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In Neubukow soll der Preis für Fernwärme sinken

Neubukow In Neubukow soll der Preis für Fernwärme sinken

Entsprechender Beschluss-Entwurf sieht rückwirkende Preiskorrektur ab 1. Januar vor

Neubukow. In der Schliemannstadt soll die Fernwärme für die Verbraucher im Preis etwas günstiger werden. Dafür liegt den Volksvertretern für ihre Sitzung am 5.

 

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Wir hoffen, dass die Parteien nun wirklich bald zu einer Einigung kommen.“Roland Dethloff zum Biomasse-Heizwerk

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April ein entsprechender Beschlussentwurf vor. „Wir beabsichtigen eine Anpassung des Arbeitspreises der Fernwärme — mit einer Korrektur nach unten“, kündigt dazu der Neubukower Bürgermeister Roland Dethloff an, und spricht quasi für den Gesellschafter dabei über die stadteigene Stadtwerke GmbH. Die plane nämlich eine Absenkung des Arbeitspreises für Fernwärme, weil sie „für das Jahr 2016 einen besseren Energieeinkauf sicherstellen konnte“. Zudem sei im Laufe des Vorjahres festgestellt worden, dass der Gasgenerator, der im Jahr 2014 von der Ravensberger Landbau GmbH übernommen wurde und mit Biogas aus Krempin versorgt wird, „eine höhere Wärmeausbeute generiert, als es die technischen Parameter in der ursprünglichen Kalkulation vermuten ließen“. Derzeit beträgt der Arbeitspreis für Neubukower Fernwärme nach den Angaben aus dem Rathaus 5,97 Cent je Kilowattstunde. Er soll auf 5,40 Cent je Kilowattstunde abgesenkt werden. „Das sind aber Nettopreise, da kommt immer noch die Mehrwertsteuer dazu“, erläutert Roland Dethloff. Er rechnet dann aber auch fix die durchschnittliche jährliche Einsparung für ein Einfamilienhaus aus, wenn hier rund 16000 Kilowattstunden an Fernwärme verbraucht werden: „Das sind 80 Euro im Jahr“. Die Stadtwerke wollten damit sowohl die Absenkung beim Gaspreis auf dem Markt an die Verbraucher weitergeben, als auch die eigene Ertragssituation aufgrund der besseren Wärmeausbeute des Biogasgenerators einfließen lassen, betont Roland Dethloff und ergänzt: „Die Anpassung soll auch rückwirkend zum 1. Januar 2016 erfolgen.

Damit die Eigentümer, wie Wohnungsgenossenschaften, private Immobilien- und Eigenheimbesitzer, auch das ganze Jahr davon partizipieren können.“

Interessant bei der Fernwärme sei noch, dass durch den regenerativen Anteil, den die Neubukower Stadtwerke daran jetzt erreicht hätten und der mit dem Biomasse-Heizwerk am Stellwerk noch deutlich ausgebaut werden solle, der Primärenergiefaktor (0,67) weiter reduziert werden könne, unterstreicht Dethloff. Das habe den Vorteil, dass Neubauten mit Fernwärmeversorgung und entsprechend niedrigem Primärenergiefaktor auf sonst womöglich erforderliche Maßnahmen laut Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verzichten könnten. Besagter Primärenergiefaktor würde noch deutlicher sinken, wenn das geplante Biomasse-Heizwerk komme. Zwar gebe es bereits eine Liefervereinbarung, doch in diesem Jahr werde es hier wohl keine Inbetriebnahme geben. Zwischen dem jetzigen Eigentümer und dem künftigen Käufer soll es Widersprüche in Grundstücksfragen geben. Deshalb sei auch noch kein Antrag für das Genehmigungsverfahren gestellt worden.

Primärenergiefaktor

Bei Energieverbrauchsvergleichen ist es problematisch, dass es unterschiedliche Arten von Energieträgern gibt, die nicht direkt miteinander vergleichbar sind, weil sie unterschiedliche Eigenschaften bei der Bereitstellung, der Versorgungssicherheit und Klimaschädlichkeit haben. Deswegen multipliziert man für solche Vergleiche den Verbrauch an Endenergie (wie Erdgas, Fernwärme oder Strom) jeweils mit einem Gewichtungsfaktor, dem sogenannten Primärenergiefaktor, dessen Wert von der Art der eingesetzten Energie abhängt. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind alle Primärenergiefaktoren der Energieträger festgelegt. (z.B. gilt für Erdgas der Faktor 1,1 und für Solarenergie 0)

Von Thomas Hoppe

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