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Backhaus ist Zentrum für viele Initiativen

Wichmannsdorf Backhaus ist Zentrum für viele Initiativen

„Wir sind kein Bäckerei-Verein, sondern eine Initiative für den Ort“, sagt Bärbel Altenburger-Beyer schmunzelnd.

Wichmannsdorf. „Wir sind kein Bäckerei-Verein, sondern eine Initiative für den Ort“, sagt Bärbel Altenburger-Beyer schmunzelnd. Obwohl das Backhaus sozusagen das Vereinsgebäude ist, sei es doch eigentlich ein „Abfallprodukt“, meinte sie scherzhaft. Der Verein Initiative für Wichmannsdorf e.V. wurde am 4. Dezember 2008 mit sieben Mitgliedern gegründet. Ziel der Mitglieder ist es, die Entwicklung des Dorfes voranzutreiben und sein Erscheinungsbild, die Kultur und Lebensqualität zu verbessern.

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„Wir sind kein Bäckerei-Verein, sondern eine Initiative für den Ort“, sagt Bärbel Altenburger-Beyer schmunzelnd.

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Heute: Initiative Wichmannsdorf e.V.

Vorstand mit sechs Mitgliedern

2008 wurde der Verein Initiative für Wichmannsdorf gegründet. Sieben Gründungsmitglieder gab es.

2009 wurde das Backhaus gebaut und 2010 fertiggestellt. Es ist Zentrum für Begegnungen im Ort.

28 Mitglieder zählt der Verein derzeit.

6 Mitglieder zählt der Vorstand: Bärbel Altenburger-Beyer (Vorsitzende), Jürgen Lieske (Stellvertreter), Joachim Müller (Kassenwart), Steffen Gerant (Technik), Gerd-Peter Aprolat, Ulrich Cramer

Im Rahmen der Vereinsarbeit wurde 2009/2010 das Backhaus errichtet. Das alles in Eigeninitiative. Der Verein hatte Fördermittel für den Backofen erhalten, Fenster und Türen hatte er sich preisgünstig von einer Firma besorgt, die Steine vom ehemaligen Krankenhaus in Kühlungsborn geholt. Das schmucke Backhaus sollte Zentrum für Begegnungen sein. „Leider kommen zu wenig, nur ein fester Kern“, ist Bärbel Altenburger-Beyer enttäuscht. Sie ist seit 2009 Mitglied und seit zwei Jahren Vereins-Vorsitzende. Aufgeben kommt für den Vorstand aber nicht in Frage. „Wir halten durch“, sagt die Vorsitzende.

28 Mitglieder zählt der Verein, davon sind 14 Einwohner und 14 Inhaber von Ferienwohnungen aus ganz Deutschland. Der Vorstand organisiert Lesungen und Vorträge, dazu war beispielsweise ein Auslandsjournalist zu Gast. Ein Kripo-Beamter gab Tipps für Sicherheit in Wohnungen und warnte vor Einbrecher-Tricks. In etwa 14 Tagen soll wieder ein Subbotnik stattfinden. Dann wollen die Vereinsmitglieder ihr Dorf saubermachen und verschönern. Für gesammelten Müll stellt die Stadt Kröpelin ihnen Container zur Verfügung. Den neuen Plattenweg nach Kühlungsborn und die Brücke durch den Wald hat der Verein mit initiiert.

Das Osterfeuer soll wieder mit Grillen und Stockbrot zusammenführen. Ein Sommerfest wird vorbereitet. Ein Wandertag soll auch dieses Jahr stattfinden, im vorigen Jahr ging es durch die Kühlung. Zum Herrentag wird wieder eine Radtour einladen. Auch Silvesterfeiern mit Lagerfeuer sind seit etwa fünf Jahren Tradition. Gestern Abend tagte der Vorstand, um sich über die nächsten Vorhaben zu verständigen.

Die Vorstandsmitglieder hoffen, dass zu ihren Veranstaltungen mehr Gäste kommen. „Wir organisieren sie ja für alle Einwohner. Selbst zu gemütlichen Frühschoppen kam kaum einer“, bedauert Bärbel Altenburger-Beyer. Gut einhundert Einwohner zählt der kleine Ortsteil von Kröpelin.

Einen Namen hat sich das regelmäßige Backen gemacht. Ab Mai soll es wieder losgehen. 14-tägig wird der Backofen im Haus angezündet. Ab 9 Uhr werden die Brötchen — etwa einhundert Stück — und ab mittags Kuchen gebacken. Eine Rakower Familie, die das Bäckerhandwerk gelernt hatte, hatte den Wichmannsdorfern das Backen beigebracht. „Wir haben vieles ausprobiert“, sagt Bärbel Altenburger-Beyer.

Eine Spezialität seien die „Rosinen-Stuten“ geworden, ein Kuchenbrot. Beim Kuchen werden die Früchte der Saison genutzt: Rhabarber, Kirschen, Äpfel. Die Vereins-Vorsitzende, Jürgen Lieske und Joachim Müller haben sich zu „Vereins-Bäckern“ spezialisiert. Das bedeutet für sie auch früh aufstehen, denn um 5 Uhr wird der Backofen bereits angeheizt. Das Holz müssen sich die Hobby-Bäcker selbst organisieren. Nach einer Holzaktion hat ihnen die Stadt einen Baum geschenkt. „Das Hacken machen wir selbst“, sagt die Vorsitzende. Viele Kloben sind aufgestapelt, an anderer Stelle liegen die gehackten Scheite. Leider würden sich dort aber auch Langfinger bedienen, bedauert die Vorsitzende. Die frischen Brötchen am Backtag werden morgens belegt und entweder gemeinsam gegessen oder verkauft.

Die Backtage laden bis Oktober ein. Abschluss ist dann das Oktoberfest — mit Kinderspielen, Kaffee und Kuchen, mit Grillen und Stockbroten. Dazu steht vor dem Backhaus auch ein selbst gebauter Grill.

Die Vereinsmitglieder möchten die Außenanlagen gern noch erweitern. An das zweistöckige Haus könnte ein Wintergarten angebaut werden. „Dann hätten wir am Backtag mehr Platz“, sagt die Vereins-Vorsitzende. Der Vorstand hofft dafür auf Fördergelder. Die Fläche, auf dem das Back-Ensemble steht, hat der Verein von der Stadt gepachtet. Die Jägerhütten haben die Kröpeliner Werkstätten gebaut. Den hölzernen Bäcker schuf Objektgestalter Bruno Blank.

Der kleine Kröpeliner Ortsteil habe sich gut entwickelt. Viele neue Häuser sind in den letzten Jahren entstanden, sagt Bärbel Altenburger-Beyer. Eine Chronik gibt Auskunft. Der ehemalige Wichmannsdorfer und heutige Rostocker Peter Kühn hat sie erarbeitet. Über den Verein kann sie erworben werden.

Von Renate Peter

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