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Grundschüler erleben Forschertage

Kröpelin Grundschüler erleben Forschertage

Wasser, Luft und Farbenlehre beschäftigten jüngste Kröpeliner zwei Tage lang in ihren Laboren. Die Projekttage sollen Tradition werden.

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Diese drei Expertinnen erforschen wohl gerade mit ihrer speziellen Spritztechnik die Grenzen der farblichen Gestaltung. Das soll auch gut mit Haushaltssieb und Zahnbürste funktionieren. Fotos (6): Thomas Hoppe

Kröpelin. Was ist denn hier an diesem Freitagvormittag los?

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Wasser, Luft und Farbenlehre beschäftigten jüngste Kröpeliner zwei Tage lang in ihren Laboren. Die Projekttage sollen Tradition werden.

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Josie rennt – und das im Flur der Kröpeliner Grundschule „Am Mühlenberg“! Erst rast die Viertklässlerin aus Alt Karin einfach so in Richtung Speisesaal, vorm zweiten Lauf spannt sie sich sogar einen großen Regenschirm auf (siehe kleines Foto). All das geschieht unter den Augen von Bettina Böhme. Die Kühlungsbornerin ist seit 2009 Lehrerin an dieser Schule und unterrichtet eigentlich Mathe, Deutsch, Sachkunde, Englisch und Philosophieren mit Kindern. Doch jetzt ist sie quasi eine Professorin für Luftbewegungen und koordiniert die Forschungen einer Gruppe Wissbegieriger, die gerade ergründen, das Luft bewegen und bremsen kann.

„Das ist eine schöne Möglichkeit, wo Kinder etwas ausprobieren und handelnd lernen können“, sagt Bettina Böhme zu den zweiten Kröpeliner Forschungstagen der hiesigen Grundschule, in die die Luftexperimente eingebettet sind. Wie unter anderem auch Wäscheklammern, die am Minifallschirm auf den Fußboden schweben; Luftballons, die am Faden durch den Klassenraum schießen; Rosinen, die im Sprudelwasser tanzen; Pfefferpulver, das bei Spülwasserkontakt auf den Wasserglasboden sinkt oder Farben, die durch ihre Mischung ihr Aussehen total verändern.

Etwas selber herauszufinden sei für die Kinder ganz wichtig, meint die Lehrerin und verweist auf die Eigenart dieser beiden Projekttage, dass Zweit- bis Viertklässler zusammenarbeiten: „Damit auch jeder von jedem ein bisschen lernen kann und sich die Kinder untereinander unterstützen – sodass auch die soziale Komponente ausgebildet wird“.

Die Abc-Schützen hätten in dieser ersten Schuljahreswoche übrigens komplett nur beim Klassenlehrer Unterricht, damit sie nicht überfordert würden, heißt es.

Da betritt Grundschülerin Inola eines der beiden heutigen Luft-Labore und beantwortet die OZ-Frage, ob ihr diese Art Projekttage Spaß bereite, mit einem sehr knappen aber im Tonfall durchaus überzeugenden „Ja!“. In den „Laboren“ ist unschwer zu erkennen, warum vielen Kindern diese Forschertage gefallen: Sie bauen bei Bettina Böhme handliche Windmühlen, mit Marina Niemann Papierschiffchen, lassen gemeinsam mit Susann Romeiks papierne Seerosen im Wasserbecken erblühen, staunen über die tragende Spannung von Wasseroberflächen und die Wirkung von Spülmitteln, lachen bei Sylvia Säger über den „raketenschnellen“ Antrieb durch aufgeblasene Luftballons und mit Kerstin Neumann über ihre Farbenaliens. Viele Beobachtungen tragen sie in vorgedruckte Protokolle ein. Dabei gibt es auch eklatante Widersprüche. So meint Maximilian zunächst, dass sich der hinter einer eckigen Pfundpackung Kaffee versteckte kleine Ball genauso wegbewegen würde, wie einer, der hinter einer runden Literflasche Wasser liegt, wenn ein Luftzug von vorn auf die beiden Verstecke trifft. Für Janina und Michelle ist dagegen gleich klar, dass der Ball hinterm Eckigen liegen bleibt, im Gegensatz zum Ball im Windschatten der runden Flasche. Bettina Böhme regt die Kinder aber noch an, auch das Warum zu klären. Im Kunstraum der Schule geht es derweil eher um das Wie. Hier wird mit Farben gekleckst, getropft und gespritzt. Werden die benetzten Papiere zusammengefaltet ergeben sich außergewöhnliche Bilder – manche meinen außerirdische Gestalten zu erkennen: Aliens.

Thomas Hoppe

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