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Bei Biendorf soll Wolfsrüde rumgestreunt sein

Neubukow Bei Biendorf soll Wolfsrüde rumgestreunt sein

OZ sprach mit Vize-Kreisjägermeister über große Jagdscheinnachfrage und Wild der Region

Neubukow. Ein Wolf ist bei Biendorf „in der Nähe des Torfmoors zum Russower Wald rüber“ von einem Jäger und seinem Begleiter eine halbe Stunde lang beobachtet worden. „Das ist einen guten Monat her. Wir haben das auch dem zuständigen Wolfsbeauftragten gemeldet“, berichtet der Neubukower Joachim Mett. Er ist stellvertretender Kreisjägermeister und Vorsitzender der Hegegemeinschaft Rotwild, Damwild, Schwarzwild. „Vom Verhalten und der Fährte her, war das kein Schäferhund, sondern zu fast 100 Prozent ein Wolf. Da ist sich der Jäger absolut sicher. Das war wohl ein Durchzieher, ein Rüde auf Wanderschaft“, sagt Joachim Mett noch, der selbst bereits seit 1979 Jäger ist. Er kann sich aber nicht vorstellen, dass sich entsprechend der regionalen Gegebenheiten hier in der Gegend ein Wolfsrudel ansiedelt. Um nötige Reduzierungen von Wildbeständen müssen sich also weiter vor allem die Jäger kümmern. Und sie haben in der Region genug zu tun, wie Joachim Mett andeutet: „Die natürlichen Verluste, die wir früher hatten, haben sich stark verringert — durch den Klimawandel und die milden Winter. Hinzu kommen supergute Äsungsbedingungen auch durch die Landwirtschaft. Doch derzeit ist für Schalenwild, außer Schwarzwild, Schonzeit. Ab 1. Mai werden die ersten Wildarten wieder gejagt. Gerade um Biendorf herum haben wir sehr gute Wildbestände. Ich bin gerade von Rerik gekommen und da sieht man links und rechts von der Straße, dass die Wiesen durch Schwarzwildschaden katastrophal aussehen, alles umgebrochen, umgewühlt. Ich finde, dieses Jahr ist es besonders schlimm. Es ist viel zu tun.“ Doch damit hänge die unlängst vom Kreis gemeldete „außerordentlich große Anzahl von Teilnehmern an den Jägerprüfungen“

 

OZ-Bild

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich hier ein Wolfsrudel ansiedelt.“Joachim Mett, stellv. Kreisjägermeister

überhaupt nicht zusammen, beantwortet Joachim Mett eine entsprechende OZ-Frage. Er ist seit Jahren berufener Prüfer für den Bereich Jagdrecht. Jägernachwuchs gebe es in der Region ausreichend, zumal nach dem Bundesjagdgesetz auf 250 Hektar nur zwei Jäger jagen dürfen. Pro angefangene 150 Hektar käme dann ein weiterer Jäger dazu, erklärt Joachim Mett. Er ist Mitglied im Hegering Neubukow, zu dem ca. 35 Jäger gehören.

Trotzdem hatten sich nach Landratsangaben im Januar und Februar 2016 durchschnittlich 91 Jagdscheinanwärter der Jägerprüfung im Kreis unterzogen — im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es im Schnitt noch 52 gewesen. „Das kommt daher, weil es in Altbundesländern, wie zum Beispiel in Bayern, so etwas gar nicht gibt. Da kann man seinen Jagdschein nur auf herkömmliche Art erhalten. Man schließt sich der Jägerschaft an, wird in vielen Schulungen in etwa einem Jahr ausgebildet. Doch die meisten können diese Zeit nicht mehr aufbringen“, sagt Joachim Mett. Viele würden deshalb also im Urlaub Crash-Kurse an den Jägerschulen des Kreisgebietes besuchen. Beim letzten Lehrgang seien 95 Teilnehmer angetreten und 80 hätten die Prüfungen gleich bestanden. Durchgefallene könnten in der Regel durch Teilwiederholungen ihre Zensuren aufbessern. „Der Großteil der Absolventen kommt nicht aus MV“, betont der Experte..

Dass alle, die einen Jagdschein haben, in unbegrenzter Zahl Langwaffen (wie Flinten und Gewehre) und zwei Kurzlaufwaffen (Pistolen und Revolver) erwerben können, sieht der Jäger Mett gelassen: „Der Missbrauch von Waffen kommt fast ausschließlich aus dem illegalen Bereich. Alles was in Richtung Straftaten passiert, geschieht nicht mit regulär registrierten Waffen. Einen Jagdschein gibt es auch nur mit polizeilichem Führungszeugnis“.

Von Thomas Hoppe

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