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Diebe waren offenbar besonders scharf auf Kröpeliner Tresor

Kröpelin Diebe waren offenbar besonders scharf auf Kröpeliner Tresor

Bereits vor einer Woche waren Unbekannte in das Büro mit dem Stahlschrank eingebrochen

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Eines der rechten Bürofenster hebelten die Diebe auf und drangen so in den Komplex des Michaelwerks ein.

Kröpelin. Fortsetzung einer Diebstahlserie? Immerhin elf Ermittlungsverfahren sind laut Polizei seit Mai im Landkreis eröffnet worden, die sich mit einem Tresordiebstahl aus Gewerbeobjekten befassen. Und schon wieder schlugen solche Tresorräuber in der Region zu.

OZ-Bild

Bereits vor einer Woche waren Unbekannte in das Büro mit dem Stahlschrank eingebrochen

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Am Montagmorgen gegen 2.45 Uhr hebelten Unbekannte ein Bürofenster der Verwaltung des Kröpeliner Michaelwerkes im Gewerbegebiet Süd-West aus und stürzten sich auf einen 1,50 Meter mal 60 Zentimeter großen Stahlschrank.

Innerhalb von ein paar Minuten rissen sie das Teil von der Wand – die Dübellöcher sind noch auf dem nebenstehenden Foto zu sehen – und zerrten den Tresor offenbar auf eine Transportkarre. Denn frische Kratzspuren im Kunststoffbodenbelag des Büros enden kurz vor der Tür in den Gebäudeflur.

„Die waren vor einer Woche schon mal hier“, ist sich der Betriebsstättenleiter des Michaelwerks Kröpelin, Klaus-Rüdiger Blau, sicher. „Da hatten sie das Fenster aufgehebelt und nichts weiter kaputtgemacht. Sie wollten wohl nur sehen, wie lange der Wachdienst braucht, bis er hier ist. Die Polizei hat das alles aufgenommen.“

Der zuständige Wachdienst war gestern früh laut der Polizeiangaben nach der automatischen Auslösung des Alarms binnen einer knappen Viertelstunde am Ort des Geschehens. „Die hatten nicht viel Zeit, ihre Spuren zu verwischen“, meint Klaus-Rüdiger Blau und ist froh, dass hier nicht gehaust worden ist, wie z.B. im Amt Neubukow-Salzhaff. Als dort Anfang April der Tresor der Buchhaltung gestohlen worden war, hatten die Täter überall den bläulichen Staub von Trockenfeuerlöschern versprüht.

In Kröpelin verbrachten sie gestern eilig das Diebesgut auf einen Anhänger, der vor dem Gebäude des Michaelwerks stand und rasten damit davon. Nicht mit einem Transporter des Michaelwerks, wie in ersten Meldungen vermutet wurde, sondern mit einem noch unbekannten Fahrzeug. Der in der Nacht zunächst vermisste VW Crafter des Michaelwerks stand in einer Autowerkstatt zur Reparatur.

Die Diebe müssen in Richtung Wismar entschwunden sein, denn der gestohlene Hänger und der Tresor wurden am Vormittag bei Warnkenhagen gefunden.

Am Stahlschrank soll herumgekokelt worden sein – die Polizei spricht nur von Brandspuren, wollte über den Zustand des Stahlschranks und seinen Inhalt nichts weiter mitteilen.

Laut Betriebsstättenleiter Blau enthielt der Tresor vor allem „Dinge, an die sonst keiner ran soll, die aber auch für niemanden anders einen Nutzen haben“, sowie 300 Euro und Fahrzeugschlüssel des Michaelwerks: „Die Schlüssel sind natürlich ein Problem, da sind die Kennzeichennummern dran und theoretisch könnten die Diebe unsere Autos jederzeit abholen“. Doch noch stehen alle Autos auf dem Hof und der Betrieb leitet entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ein. Erstaunlich findet der Leiter des Hauses, dass die Täter so gezielt „genau in diesen Raum eingestiegen sind. Damals schon, vor einer Woche.“

Auf die Frage, ob es bereits Verdächtige gebe und ob die Ermittler Zusammenhänge zwischen den vielen Tresordiebstählen sehen würden, antwortete gestern der Sprecher der zuständigen Polizeiinspektion Güstrow, Gert Frahm: „Die Ermittlungen in diesen Fällen sind umfassend und dauern noch an. Zusammenhänge zwischen den Taten werden geprüft.“

Thomas Hoppe

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