Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Bus und Bahn zusammenführen

Kröpelin Bus und Bahn zusammenführen

Trotz Uneinigkeit im Parlament soll Bahnhofsstraße wieder durchgängig werden / Haltestellen für Busse

Voriger Artikel
Neue Küche für Neubukows Jugendklub
Nächster Artikel
Kröpelin – die heimliche Hauptstadt?

Der Bahnhofsplatz in Kröpelin. Neben dem Bahnhof sollen Bushaltestellen errichtet werden.

Quelle: Fotos: Renate Peter

Kröpelin. Es könnte eines der größten Bauvorhaben Kröpelins werden. Alles in allem sollen der Bau einer Bushaltestelle am Bahnhof und der Ausbau der Bahnhofsstraße fast 2,1 Millionen Euro verschlingen. In ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Stadtvertreter zwar mehrheitlich die Planungsauftragsvergabe, doch Einigkeit herrscht nicht. Dringend nötig sind Fördermittel. Das Vorhaben soll gemeinsam mit der Deutschen Bahn und somit mit Geldern aus dem Topf des öffentlichen Personennahverkehrs umgesetzt werden. Das Landesförderinstitut prüft die Unterlagen zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung.

OZ-Bild

Trotz Uneinigkeit im Parlament soll Bahnhofsstraße wieder durchgängig werden / Haltestellen für Busse

Zur Bildergalerie

„Wir wollen den Bus- und den Bahnverkehr wieder zusammenführen“, sagt Cornelia Panke, Mitarbeiterin des Bauamtes der Stadt. Links und rechts des Bahnhofes, das Gebäude gehört dem Verein „De Drom“, sollen Haltepunkte für Busse eingerichtet werden. Da ein Wenden für die großen Fahrzeuge da nicht möglich ist, soll die Bahnhofsstraße zwischen Wismarer und Bützower Straße wieder durchgängig befahrbar werden, so dass die Busse von beiden Seiten reinfahren können. „Es soll eine verkehrstechnische Wiederbelebung des Areals werden“, betont Cornelia Panke. Als Ersatz für die gesperrte Treppe war sowieso eine behindertengerechte Rampe geplant, die es Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrern oder gehbehinderten Menschen ermöglicht, vom Kamp aus den Bahnhof zu erreichen oder wieder in Richtung Stadt zu verlassen.

Thorsten Ruf (CDU) spricht vom „Eingangstor für Kröpelin“. Dem Vorsitzenden des Finanzausschusses ist wohl mehr als anderen bewusst, dass die gut zwei Millionen für die Großbaustelle ein Batzen Geld sind. „Wir werden auf andere Vorhaben verzichten müssen. Das ist die bittere Konsequenz, die wir schlucken müssen.“

So einfach schlucken will Paul Schlutow (Freie Wählergruppe) das nicht. Er rechnete die einzelnen hohen Kosten vor: 195338 Euro allein für die Planung. Man könne mit dem Vorhaben zwar einen erheblichen städtebaulichen Missstand beseitigen, aber würde mit dem überörtlichen Verkehr die kommunalen Straßen, zum Beispiel die Wismarsche Straße und die Einmündung Pferdemarkt, belasten, so Schlutow. Der Bahnübergang mit Lichtsignalanlage würden 542500 Euro kosten, davon müssten 180863 Euro durch die Stadt finanziert werden. Und sie hätte die Folgekosten zu tragen. „Reicht die Breite der Straße überhaupt?“ So fragte der Stadtvertreter weiter und beantragte, den Beschluss zurückzustellen. Er schlug vor, das Projekt den Bürgern vorzustellen und Absprachen mit dem Eisenbahnbundesamt zu führen. Doch Schlutows Antrag fiel durch mit nur drei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Das regionale Busunternehmen Rebus, das Planungsamt des Landkreises und die Deutsche Bahn hätten das Vorhaben befürwortet, informierte Carola Panke. Für Vermessung und Baugrunduntersuchung wurden bereits 60000 Euro ausgegeben. „Wir wollen das Vorhaben Schritt für Schritt vornehmen“, betonte sie, erklärte aber auch auf die Frage von Paul Schlutow, dass nicht genügend Platz für einen durchgängigen Gehweg wäre. Er wird nur teilweise gebaut – im vorderen Bereich. Danach können die Bürger die behindertengerechte Rampe über den Kamp nutzen. Zum Schutz der Böschung sollen eine 245 Meter lange Stützwand und Schutzplanken aufgestellt werden.

„Welche Alternative haben wir? Es gibt keine. Und die Straße nur teilweise auszubauen, nur um reinzufahren, dafür gibt es keine Fördermittel“, stellte Thorsten Ruf noch einmal klar.

„Wir haben viel Geld für Straßen ausgegeben. Wir haben viel in Ortsteile investiert“, betonte Stadtvertretervorsteher Veikko Hackendahl und unterstrich die Bedeutung jetzt dieser Baumaßnahme. Der Beschluss wurde mehrheitlich angenommen – bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung.

Renate Peter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kröpelin

Zum Parken und den Knöllchen gibt es Fragen / Kröpeliner wehrt sich gegen das Verwarngeld und legt Widerspruch ein / Behörde sieht Verkehrsteilnehmer in der Pflicht

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Neubukow
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.