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Neubukow Bewegung im Gronau-Haus

Neues Team in der Kleiderkammer / Perspektive-Verein ist ausgezogen — zieht womöglich Tafel-Ausgabe ein?

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Annett Fröhlich (l.) und Christine Becher arbeiten seit Anfang April in der Kleiderkammer.

Quelle: T. Hoppe

Neubukow. „Wir waren hier der Aprilscherz“, sagt augenzwinkernd Christine Becher im Neubukower Gronau-Haus an der Kröpeliner Straße. Die berufsunfähige Altenpflegerin arbeitet nämlich seit Anfang des Monats gemeinsam mit der gelernten Kauffrau für Bürokommunikation, Annett Fröhlich, in der Kleiderkammer und im Bürgertreff von Neubukow. Jeweils 20 Stunden in der Woche — mit einer Aufwandsentschädigung von 1,50 Euro pro Stunde.

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Neues Team in der Kleiderkammer / Perspektive-Verein ist ausgezogen — zieht womöglich Tafel-Ausgabe ein?

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Ich habe mich freiwillig gemeldet, denn ich mag ganz ungern zu Hause sitzen.“Annett Fröhlich, gelernte Bürokauffrau

„Es macht Spaß hier“, sagt die geschiedene 60-Jährige, die bereits zum zweiten Mal in diesem Haus zum Einsatz kommt — auch vor zwei Jahren hatte Christine Becher vom 1. April bis zum 31. August eine solche Stelle gehabt.

Die 29-jährige Annett Fröhlich ist eine alleinerziehende Mutti eines siebenjährigen Kindes und seit September 2013 arbeitslos gewesen. „Ich habe mich beim Jobcenter freiwillig gemeldet, denn ich mag ganz ungern zu Hause sitzen“, betont die Neubukowerin.

Auch für Christine Becher war das eine Motivation, wieder in der Kleiderkammer anzutreten. Ihr Sohn und die beiden Töchter sind erwachsen und leben in Russow, Buxtehude und in der Nähe von Braunschweig. Im September wird zwar das fünfte Enkelkind erwartet, aber eben fernab von Neubukow... In der Kleiderkammer müssen jetzt die Wintersachen eingemottet werden, es gibt eine Menge zu tun.

Zudem kümmern sich die beiden Frauen gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helferinnen und einer Teilnehmerin am Bundesfreiwilligendienst im Bürgertreff um die regelmäßigen Veranstaltungen wie den montäglichen Handarbeitszirkel, die Spielevormittage am Donnerstag, Arbeitlosenfrühstück und Arbeitslosenkaffee.

Im selben Haus war für einen „Neustart in den Arbeitsmarkt“ seit März 2015 das gleichnamige Integrationsprojekt des Bad Doberaner Jobcenters vom Kröpeliner Vereins „Perspektive für die Region Bad Doberan“ betreut worden. Obwohl der Verein die entsprechende Ausschreibung des Jobcenters gewann und die Integrationsarbeit in der Schliemannstadt auch 2016/2017 fortsetzen kann, steht das „Neustart“-Büro im Gronau-Haus seit ein paar Wochen leer. „Das Projekt läuft weiter, aber auch der Verein Perspektiv muss gucken, dass er alle wirtschaftlichen Aspekte auslotet. Da seine Räume beim Amt am Panzower Landweg (die einstige Job-Info) leer standen, ist der Verein beauftragt worden, dort das Integrationsprojekt fortzuführen. Dort fallen keine Mietkosten an“, erklärt Bürgermeister Roland Dethloff (parteilos) dazu. Die Stadt ist ja der Vermieter in der Kröpeliner Straße 23. Auf die Frage der OZ, was denn nun aus diesem neu hergerichteten Büroraum im Gronau-Haus werde, antwortet der Verwaltungschef: „Im Augenblick lassen wir die Zukunft des Raums als Reserve offen. Wir sind in einer Findungsphase.“

Wie die OZ unterdessen in Neubukow hörte, gebe es dabei auch Überlegungen, ob diese Räumlichkeit eventuell zeitweise als Ausgabestelle des Vereins „Tafel Bad Doberan e.V.“ infrage käme.

Vorausgesetzt, die Stadtvertreter würden sich dafür erwärmen, dass Neubukow Mitglied im Doberaner Verein wird. Bislang seien nämlich auch Neubukower zur Tafel in die Münsterstadt gekommen und wären dort mit Lebensmitteln versorgt worden, hieß es.

„Wir haben die mögliche Mitgliedschaft der Stadt Neubukow in diesem Doberaner Verein zurzeit in Beratung und werden die Frage auch im nächsten Hauptausschuss noch einmal besprechen, ob wir uns in Richtung Tafel bewegen. Dann müssen wir gucken, ob die Stadtvertreter dem zustimmen werden. Dafür müssen wir das Thema natürlich ersteinmal in die Stadtvertretung einbringen“, sagte Roland Dethloff.

Auch Kröpelin ist auf dem Weg in diesen Tafel-Verein.

Gronau-Haus

Seit dem 22. August 2011 können hier — in der Kröpeliner Straße 23 — Kinder und Erwachsene regelmäßig ein warmes Mittagessen bekommen. In dem Haus hatte früher der bekannte Arzt, Dr. med.

Heinrich Gronau, seine Praxis. In der oberen Etage wohnte er. Nach der Praxis war hier ein Kindergarten, dann jahrelang gar nichts, bis 2009 Mitglieder des SPD-Ortsvereins auf die Idee eines Begegnungszentrums für Jung und Alt kamen. Mittlerweile beheimatet das Haus, das Anfang 2012 zum „Gronau-Haus“ ernannt wurde, den „Gedeckten Tisch — für Leib und Seele“, die Kleiderkammer und den Bürgertreff.

Von Thomas Hoppe

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