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Frau Gronaus Postkarte auf dem Titelblatt

Neubukow Frau Gronaus Postkarte auf dem Titelblatt

Hobbyhistoriker Hans Albert Kruse zeigt im Neubukow-Kalender 2017 dreizehn alte Karten / Jede hat ihre Geschichte

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Hans Albert Kruse freut sich über den neuen Neubukow-Kalender 2017 mit seinen Postkarten.

Quelle: Thomas Hoppe

Neubukow. Zuerst die Geschichte dahinter: Die Mutter von Bettina Lixfeld schrieb am 6. Januar 1949 eine Postkarte an ihre Tochter in Wyk auf Föhr. Abgeschickt wurde das gute Stück in Neubukow, denn die Absenderin ist die Ehefrau des bekannten Neubukower Arztes Dr. Heinrich Gronau.

Ich weiß, dass in mancher Neubukower Runde diese Kalender Gesprächsthema sind.“Hans Albert Kruse, Hobbyhistoriker

Der Schliemannstädter Ansichtskartensammler Hans Albert Kruse ersteigerte dann Jahrzehnte später diese Karte im Internet und stellte sie schließlich der Kröpeliner Gesellschaft bürgerlichen Rechts „de dromjäger“ (Christine Borgwald und Hubertus Wunschik) für die Produktion des fünften Neubukow-Wandkalenders zur Verfügung. Der liegt nun in einer Auflage von 300 Stück für den Verkauf ab dem 6.

September im Bürgerhaus am Brink bereit.

Seine Vorderseite trägt die Mutter-Gronau-Karte als Titelblatt: Darauf ist ein farbiger Holzschnitt des Neubukower Stadtwappens ohne Stierzunge zu sehen, der von Karl Zentner aus Rostock stammen soll.

„Mit diesen fünf Kalendern sind aus der Sammlung von Sabine und Hans Albert Kruse bislang insgesamt 65 Ansichtskarten in bester Reproduktionsqualität veröffentlicht worden“, sagt der Lieferant „des Rohmaterials“ für den 2017er Kalender mit historischen Ansichten aus Neubukow und Pepelow stolz. Hans Albert Kruse und seine Frau hatten die 13 – diesmal hochformatigen – Ansichts- und Fotopostkarten ausgewählt und schrieben dazu kurze informative Texte. „Zum Teil ergeben sich diese Zeilen aus den Informationen, die auf den Kartenrückseiten zu finden sind, aber auch aus meinen Recherchen im Ort“, erklärt Hans Albert Kruse und erzählt dann: „Ziemliches Kopfzerbrechen hatte mir eine Foto-Ansichtskarte aus der Zeit um 1920 bereitet, weil ich das abgebildete Haus (auf dem April-Kalenderblatt) zunächst in der Wasserstraße vermutet hatte. Doch dank eines entscheidenden Hinweises vom gebürtigen Neubukower Günter Stramm, der demnächst 90 wird, wurde klar, dass es sich um die heutige Amtsstraße 1 handelt. Hier wohnte einst der Schneidermeister Hermann Mohns.“

Auf aktuellen Fotos kann Hans Albert Kruse belegen, dass es sich um dieses Gebäude handelt, denn die Grundstruktur der Fassade, die Tür- und Fensteranordnung, ist noch identisch. Im sanierten und modernisierten Haus wohnt heute eine junge Familie. Bei dem kleinen Nummerschild auf dem Postkartenfoto, das rechts über der Haustür zu erkennen ist, vermutet Hans Albert Kruse die Spur der Gebäudezählung, die einst während der französischen Besetzung im 19. Jahrhundert in dem Städtchen stattgefunden haben soll.

Zum ersten Mal fand der Hobbyhistoriker bei seiner Postkartenauswahl für das Dezember-Blatt den Hinweis auf einen „Gemeinnützigen Verein Neubukow“. „Kein Mensch kann damit etwas anfangen – der muss in den 1920er Jahren gewirkt haben“, sagt Hans Albert Kruse und hofft auf „etwas Feedback“, dass jemand anruft und ihm sagt, dass er etwas zum Gemeinnützigen Verein habe. „Ich weiß, dass in mancher Neubukower Runde diese Kalender Gesprächsthema sind“, meint der Postkarten- und damit auch Stadtgeschichtensammler. Deshalb freut er sich, dass er für September 2017 eine Foto-Ansichtskarte von 1908 mit der Familie des von 1898 bis 1933 in Neubukow amtierenden Pastors, Adolf Brückner, zeigen kann. „Dieses Foto hatte nicht einmal die Kirchengemeinde“, betont Hans Albert Kruse und zeigt dazu ein Poesiealbum von 1911 mit dem Eintrag von Adolf Brückner: „Treu, fromm, wahr – immerdar. Zur Erinnerung an deinen Pastor.“ Zweifellos dieselbe Handschrift wie auf der Postkarte von 1908.

Für das Jahr 2018 planen die Kruses einen Wandkalender unter einem speziellen Thema – „zum Beispiel hatte Neubukow sehr viele Bäcker“ oder „Gruß aus...“ Hans Albert Kruse unterstreicht: „Die Interessenten dürfen gespannt bleiben, wie es weitergeht.“

Der Neubukow-Kalender 2017 erscheint in einer Auflage von 300 Stück. Ein Exemplar kostet 10 Euro. Verkauft werden die Kalender im Bürgerhaus am Brink 1 und von Hans A. Kruse.

Thomas Hoppe

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