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Der Rosenschnitt kann schon beginnen

Groß Siemen Der Rosenschnitt kann schon beginnen

Zum Glück ist es nicht so kalt wie im Winter 2012/ 2013. Edda Schütte zeigt sich erleichtert, dass der gefährliche Kahlfrost im Januar nur kurz währte.

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Edda Schütte kennt sich nicht nur mit Rosen aus. Sie stellt auch selbst Marmelade aus Früchten her.

Quelle: Sabine Hügelland

Groß Siemen. Zum Glück ist es nicht so kalt wie im Winter 2012/ 2013. Edda Schütte zeigt sich erleichtert, dass der gefährliche Kahlfrost im Januar nur kurz währte.

 

OZ-Bild

Edda Schütte kennt sich nicht nur mit Rosen aus. Sie stellt auch selbst Marmelade aus Früchten her.

Quelle: Sabine Hügelland

Wenn der Frost im März oder April vorbei ist, fängt man mit dem Zurückschnei- den an.“Edda Schütte, Inhaberin des

Gutsparks in Groß Siemen

Einige ihrer mehr als 3000 historischen und englischen Rosen im Guts-Park Groß Siemen müssen jetzt etwas stärker als geplant heruntergeschnitten werden, doch mit echten Verlusten ist nicht zu rechnen. „Damals, das hat mich wirklich erschüttert“, erinnert sich die Rosenliebhaberin.

Vor drei Jahren war ein Großteil der Pflanzen erfroren. Hinzu kam noch, dass eine Windhose Bäume im Park abknickte. „Als die ersten Reisegruppen eintrafen, haben wir uns gegenseitig ermutigt, denn viele konnten diesen Verlust nachvollziehen. Nur Städter verstehen das meistens nicht, dabei ist es dort wärmer als auf dem Land.“

Die Natur hat jedoch ihre eigenen Regeln. Bis alles nachgewachsen ist, kann es dauern. Geduld ist jedoch das, was ein Gartenfreund aufbringen muss, oftmals jedoch nicht besitzt. Auf dem etwa 30 Hektar großen Landschaftspark bilden Hecken wie Linguster, Eibenhecken, Weißdorn und Stechpalme Schutz für die Rosen: Das nutzt auch den Vögeln, die in den Büschen Unterschlupf finden.

„Hier ist im Lauf der Zeit ein echtes Vogelparadies entstanden“, freut sich Naturliebhaberin Schütte, die unter anderem Zaunkönig, Eisvogel, Schwarz-und Buntspecht in ihrem Park sichtete. Und auch Biologe Professor Dr. Ragnar Kinzelbach von der Uni Rostock bestätigte ihr das. „Ich freue mich, dass ich jetzt wieder im Garten arbeiten kann“, sagt Edda Schütte. Ihre Grundregel lautet: „Wenn der Frost im März oder April vorbei ist, fängt man mit dem Zurückschneiden an. Macht man es zu früh, muss nachgearbeitet werden. Das bedeutet dann doppelte Arbeit.“

Und das kann problematisch werden, denn geeignete Mitarbeiter für diese Tätigkeiten sind rar, weiß Edda Schütte. „Die ganze Familie hilft, soweit es geht. Doch bald gehen meine vier Kinder eigene Wege. Mal sehen was wird“, denkt sie an die kommende Gartensaison.

Am 15. Mai zu Pfingsten werden Park und Gartencafé in Groß Siemen wieder geöffnet. Anfang Juni können Gäste dann nur noch über den neuen Eingang, der jetzt angelegt wird, in den Gutspark gelangen.

Diejenigen, die schlecht zu Fuß sind, können dann ab Juni bis an die Teichen fahren. Das wird die Leseratten freuen. Denn ab der zweiten Woche nach Pfingsten ist wieder regelmäßig das Lesecafé

geöffnet. „Mit viel Garten-Lektüre, die in der Orangerie ausliegen wird“, sagt Edda Schütte, die zu ihren Veranstaltungen gern ihre hausgemachten Marmeladen und Sirups anbietet aus Rosen, Zitrone, Holunder, Kirsche, Schlehe und Johannisbeeren.

In diesem Jahr bleibt die Anlage nur bis Ende August der breiten Öffentlichkeit vorbehalten: „Danach werde ich Führungen für Reisegruppen anbieten“, kündigt Schütte an. Die Orangerie ist auch für Veranstaltungen und Hochzeiten buchbar. Am 11. und 12. Juni nimmt Edda Schütte am Tag der „offenen Gärten“ teil.

Am 18. Juni findet das erste Rosenfest statt, dem weitere folgen. Ein Höhepunkt wird im Sommer der 21. Juli sein. Dann wird die Orangerie zum Konzertsaal für die „Festspiele MV“. Bis dahin muss Edda Schütte noch so einige Pflanzen hegen und pflegen, damit sie zur Eröffnung prächtig blühen.

OZ

Von Sabine Hügelland

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