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DRK plant Pflegeausbau in Neubukow

Neubukow DRK plant Pflegeausbau in Neubukow

Alle Plätze der Tagespflege des Roten Kreuzes in Neubukow sind ausgebucht. Nun sollen drei weitere dazukommen. 2019 könnte großes Pflegeobjekt in den Fokus rücken.

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Regnerisches Wetter zwang die Teilnehmer und Mitarbeiterinnen der Neubukower Tagespflege des DRK-Kreisverbandes Bad Doberan ihr gestriges Sommerfest ins Haus zu verlegen – das tat jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch. Auch dank eines beschwingten Kinderprogramms. FOTOS (4): THOMAS HOPPE

Neubukow. „Den? Den will ich nicht geschenkt haben“, beantwortet die Neubukowerin Hanna Ziems lachend die OZ-Frage, ob der Tischnachbar zur Linken ihr Partner sei – ein Mann mit einem Panamahut. Auch Hanna Ziems hat an diesem Donnerstagvormittag einen sommerlichen Hut auf, den sie schon im Vorjahr von einer früheren Kollegin für das Sommerfest in der Neubukower Tagespflege des DRK bekommen hatte.

OZ-Bild

Alle Plätze der Tagespflege des Roten Kreuzes in Neubukow sind ausgebucht. Nun sollen drei weitere dazukommen. 2019 könnte großes Pflegeobjekt in den Fokus rücken.

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„Den habe ich gleich behalten, da brauchte sie ihn nicht noch mal mitbringen“, erklärt die praktische 89-Jährige, die früher bei der Post in der Keneser Straße gearbeitet hat. Jetzt lässt sie sich allwöchentlich dienstags und donnerstags halb neun zu Hause abholen und zur Tagespflege in die Wollenweberstraße fahren: „Frühstück, Mittag und Kaffee – um vier werde ich wieder nach Hause gebracht.

Das ist sehr gut“. Und an diesem Donnerstag ist wieder Sommerfest.

„Wegen des Regens mussten wir hier leider reinziehen. Wir haben aber unsere Deko mitgenommen, Sommerkleider angezogen und ihr Tagespflegegäste habt euch auch sommerlich angezogen – also haben wir hier doch den Sommer im Raum“, sagt die verantwortliche Pflegekraft Ute Winter und begrüßt besonders Schüler aus der Heinrich-Schliemann-Schule und Kinder aus der Kita im Amtsgarten. Sie bedankt sich ausdrücklich bei den ehrenamtlichen Helferinnen. Gemeinsam singen alle gleich lustige Lieder, bis hin zur patenten Oma, die im Hühnerstall Motorrad fährt und im hohlen Zahn ein Radio hat. „Mit Musik erreicht man eben alle Menschen“, meint Ute Winter noch, bevor Grit Schieber zur Gitarre greift und viele Festteilnehmer in den Gesang der Kinder einstimmen.

„Das ist hier eine Erfolgsgeschichte und auch von der Optik her ist es eine der schönsten Anlagen, die wir haben“, freut sich Geschäftsführer Fred Wollnitzke vom Träger dieses modernsten Neubukower Wohn- und Pflegekomplexes, vom DRK-Kreisverband Bad Doberan. Alle Quartiere des Hauses für betreutes Wohnen seien vermietet, alle der bislang fünfzehn Tagespflegeplätze sind belegt. „Wir werden wohl auf achtzehn Plätze erweitern, weil es so viele Nachfragen gibt. Der Platz gibt es her und deshalb sind wir in den Verhandlungen mit den Kassen, dass wir achtzehn anbieten können“, teilt dazu Fred Wollnitzke mit. Derzeit sind in der Wollenweberstraße von Neubukow insgesamt zehn DRK-Mitarbeiter beschäftigt. Zum nächsten großen Projekt des Deutschen Roten Kreuzes in Neubukow – einem schon im Jahr 2014 angedachten Pflegeheim mit etwa 70 Plätzen – möchte er eigentlich noch nichts sagen.

„Wir bauen ja momentan die Lessingschule in Bad Doberan, dann einen Hort sowie eine Kita in Sanitz. Und dann geht es hier in Neubukow weiter – ich denke so 2019 gehen wir die Planung an. Wir haben hier ja ein schönes Grundstück und die Lage ist schön“, sagt der DRK-Kreisgeschäftsführer dann doch und ergänzt: „Im Blick auf Pflege wird noch ein Gutachten erstellt werden. Ausschlaggebend ist ja auch das Problem der Fachkräfte. Wenn man so ein Pflegeheim hinsetzt, braucht man tüchtige Leute. Wir werden planen und gucken, was wir draus machen.“

Das DRK bilde bereits jetzt Pflegehelfer zu Fachkräften aus. Zudem gebe es das DRK-Bildungszentrum in Teterow. „Jetzt fangen wir nach dem neuen Kifög (Gesetz zur Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und in Kindertagespflege, d.R.) auch damit an, Erzieher auszubilden. Da sind wir immer dran, um auch selbst Fachkräfte zu haben“, betont Fred Wollnitzke. Gespannt ist er derzeit auf die Entwicklung des Neubukower „Stadtufer“-Projektes, zumal unmittelbar am DRK-Gelände ein großes Spielgerät aufgestellt werden soll. Fred Wollnitzke war bei der Planungsrunde dabei. Der Bad Doberaner ist sich sicher: „Das wird schon schön.“

Thomas Hoppe

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