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Kalender zum Träumen und Mut machen

Kröpelin Kalender zum Träumen und Mut machen

Im Traumkalender verewigten zehn Frauen ihre Wünsche, Ängste und Hoffnungen.

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Carmen Blazejewski, Mitarbeiterin Wiebke Bache und die Leiterin der IB-Beratungsstelle Kröpelin, Ellen Schlutow (v.l.n.r.).

Quelle: Sabine Hügelland

Kröpelin. „Träumen hilft leben, Leben hilft träumen", so lautet der Titel eines Kalenders, der Mut machen soll. Ein immerwährender Traumkalender mit Fotos, Bildern, Geschichten, Sprüchen, Gedichten und Rezepten. Emotionen aus der Palette des Lebens: Von der Seele geschrieben und in wenige Worte gefasst.

Die Frauen sind bei diesem Projekt über sich hinaus gewachsen.“Ellen Schlutow, Leiterin

IB-Beratungsstelle Kröpelin

Herausgegeben vom Internationalen Bund (IB) Mittleres Mecklenburg mit Sitz in Kröpelin und unter der künstlerischen Leitung der Autorin und Dramaturgin Carmen Blazejewski, entstand ein zeitlos schöner Kalender mit gefühlvoller Tiefe. Die Rezepte sind mit besonderen Momenten oder lieben Menschen der Autorinnen — sie heißen Angelika, Carmen, Doreen, Ellen, Helga, Inge, Katy, Marion, Marina, Monika, Sylvia P. und Sylvia B. - verknüpft. Eine Arbeit, die viel Menschlichkeit ausstrahlt und kein plattes Dekowerk ist. Carmen Blazejewski führte die Maßnahme im Rahmen ihres Angebotes des therapeutischen kreativen Schreibens durch.

Die Sozialpädagoginnen Ellen Schlutow und Wiebke Bache arbeiten in der Beratungsstelle für Betroffene von häuslicher Gewalt des IB Kröpelin.

Aus ihrer Frauengruppe, die sie betreuen, stammen die zehn Kalender-Autorinnen im Alter zwischen 35 und 76 Jahren. Vieles liegt hinter ihnen. Erlebtes, das die Seele strapazierte — und dennoch ist der Kalender voller positiver Aspekte.

„Wieder aufpäppeln lohnt sich immer“, schreibt Angelika in den Kalender. „Du fragst mich, wovon ich träume? Und was ich mir wünsche?" Der Leser erfährt von den Sehnsüchten, die gar nicht so weit sind, von denen anderer. „Einen Stein finden, ihn aufheben, in der Hand fühlen...", Marion schreibt schonungslos ehrlich.

Einfache Strand-Steine wischten ihre tiefe Traurigkeit weg. Auch Ellen Schlutow und Carmen Blazejewski ließen ihren Gedanken freien Lauf. Ellen Schlutow wünscht sich weniger Hast, mehr Frieden und Ruhe. Etwas, das den meisten Menschen in der hektischen Zeit verloren ging.

So dient der Traumkalender im wahrsten Sinne des Wortes zum Träumen: Was wäre wenn — und wie komme ich dahin? Glücklich sein, geliebt werden und lieben, im Frieden mit der Familie, seinen Mitmenschen und zuletzt auch mit sich selbst zu leben, das wünschen sich nicht nur diese mutigen Frauen, die ihre Herzen öffneten.

„Es ist unser Anliegen, aus der Isolation herauszutreten. Das hat Kraft und Mut gekostet“, sagt Ellen Schlutow und ergänzt: „Einige wollten zuerst nicht schreiben, weil sie dachten, sie könnten das gar nicht." Das Nachdenken über sich selbst fiel ihnen jedoch am schwersten. „Als sie ihr Werk im Ehm-Welk-Haus öffentlich machten, merkten sie, sie haben etwas geschaffen, können etwas vorweisen.

Das war dann ein Erfolgserlebnis für alle", so Ellen Schlutow.

Carmen Blazejewski stellte mit einigen der Damen vor wenigen Jahren bereits ihr Buch-Projekt „Katastrophen und andere Chancen“ im Roten Pavillon vor. „Auch der Kalender sollte authentisch und der jeweiligen Persönlichkeit gerecht werden", sagt sie.

„Während der Arbeit am Kalender sind auch Freundschaften entstanden", erinnert sich Wiebke Bache. „Obwohl ich viel jünger bin, haben sie mich akzeptiert und sich geöffnet", so die 27-Jährige.

„Die Frauen sind über sich hinausgewachsen", sagt Ellen Schlutow über die Autorinnen, sie betont aber auch: „Natürlich hätten wir den Traumkalender niemals ohne Sponsoren durchführen können, die uns unterstützt haben."

Erworben werden kann der Traumkalender im IB Kröpelin. „Am besten kann er über E-Mail bestellt werden, dann wird er den Interessenten zugesandt“, informiert Ellen Schlutow.

• E-mail: beratungsstelle-kroepelin@internationaler-bund.de

IB in Kröpelin

Der Internationale Bund (IB) als freier Träger für Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit ist ein Dienstleistungsunternehmen.

Die bundesweit aktive und anerkannte Hilfsorganisation verfügt über einen Sitz in Kröpelin am Wasserwerk 1.

Beratung und Begleitung in Alltagsfragen, Unterstützung bei Erziehungsproblemen und beim Umgang mit Ämtern und Behördengängen werden unter anderem gefördert.

Eine besondere Dienstleistung ist der begleitende Umgang. Dieser wird durchgeführt, wenn Eltern Schwierigkeiten haben, bei Trennung und Scheidung ihre Partnerschaftsprobleme von der Elternrolle zu trennen.

Von Sabine Hügelland

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