist weg. 1976 war es eröffnet worden. „Da hängen Erinnerungen dran“, sagt Marika Drecoll etwas wehmütig. Sie ist seit 1980 in der Einrichtung und leitet sie seit 1999.

105 Mädchen und Jungen werden derzeit in den Gruppen des Kindergartens und der Krippe betreut. Eigentlich sollten nach dem Abriss Container als Übergangslösung aufgestellt werden. Doch die Preise waren so hoch geworden und die Lieferzeit zu lang. „Da haben wir nach anderen Möglichkeiten gesucht“, sagt Satows Bürgermeister Matthias Drese. Zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe mussten untergebracht werden. Eine Gruppe Kindergartenkinder ist jetzt im Experimentierraum. Eine weitere mit 14 und eine Krippengruppe mit 12 Kindern sind im angrenzenden Wohnhaus untergekommen. Bis in die 1990er-Jahre war das Haus Kita-Gebäude. Dann wurde es umgebaut zu Betreutem Wohnen. „Zwei Wohnungen standen jetzt leer. Das war Glück“, sagt Matthias Drese. Der Bereich wurde abgeteilt, die Räumlichkeiten für die Kinder hergerichtet, der Flur renoviert. Gestört fühle sie sich nicht durch die Kinder, sagt Maria Hogh. Die 85-Jährige ist eine der Mieterinnen im Haus. Seit fünf Jahren wohnt sie hier. „Mit den Kindern unter einem Dach, das geht gut. Die sind nicht so laut wie die“, sagt sie und nickt schmunzelnd in Richtung der Baustelle. Doch auch das sei erträglich. Maria Hogh ist die einzige, die den ganzen Tag im Hause ist. Die meisten Mieter werden in der Tagespflege betreut.

Ein Container steht trotzdem auf dem Gelände: Hier ist die Küche eingerichtet. Elvira Fellber und Anita Possehl verteilen hier das Essen, das während der Bauphase angeliefert wird, bereiten die Zwischenmahlzeiten vor und kochen den Tee. „Natürlich müssen wir uns umstellen. Aber es geht alles“, sagt die Kita-Leiterin.

Anfang 2017 soll, wenn es das Wetter zulässt, Richtfest des neuen Hauses sein. Im Spätsommer soll der Ersatzneubau fertig sein. Dann werden 150 Kindergarten- und Krippenkinder in der Einrichtung „Knirpsenland“ betreut. „Es gibt Wartelisten, vor allem auf Krippenplätze“, sagt Marika Drecoll. Die Gemeinde lässt den Neubau für fast drei Millionen Euro errichten – mit Fördermitteln.

Während der Bauzeit ist an der Straße die Geschwindigkeit auf 30 km/h und die Parkzeit auf dem kleinen Parkplatz an der Straße auf 30 Minuten beschränkt.

45 Plätze mehr

3 Millionen Euro kostet der Bau des neuen Kita-Gebäudes.

1 Million Euro sind Fördergelder vom Ministerium für Inneres und Sport. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz steuert über den Fonds der integrierten ländlichen Entwicklung 500000 Euro dazu.

105 Kinder werden derzeit in der Einrichtung betreut.

150 Plätze für Kinder werden es mit dem Neubau sein.

Renate Peter

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