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In Kröpelin gilt jetzt neue Hunde-Verordnung

Kröpelin In Kröpelin gilt jetzt neue Hunde-Verordnung

Überarbeitete Fassung zu Leinenzwang und Kotbeseitigung erlangt Rechtskraft

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Manfred Jungmann-Schulze geht mit seinem Chow-Chow Gassi. FOTO: T. HOPPE

Kröpelin. Im Radio wurde bei N-Joy gerade die Twittermeldung eines jungen Hörers kundgetan, der seinen Hund zwar liebe, aber bei diesem Novemberniesel mit ihm jetzt wahrlich nicht Gassigehen wolle...

Hundeverordnung – da stehe ich voll dahinter. Mein Hund wurde schon zweimal angegriffenManfred Jungmann-Schulze

Kaum ist dieses weltweite Statement versendet, stapft in Kröpelin ein 66-Jähriger in Gummistiefeln über die noch schneebedeckte nasse Wiese unweit des einstigen „Parks der Nationen – nahe der Kröpeliner Straße des Friedens – und führt seinen Chow-Chow Gassi.

Der ganze Kerl heißt Manfred Jungmann-Schulze und er geht jeden Tag alle drei Stunden mit seinem jetzt zehnjährigen Chico vor die Tür – egal bei welchem Wetter. Also auch an diesem verregneten Dienstag. Wie er berichtet, hätten die Hundebesitzer, die er alle kenne, dafür gekämpft, dass hier eine Hundetoilette mit Tüten für den Kot hinkommt. Doch es kämen auch Fremde mit ihren Tieren auf diese Wiese und benutzten sie als Hundetoilette – ohne Entsorgung.

Auch deshalb findet der Mann, der seit 2008 Kröpeliner ist, eine „Verordnung über das Führen von Hunden“ okay. Die Kröpeliner Fassung von 2013 hatte nur keine Rechtskraft erlangt, weil die Kreisordnungsbehörde damals formelle Fehler beanstandet hatte. Doch der überarbeiteten 2016er Fassung hat der Landrat Ende September seinen Segen gegeben.

„Manche haben in Kröpelin vier, fünf Hunde. Die marschieren hier voll durch. Manche kommen auch mit freilaufenden großen Tieren – Boxer, Dobermann: Wenn dann Rüde auf Rüde trifft... Mein Chow-Chow wurde schon zweimal angegriffen. Er hat hier oben zwei große Narben“, erzählt Manfred Jungmann-Schulze und betont: „Dabei heißt es doch bis zur Stadtgrenze Leinenzwang. Doch die Leute halten sich nicht dran“. Dabei müssten die Hundebesitzer auch damit rechnen, dass Kinder vorbeikommen oder Behinderte, meint der alleinstehende Rentner noch. Er war früher bei einem Sicherheitsdienst beschäftigt.

In der Verordnung heißt es ganz klar, dass „auf öffentlichen Straßen und öffentlichen Grünflächen innerhalb der geschlossenen Ortslage“ Hunde zwischen 6 und 22 Uhr an der Leine zu führen seien. Die Länge der Leine dürfe höchstens zwei Meter betragen.

Hundekot, der „außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums“ abgesetzt wird, müsse unverzüglich aufgenommen und über die eigene Hausmülltonne oder die öffentliche Hundetoilette entsorgt werden, heißt es in der Hundeverordnung, die am 6. Oktober in Kraft trat. Ordnungswidrigkeiten können demnach mit Geldbußen bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Thomas Hoppe

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