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Neubukow In knapp vier Minuten bis zur Marktplatz-Mitte

Bürgerversammlung: Neubukows großer Gratis-Parkplatz wird in seiner Lage unterschätzt

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Auch der kostenpflichtige Parkplatz an der Burgstraße befindet sich in Zentrumsnähe.

Quelle: Fotos: Hoppe

Neubukow. „Ich weiß, dass das ein sehr brisantes Thema ist. Aber man darf sich auch diesem nicht verschließen, zumal ja auch der politische Wille dahinterstand, in diesem Bereich mal für Ordnung zu sorgen“, leitete Neubukows Bürgermeister, Roland Dethloff (parteilos), vor der hiesigen Bürgerversammlung im Oktober den Tagesordnungspunkt „Ahndung ruhender Verkehr und Parkplatzsituation“ in der Schliemannstadt ein.

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Bürgerversammlung: Neubukows großer Gratis-Parkplatz wird in seiner Lage unterschätzt

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Seit Juni sei in dieser Sache eine Politesse unterwegs und kontrolliere im Stadtgebiet regelmäßig den ruhenden Verkehr. Denn die sporadischen Ahndungs-Aktionen des Ordnungsamtes, die auf den „Lerneffekt“ zielten, dass von der vorgeschriebenen Nutzung der Parkscheibe auch Gebrauch gemacht werde, hätten keinen Erfolg gebracht: Die Zahl der Parksünder ging nicht zurück. Das Hauptproblem sei die Parkplatzsituation, schätzte der Rathauschef ein und erinnerte an den Verlust der Übergangsparkplatzes im Bereich des Marktplatzes, wo jetzt ein Neubau entstehe. Zwar nutze man jetzt auch die Parkplatzangebote nahe der Gärtnerei, am Amtsgarten und in der Nähe des alten Amtsgebäudes, doch gebe es immer noch Verkehrsteilnehmer, die auch montags bis freitags vor 18 Uhr auf dem Markt länger als die dann genehmigten zwei Stunden parken würden. „Das ist auch ein Punkt, der durch die Ahndung beseitigt werden soll“, betonte Roland Dethloff. Wie er weiter informierte, hätte es Anfragen im Rathaus zur möglichen Einrichtung von Anwohnerparkplätzen im Bereich des Marktes und der umliegenden Straßen gegeben, die jedoch schwierig zu realisieren seien: „Man muss ja hier die Gerechtigkeit für alle im Blick haben“ – und dafür fehle es in unmittelbarer Zentrumsnähe an ausreichend Parkraum. Viele Bürger würden einen Parkplatz vor ihrer Tür erwarten. „Das werden wir in dieser Form nicht realisiert bekommen“, stellte der Verwaltungschef klar. Ein wichtiger Aspekt sei in diesem Zusammenhang auch der Bereich der engen Nebenstraßen (Kirchen-, Hinter- und Grabenstraße), in dem es auf den angebotenen Flächen keine zeitliche Parkbegrenzungen gebe, wie der Bürgermeister betonte. Im Gegensatz zur Keneser Straße, wo es in den gekennzeichneten Flächen Zeitgrenzen gebe, auf die die Politesse auch ein Augenmerk lege. Wie deutlich wurde, gibt es in dieser Straße die Unsitte einiger Verkehrsteilnehmer, dass sie außerhalb der Parkflächen, vor Ladeneingängen, vor Ausfahrten und auf dem Bürgersteig ihre Autos abstellen.

Die Parkplätze in der Burgstraße (kostenpflichtig) und am Amtsgarten hätten noch freie Kapazitäten. Dass der Weg von Letzterem ins Stadtzentrum zu weit sei, wie manche meinen würden, könne man nicht akzeptieren, sagte Roland Dethloff. Bei einem OZ-Test dauerte der Weg vom Parkplatz Amtsgarten, über die Amts- und Marktstraße bis zur Marktplatzampel in normalem Schrittempo 3 Minuten und 44 Sekunden, im „Herzschongang“, war der Weg in 4 Minuten, 20 Sekunden zu bewältigen. Das bestätigte auch die Verkäuferin der Fleischerei Prüter, Ramona Schmidt. Die Bad Doberanerin parkt arbeitstäglich am Amtsgarten und sagte: „Ich brauche weniger als 5 Minuten zur Arbeit“.

In der Diskussion auf der Bürgerversammlung standen vor allem die Parksünder in der Keneser Straße am Pranger. Vorgeschlagene Poller und Aufpflasterungen seien nicht realisierbar, legte Amtsleiterin Jana Schmidt dar und sagte: „Park- und geschwindigkeitstechnisch ist die Keneser Straße ein Problemfall. Wir können nur an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer appellieren“. Einem Vorschlag, auf dem Markt die Parkdauer wieder auf eine Stunde zu reduzieren, wurde aus der Verwaltung erwidert, dass bei der Erhöhung auf zwei Stunden nicht nur an Einkäufer gedacht worden sei, sondern auch an Arztbesucher. Scharfe Kritik, auch von einem Betroffenen, wurde an der missbräuchlichen Nutzung von Behindertenparkplätzen geübt. Doch auch hier musste die Verwaltung konstatieren, dass trotz Knöllchen die Einsicht mancher Zeitgenossen fehle.

Thomas Hopp

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