Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Forscher behalten Hellbach im Auge

Neubukow Forscher behalten Hellbach im Auge

Verein „Fisch und Umwelt“ sieht Bach „im sehr grünen Bereich“ und nutzt ihn weiter als Referenzgewässer

Voriger Artikel
Gedeckter Tisch: 27 000 Essen in 5 Jahren
Nächster Artikel
Bereits seit 38 Jahren lenkt Gisela Scheinert Traktoren

Die Fischtreppe in Neubukow mit der Meerforellenstation vom Verein Fisch und Umwelt.

Quelle: Thomas Hoppe

Neubukow. „Big Brother im Hellbach“ überschrieb die OZ vor sechseinhalb Jahren ihren Beitrag über ein Pilotprojekt des Rostocker Vereins „Fisch und Umwelt MV“ zur video-optischen Zählung der aufsteigenden Meerforellen im Hellbach. Mittlerweile sind die beiden Kameras in der Monitoringstation an der Neubukower Fischtreppe beim Mühlenteich und die Antennen für die Transponderkapseln damals entsprechend markierten Fische abgebaut. Doch die wachsamen Augen der Biologen bleiben auf das Gewässer und das Leben darin gerichtet. So sagt es zumindestens Diplombiologe Dr. Olaf Krüger vom Verein „Fisch und Umwelt“: „Der Hellbach bleibt für uns das Referenzgewässer. Zum Vergleich mit anderen Gewässern, aber auch damit hier nicht plötzlich der Bestand zusammenbricht. Im Hellbach reproduziert sich ja eigentlich der Fischbestand seit Jahren selbst. Wenn man von der Meerforelle spricht, ist im Hellbach auch alles im sehr grünen Bereich. Wir hatten Jahre mit über 2000 aufsteigenden adulten (geschlechtsreifen d. R.) Meerforellen. Wir können also weiterhin aus dem Hellbach Forellen entnehmen, um Besatzmaterial zu gewinnen, das dann nach dem Landesbesatzprogramm ausgesetzt wird. Dabei ist der Hellbach in diesem Besatzprogramm nicht mehr dabei, weil er eben einen gesicherten Bestand hat. Außerdem haben wir immer noch die Monitoringanlage unten in Teßmannsdorf. Dort werden aber erst im Herbst die Kameras wieder eingesetzt und die Anlage aktiviert. Denn jetzt im Sommer ist da ja nichts zu zählen.“ Doch auch Neubukow ist nicht aus dem Blickfeld der Forscher gerückt, denn hier leistet die im April 2012 eingeweihte Meerforellenstation nach wie vor ihren Dienst. „Wir werden die Aufzuchtanlage im Herbst wieder bestücken. Wir müssen nur auf die neuen Forellen warten und dann werden hier auch wieder Brütungen gemacht“ erklärt Dr. Krüger. Der Betrieb würde also so weitergehen, wie in den letzten Jahren, nur im Sommer sei er halt ein bisschen kleiner. Über Weihnachten dann, wenn die Zeit der Laichreife sei, würden die Tiere abgestriffen und Eier zur Brütung aufgelegt. „Dann kann das auch wieder den Besuchern der Station demonstriert werden“, kündigt Dr. Olaf Krüger an und hofft, dass sich dann auch manche Schulklasse aus der Stadt und aus ihrer Umgebung in der Station einfindet, um quasi praxisnahen Biologieunterricht erleben zu können. „Wir können hier doch viel zeigen und auch viel erklären“, sagt er und bietet an, dass die Schulen auch Extra-Termine mit dem Verein vereinbaren könnten, also außerhalb der offiziellen Freitagsöffnungen (gegenwärtig steht 8 bis 10.30 Uhr an der Eingangstür). Das Meerforellenprojekt werde weiterwandern, blickt Dr. Krüger in die Zukunft und begründet das damit, dass die Untersuchungen der westlichen Zuflüsse zur Ostsee „im Prinzip abgeschlossen“ seien. Auch wenn Teßmannsdorf als Referenz bestehen bleibe, würde sich die Arbeit des Vereins in Kooperation mit der Landesforschungsanstalt in Richtung Osten bewegen. Die Ausschreibung liefe derzeit und im September/Oktober würden wahrscheinlich Gebiete östlich der Warnow untersucht werden.

Olaf Krüger ergänzt: „Und nach drei, vier Jahren soll es noch weiter gen Osten gehen. Damit man auch mal das gesamte Spektrum Küste erfassen kann. Es geht ja nicht nur darum, ob die Meerforellen jedes Jahr in den Hellbach reingehen, sondern auch darum, wie sich die Forellen verteilen“.

Thomas Hoppe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Neu Sallenthin
Eigentlich ist ihr Arbeitsplatz im Wald und auf den Wiesen, aber im Laden verkauft Anna Kruschewska die Naturprodukte.

Die gebürtige Polin Anna Kruschewska betreibt in Neu Sallenthin einen kleinen Laden

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Neubukow
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.