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Beherztes Trio löschte Busbrand

Kröpelin Beherztes Trio löschte Busbrand

Drei Männer verhinderten im Zentrum Kröpelins noch größere Schäden / Fahrgäste gab es keine

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Der Gastronom Thomas Culmsee (r.) gab Tierarzt Dr. Christian Leue (l.) seine Trockenlöscher und eilte zum Feueralarmknopf am Rathaus – vergeblich, die Alarmanlage war defekt. Dann löschten beide und der Fahrer einen Bus.

Kröpelin. Als am Dienstagabend um 18.51 Uhr bei den Feuerwehrkameraden von Kröpelin, Altenhagen und Schmadebeck der Funkmeldeempfänger (Pager) Feueralarm signalisierte, rannte bereits Tierarzt Dr. Christian Leue mit einem Pulverlöscher aus dem hiesigen „Marktstübchen“ zum Brandherd am Marktplatz – einem Bus der Rebus-GmbH.

OZ-Bild

Drei Männer verhinderten im Zentrum Kröpelins noch größere Schäden / Fahrgäste gab es keine

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Café-Betreiber Thomas Culmsee eilte zunächst zum analogen Feuermelder an der hinteren Rathausmauer, schlug das Scheibchen ein und hatte den Alarmknopf in der Hand (siehe kleines nachgestelltes Foto):

„Das ist ja wohl der Hammer hier von Kröpelin, der Knopf geht nicht“, ärgerte er sich später.

Zum Glück nutzten Jugendliche am Marktplatz gleich ihre Handys zum Alarmschlagen.

Dr. Christian Leue und Thomas Culmsee hatten aus dem „Marktstübchen“ herausgesehen, dass ein auf der Wismarschen Straße vorbeifahrender Bus am Heck qualmte. Kurz darauf muss auch der Mann hinterm Lenker den Qualm und ein paar Flammen entdeckt haben: „Ich habe nur Feuer gesehen im Spiegel, kleine Flammen. Habe sofort angehalten und Feuerlöscher genommen, und da kommt noch ein anderer Mann“, berichtete Viktor Nikolajev kurz nach dem Feuer der OZ. Die Frage, ob noch Passagiere an Bord waren, beantwortete er ganz klar: „Nee, ich war alleine“.

Das bestätigte gestern die Rebus-Geschäftsführerin Simone Zabel: „Der Bus befand sich auf Linienfahrt zwischen Rerik-Kröpelin-Bad Doberan, Linie 104, Abfahrt 18.30 Uhr in Rerik. An der Haltestelle Kröpelin Markt bemerkte der Busfahrer beim Blick in den Spiegel gegen 18.47 Uhr, als er weiterfahren wollte, hinten links einen Flammenaustritt. Zu dem Zeitpunkt befanden sich keine Fahrgäste im Bus. Der Fahrer hat dann sofort den Motor ausgestellt und den noch kleineren Entstehungsbrand gelöscht. Die herbeigerufene Feuerwehr musste nicht mehr in den Löschprozess eingreifen, hat aber die Unglücksstelle besichtigt.

Der Defekt, der zu dem Motorbrand führte, wird jetzt umfassend untersucht. Es ist niemand zu Schaden gekommen.“

Er hätte diesen Bus acht Jahre lang gefahren – „Er war damals nagelneu“, erzählte der Fahrer noch. Er hat gemeinsam mit Dr. Christian Leue und Thomas Culmsee den Brand gelöscht: „Die Flammen schlugen drei bis vier Meter hoch“, berichtete der Tierarzt darüber, der seine Leistung aber gar nicht so groß einschätzte: „Das ist doch normal. Einmal reingehalten . . .“. „Es war schon verheerend, aber in etwa drei Minuten war das Feuer aus“, ergänzte Thomas Culmsee. Gezögert habe er in keiner Sekunde: „Warum auch immer“. Wenn man schnell genug am Brandherd sei, könne man „mit so einem 2-Kilo-Löscher“

sogar einen brennenden Reifenstapel löschen, warf Dr. Leue ein. Einer der beiden Löscher sei vom Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen gewesen, verriet Thomas Culmsee noch und meinte dazu: „Ist doch schade, um ihn wegzuwerfen und jetzt haben wir ihn gebraucht“. Der kommissarische Gemeindewehrführer Harald Neujahr sagte inmitten seiner Kameraden, die alle in ein paar Minuten nach dem Alarm hier eingetroffen waren und sich gleich um ausgetretene Betriebsstoffe kümmerten, mit respektvollem Unterton zur OZ: „Ich bin gekommen, da war das Ding schon gelöscht – von zwei Bürgern, mit diesen beiden Löschern“.

Thomas Hoppe

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