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Großes Interesse am Straßenneubau in Diedrichshagen

Kröpelin Großes Interesse am Straßenneubau in Diedrichshagen

Rund 60 Leute bei Bürgerbeteiligung dabei / Aufgeschlüsselte Kostenprognosen vermisst

Kröpelin. Die Kirchenglocken läuten minutenlang: Es ist 18 Uhr, Abendbrotzeit. Zudem wird bei der Fußball-EM das Spiel Österreich – Ungarn angestoßen. Trotzdem ist der Saal von Kröpelins Rathaus an diesem Dienstagabend besetzt, wie seit Langem nicht. Rund 60 Leute haben sich hier zur „Bürgerbeteiligung für den Ausbau der Straße „An den Teichen“ und für den Lückenschluss „Zur Plantage“ in Diedrichshagen eingefunden.

 

OZ-Bild

„Zur Plantage“ als Wasserstraße. Das gestrige Unwetter zeigte, wie dringend der Bau neuer Straßenabschnitte in Diedrichshagen ist.

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Zunächst stellt Ralf Szepanzik vom Planungsbüro Mahnel aus Grevesmühlen den Plan der Straßenbaumaßnahme vor. Demnach würde die neue asphaltbefestigte Fahrbahn – mit 60 Zentimetern Straßenaufbaustärke und zwei Ausweichstellen – im Bereich der Kurve (Ecke Budweg/Stiller Winkel) bis zum bereits neu hergestellten Wegabschnitt Richtung Wichmannsdorf zwischen den vorhandenen Hochborden und den geplanten Rundborden (vor 1 Meter breitem geschotterten Seitenstreifen) eine Breite von 3,50 Meter haben. Von Neubaubeginn (nahe der Bushaltestelle) bis zur Budweg-Kurve sollen jedoch die 5,50 Meter Breite beibehalten werden. Die Straße „Zur Plantage“ werde mit 4 Metern an die neue Betonspurbahn, die von der Landesstraße kommt, angeschlossen, heißt es weiter. Wie Ralf Szepanzik zudem erläutert, soll es zwei Bauabschnitte geben. Die Ausschreibung laufe bereits. Gebaut werden soll von Anfang August bis Mitte November. „Das ist recht straff, aber machbar“, meint der Planer. Was die Erreichbarkeit der Grundstücke und die Müllabfuhr betreffe, werde man mit dem Baubetrieb klären, dass es rechtzeitige Informationen gibt, bzw. die Entsorgung organisiert wird. Probleme der Anwohner, die sich während der Bauphase ergeben sollten, könnten zu den wöchentlichen Baurapporten vorgebracht werden, informiert Ralf Szepanzik. Zusammen mit der Straße würde auch die Straßenbeleuchtung im Dorf erneuert, sowie die Regenwasserleitung für die Straße. Zu Letzterer betont Kröpelins Bauamtsleiter Rüdiger Kropp, dass alle Grundstückseigentümer die Möglichkeit hätten, sich kostenpflichtig an die Regenwasserleitung anschließen lassen zu können, das betreffe auch ihre Überlaufe von „biologisch gereinigtem Abwasser“. Dazu erklärt dann Karsten Voigtländer, vom gleichnamigen Bad Doberaner Ingenieurbüro, unter anderem, dass sowohl der alte Schmutz-, wie auch der alte Regenwasserkanal versandet bzw. gebrochen seien. Deshalb werde zumindest der Regenwasserkanal erneuert und der Schmutzwasserkanal, der im Gehweg liege, „bis zur Kurve“ (südliche Gabelung der Straße, d.R.) komplett außer Betrieb genommen werde. Unabhängig von der Maßnahme der Stadt werde der ZVK den Abschnitt einer alten Trinkwasserleitung per punktueller Pressung erneuern – dafür entstünden den Anwohnern keinerlei Kosten.

Ansonsten interessieren die Kosten, die die Straßenanwohner anteilig für den Neubau der Piste, für die Beleuchtung und die Regenwasserleitung zu entrichten haben, natürlich alle Diedrichshäger. Doch Cornelia Panke vom Bauamt kann nur die gerundeten Gesamtkosten des ganzen Projekts benennen: 761000 Euro: „Davon umfassen die Eigenmittel Kröpelins rund 200 000 Euro, die laut Satzung umgelegt werden müssen“. Für die genaue Berechnung müssten immerhin die Gesamtgröße des Grundstücks, die Art und Weise der Bebauung sowie der Grundstücksnutzung beachtet werden. Mehrfach kritisieren die Bürger, dass die Eigentümer der Lkw und Traktoren, die ganzjährig die Piste befahren würden, gar nicht an den Kosten beteiligt werden. Dafür habe die Stadt für die Fahrbahnfestigung 70 Prozent zu zahlen, die Anlieger 30, ergänzt Cornelia Panke.

„Das hat mir nichts gebracht. Sie konnten keine Zahlen sagen, wie die Kosten aufgeschlüsselt werden. Sie konnten nicht mal sagen, wie viel Grundstückseigentümer beteiligt werden. Sie wussten auch gar nicht, dass unsere Regenentwässerung an der alten LPG-Anlage angeschlossen ist“, sagt später der Anwohner der Straße „Zur Plantage“, Thomas Porm, zur OZ. Er wollte wissen, mit wie viel Prozent er an den Straßenbaukosten beteiligt werde. Solche Zahlen hätten die meisten Anwohner der Straßenabschnitte erwartet, immerhin kämen ja wohl jeweils ein paar Tausend Euro auf die Betroffenen zu.

Thomas Hoppe

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