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Nach dem Abi zieht‘s Schüler ins Ausland

Bad Doberan Nach dem Abi zieht‘s Schüler ins Ausland

Auf der Bildungsmesse in Bad Doberan standen duale Studiengänge sowie Freiwilligen-Dienste hoch im Kurs

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War gestern im Doberaner Gymnasium dicht umlagert: Stabsfeldwebel Otto Höffler warb für eine Ausbildung bei der Bundeswehr.

Quelle: Fotos: Lennart Plottke

Bad Doberan. „Eigentlich will ich Grundschul-Lehrerin werden“, sagt die 16-jährige Emely Leutert mit entschlossenem Blick. „Das ist schon ziemlich klar.“ Und auch Mitschülerin Inga Lünz hat mit ihren 17 Jahren schon sehr konkrete Berufs-Vorstellungen: „Wenn es klappt, würde ich gern Medizin studieren“, erklärt die Elftklässlerin. Dennoch können weitere Anregungen ja nicht schaden — und so haben sich die Kühlungsbornerinnen heute vom Schulzentrum des Ostseebades Richtung Doberaner Gymnasium aufgemacht, um sich auf der 17. Bildungsmesse über Studienangebote und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Insgesamt 20 Unternehmen, Verbände, Akademien und Hochschulen präsentieren sich hier vor Doberaner und Kühlungsborner Schülern der Klassenstufen zehn bis zwölf. „In diesem Jahr sind wirklich alle Universitäten und Fachhochschulen des Landes mit dabei“, sagt Birgit Rahn, Organisatorin und Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Rostock. „Studiengänge in MV sind natürlich ein Schwerpunkt der Messe — das Spektrum reicht hier von den Agrarwissenschaften bis hin zur Zahnmedizin.“

Was sie besonders freue: „Erstmals informieren an allen Ständen auch Studenten“, so Rahn. „Die haben doch zu den Schülern einen ganz anderen Draht, gehen anders auf die jungen Leute zu — das scheint sehr gut anzukommen.“ Eine wichtige Rolle hätten neben einem Studium an Unis und Fachhochschulen auch Angebote dualer Studiengänge gespielt, sagt die Berufsberaterin: „Deshalb stellen sich auch viele Firmen aus der Region vor, die genau diese Möglichkeiten anbieten.“ Darüber hinaus seien auch „Berufe in Uniform“, wie etwa bei der Polizei, der Bundeswehr oder beim Zoll, sehr stark nachgefragt, so Rahn.

Damit der regionale Nachwuchs nicht nur häppchenweise an einzelnen Ständen informiert wird, gibt es zusätzlich jede Menge Kurzvorträge — etwa über Studierfähig- und -fertigkeiten oder spezielle Erwartungen der jeweiligen Bildungseinrichtungen.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt: „Die Schüler wünschen sich zunehmend Überbrückungsangebote nach der Schulzeit“, hat Birgit Rahn festgestellt. „Nach zwölf Jahren pauken wollen viele noch nicht gleich ins Ausbildungs- und Berufsleben starten.“ Hoch im Kurs: Auslandsaufenthalte und Freiwilligendienste. „Ich würde nach der Schule auch erstmal gern für ein Jahr als Au-pair ins Ausland zu gehen“, sagt die Kühlungsbornerin Inga Lünz. Ebenso heiß begehrt sind sogenannte „Work and Travel“-Angebote. Dabei ist die Palette breit: Ob Gäste betreuen in Chile, den Gemüsegarten in Norwegen hegen und pflegen, Kinder im Sommer-Camp in den USA oder England bespaßen oder frei und unabhängig durch Australien, Neuseeland und Kanada reisen — „das könnte ich mir sehr gut vorstellen“, sagt auch Ingas Mitschülerin Line Peters.

Ob sie die dann gesammelten Erfahrungen in ihrem späteren Job nutzen kann? „Das werden wir sehen“, meint die 17-jährige Kühlungsbornerin und lächelt. „Aber schaden kann es einer künftigen Event-Managerin bestimmt nicht.“ Wobei: So ganz sicher, wohin ihr beruflicher Lebensweg sie eines Tages verschlagen wird, sei sie sich dann doch noch nicht, gibt Line zu: „Aber genau dafür sind Veranstaltungen wie die Bildungsmesse ja da — das hilft uns bei unserer möglichen Berufswahl schon ein bisschen weiter.“

Arbeitsmöglichkeiten in fernen Ländern sowie duales Studium im Fokus

20 Aussteller präsentierten sich gestern auf der 17. Bildungsmesse im Doberaner Friderico-Francisceum vor Zehn- bis Zwölftklässlern der Region.

Schüler des Doberaner Gymnasiums, des Schulzentrums in Kühlungsborn sowie der Fachoberschule Bad Doberan informierten sich über Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten.

Unter den Ausstellern waren alle Universitäten und Fachhochschulen des Landes, dazu kamen Akademien, öffentliche Verwaltungen sowie die Bundeswehr.

Großes Interesse weckten beim Nachwuchs neben konkreten Ausbildungsangeboten vor allem Vorträge über Arbeitsmöglichkeiten im Ausland oder ein duales Studium.

Von Lennart Plottke

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