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In Pepelow könnten noch kleine Flächen bebaut werden

Am Salzhaff In Pepelow könnten noch kleine Flächen bebaut werden

Gemeindevertreter Am Salzhaff wollen städtebaulichen Vertrag für den „Windpark Rakow“

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Mit dem Vertrag wollen wir uns von jeglichen Kosten freihalten.“Hans-Adolf Barck, stellv. Bürgermeister

Am Salzhaff. Die Innenbereichssatzung für die Ortslage Pepelow soll geändert werden. Das beschlossen die Vertreter der Gemeinde Am Salzhaff in ihrer Sitzung am Mittwochabend. Damit wird Baufreiheit für eine Lückenbebauung geschaffen. Reinhard Böhm von der Bürogemeinschaft für Stadt- und Dorfplanung Rostock hatte den gewählten Vertretern und Gästen des Abends den Plan erklärt.

Dabei ging es zunächst um die Nachnutzung der Fläche des ehemaligen Melkstandes im Oberdorf. Ursprünglich, so Reinhard Böhm, sollte das Areal parzelliert und Platz für vier Grundstücke schaffen werden – 3800 Quadratmeter. Doch für die Versiegelung wären größere Ausgleichsmaßnahmen nötig geworden. So schlägt Reinhard Böhm vor, nur den vorderen Teil der Fläche zu nutzen und im hinteren Teil Naturschutzbelange zu berücksichtigen. Das heißt, es könnten zwei größere Grundstücke an der Straße entstehen.

Ein zweites Areal erklärte Reinhard Böhm hinter dem Zweigeschosser. Nahe der Strandstraße wäre eine bauliche Nutzung der Fläche für eine dorftypische Bebauung möglich. Dabei sollte, so Böhm, die alte Scheune einbezogen werden.

Als dritte Fläche nannte der Planer das Areal am Ortsausgang von Pepelow – nahe des Seeweges. Hier könnten ein oder zwei Häuser gebaut werden. Die Fläche ist bereits Bestandteil der Innenbereichssatzung, aber dort als Grünfläche ausgewiesen. Maximal zwei Einfamilienhäuer könnten gebaut werden. Die Ausgleichsmaßnahmen für die Versiegelung müssten auf den eigenen Grundstücken geschaffen werden – durch eine Feldhecke.

Alle Wohnhäuser sollten nur mit einem Vollgeschoss errichtet werden.

Kosten würden für die Gemeinde nicht entstehen, sie würden durch die privaten Bauherren getragen werden, erklärte Reinhard Böhm. Die Satzung wird öffentlich ausgelegt.

Die Gemeindevertreter konnten mit den Ideen mitgehen. „Wenn der alte Melkstand und die Scheune als Schandfleck verschwinden, ist das auch positiv fürs Ortsbild“, sagte Hans-Adolf Barck, stellvertretender Bürgermeister, der die Sitzung für den erkrankten Bürgermeister leitete.

Ein zweiter wichtiger Punkt an dem Abend war die Änderung des B-Planes Nr. 2 „Windpark Rakow“. Die Gemeindevertreter wollen sich hierfür mit einem städtebaulichen Vertrag absichern. Vier Windräder drehen sich nahe Rakow. Zwei von ihnen stehen auf einer Fläche, die die Gemeinde an den Betreiber verpachtet – und somit Einnahmen hat. Die Kommune Am Salzhaff kassiert nicht nur Gewerbesteuer sondern auch Pachtgelder. Mit dem städtebaulichen Vertrag will sich die Kommune von jeglichen Kosten freihalten. „Wir wollen keinerlei Haftung übernehmen“, sagt Hans-Adolf Barck. Die vier Windenergieanlagen bei Rakow sollen im Rahmen von Repowering erneuert werden. Sie sollen höher werden und größere Rotoren erhalten. Und damit mehr Energie produzieren. Das Verfahren läuft.

Bereits 1998 war der B-Plan „Windpark Rakow“ als Satzung beschlossen worden und war im Jahr 2000 in Kraft getreten. Würde der B-Plan aufgehoben, würde sich die Gemeinde schadenersatzpflichtig machen.

Auch deshalb soll ein städtebaulicher Vertrag zum B-Plan die Gemeinde schützen. „Und wir wollen sicherstellen, dass wir am Ertrag von zwei Anlagen beteiligt bleiben“, sagt Hans-Adolf Barck. Die anderen vier Gemeindevertreter an dem Abend sahen das auch so.

Renate Peter

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