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Außerplanmäßig sind 79300 Euro nötig

Neubukow Außerplanmäßig sind 79300 Euro nötig

Neubukows Stadtvertreter stimmten mehrheitlich Ausgaben für „unvorhersehbare und unabweisbare“ Maßnahmen zu

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Für außerplanmäßige 5000 Euro errichteten Mitarbeiter des Neubukower Stadtbauhofes diesen Zaun und den neuen Fußweg (r.).

Quelle: Thomas Hoppe

Neubukow. Auf Betreiben des Neubukower Haupt-, des Ordnungs- und des Bauamtes seien ungeplante Maßnahmen im Gesamtwert von 79300 Euro eingereicht worden, die dringend gewesen bzw. unabweisbar seien und zum Teil sogar schon erledigt werden mussten, wie Kämmerer Frank Marienberg die Stadtvertreter auf ihrer öffentlichen Sitzung vom 5. Juli informierte.

Bei kleinen Summen fängt es an und so klein ist diese Summe nicht.“Michael Harms kontra Servicestation

So waren wegen Gefahr im Verzug „durch die heftigen Witterungsbedingungen“ im Lindenweg Baumpflegemaßnahmen für 3000 Euro erforderlich gewesen. „Da waren einige große Äste runtergekommen, sodass da dringend was gemacht werden musste“, erinnerte Frank Marienberg. Am Jungfernstieg mussten sogar fünf Bäume gefällt werden, was 5000 Euro kostete. Erledigt ist derweil auch die Errichtung eines Zauns und die Verlegung eines Fußweges am Netto in der Wismarschen Straße/Einmündung Panzower Weg. „Seit Langem ein Unfallschwerpunkt“, wie der Amtsleiter betonte, bevor er ergänzte, dass ja auch von allen Fraktionen gefordert worden war, dass hier etwas passieren müsse, um die Gefährdung von Fußgängern zu reduzieren. Wie dazu Bürgermeister Roland Dethloff einwarf, hätte der 5000-Euro-Auftrag von Mitarbeitern des Bauhofes abgearbeitet werden müssen, weil sich keine Baufirma auf die entsprechende Ausschreibung der Stadtverwaltung gemeldet hätte.

5300 Euro würden für die regelmäßige Reinigung des Bürgerhauses fällig, hieß es weiter. Bislang hätte sich hier der über den Schliemannklub angestellte, langjährige Leiter des Hauses, Christian Bresching, „wohl nebenbei damit beschäftigt“, doch mittlerweile müsste das die Bibliothekarin, Sabine Tonn, die ja auch das Bürgerhaus leitet, machen. Sie jedoch auch noch als Reinigungskraft einzusetzen, würde nicht gehen, hieß es. Für neue PC-Technik im Bürgerhaus, die alte sei verschlissen und nicht mehr netzwerkfähig, wurden 1000 Euro avisiert. Für eine Servicestation im Bürgerhaus, die auch den Tourismus in der Stadt ankurbeln könnte, indem sie die Akzeptanz des Bürgerhauses erhöhe, stehen 4000 Euro auf der Liste für über- und außerplanmäßige Ausgaben. Mit dieser Maschine könne man unter anderem seine E-Mails abrufen, erklärte der Kämmerer.

Michael Harms vom Bürgerbund scheiterte mit seinem Vorstoß, diese Station einzusparen, an einer Mehrheit der Stadtvertreter. Keine Diskussion gab es über 10 000 Euro für eine Schließanlage an der Sporthalle. Damit müsste künftig der Breitensport nicht mehr von einem Hausmeister betreut werden. Als Musterbeispiel wurde Kröpelin genannt, wo diese Anlage und ihre Modalitäten alle akzeptieren würden und Personal eingespart werden konnte. Allerdings müssten damit zusammenhängend auch die maroden Eingangstüren von 1996 für zusammen 7000 Euro ersetzt werden. Für die einsturzgefährdete Rückwand des Gemeinschaftshauses vom Schützenverein stehen 11000 Euro in der Kostenschätzung. Nachdem Volksvertreter Steffen Keding dazu das erfolgte Eigenleistungsangebot der Schützen zur Sprache gebracht hatte, erläuterte der Bürgermeister, dass die Stadt das Fundament schütten, die Mauer errichten und die Fenster einsetzen lassen wolle – um den Putz und alles andere kümmerten sich dann die Schützen. Für den Umzug des Fachraums „Lehrküche“ in die Regionale Schule würden 14000 Euro „mehr gebraucht“ und die gleiche Summe noch einmal, für die Sanierung von Klassenräumen des Gebäudes Nr. 3 „in Verbindung mit diesem Umzug“, wie Frank Marienberg erläuterte. Vorausgeschickt hatte er, dass zur Deckung aller dieser Kosten Mittel herangezogen würden, die bislang für bestimmte, bereits geplante Maßnahmen nicht ausgeben worden seien, bzw. im aktuellen Haushalt sonst nicht ausgegeben würden. „Die Deckung ist gewährleistet. Wir haben zurzeit auch einen Kontostand von rund 2,3 Millionen – das alles ist also durchaus finanzierbar.“ Zehn Stadtvertreter stimmten den Ausgaben zu, drei enthielten sich der Stimme.

Thomas Hoppe

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