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Karussell leiht Kröpelin Ostrock-Exponate

Kröpelin Karussell leiht Kröpelin Ostrock-Exponate

Band-Mitbegründer Wolf-Rüdiger Raschke übergab gestern Stücke für Museums-Sonderschau

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Karussell-Mitbegründer Wolf-Rüdiger Raschke (2.v. r.) übergibt den Kuratoren des Kröpeliner Ostrockmuseums Leihgaben für ihre Sonderschau „40 Jahre Karussell“. Reinhard Dankert (r.) trägt Fan-Keramik, Rüdiger Kropp zeigt eine russische Urkunde, Thomas Lehner eine Gitarre von Campino für Karussell.

Quelle: Foto: Thomas Hoppe

Kröpelin. „Ich habe gehört, dass Ihr hier im Ostrockmuseum Kröpelin die Ausstellung ,40 Jahre Karussell’ vorbereitet und da habe ich natürlich ein bisschen was mitgebracht“, gab gestern der Mitbegründer der Rockband „Karussell“, Wolf-Rüdiger Raschke, quasi den Osterhasen und legte den hiesigen Rockmusikfreunden und ihren Gästen ein paar besondere Stücke für die besagte Sonderschau „ins Nest“, die anlässlich des XXII. Schmadebecker Dorfrockfestivals, an dem Karussell teilnimmt, eröffnet werden soll. Zu den Stücken gehören eine Fan-Keramik zum 40. Jahrestag der Band „Karussell“, die im April 1976 durch eine Umbildung der Leipziger Amateurgruppe Fusion mit Mitgliedern der kurz zuvor verbotenen Renft-Combo entstand – maßgeblich initiiert durch den Keyboarder Wolf-Rüdiger Raschke. Auch ein Ölbild des Leipziger Malers Klaus-Dieter Jürgen Leidert vom Gründungsmitglied und Sänger Reinhard Huth gehört dazu, ein Plakat für die 1987er Konzerttour „Cafe Anonym“

OZ-Bild

Band-Mitbegründer Wolf-Rüdiger Raschke übergab gestern Stücke für Museums-Sonderschau

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zur gleichnamigen LP, eine Gitarre, die die Band von Campino (Die toten Hosen) geschenkt bekommen haben soll, und eine Urkunde von damals in Ebersdorf (Thüringen) stationierten sowjetischen Militärs „für die hohe professionelle Meisterschaft...“ der Gruppe Karussell.

Diese Leihgaben nahmen gestern die Mitglieder des Kuratoriums des Ostrockmuseums, Reinhard Dankert, Rüdiger Kropp und Thomas Lehner, entgegen. Der Cheforganisator des Schmadebecker Dorfrocks, Rüdiger Kropp, dankte dem Karussell-Mann und erinnerte daran, dass Wolf-Rüdiger Raschke gleich zur Eröffnung des einzigartigen Ostrockmusikmuseums „zwei Pakete mit Platten, T-Shirts und allem was so war“

nach Kröpelin geschickt hätte. „Du hast uns von Anfang an unterstützt. Einen Teil von 40 Jahren Karussell können wir also schon sehen, den anderen Teil werden wir gestalten und vielleicht schon im Mai die Sonderausstellung eröffnen“, sagte Rüdiger Kropp, und Wolf-Rüdiger Raschke antwortete: „Dann kommen wir bestimmt, wenn wir hier oben touren, mit der ganzen Band vorbei“. Zur OZ sagte Wolf-Rüdiger Raschke, dass sich die Existenz des Ostrockmuseums in Kröpelin unter den Kollegen in Deutschland herumgesprochen habe: „Das ist natürlich in aller Munde. Ich finde das hier grandios.

Weil es eine Riesenetappe musikalischer Zeit ist, mit einer Riesenvielfalt von Bands – das ist es schon wert, dass man das dokumentiert und für die Nachwelt erhält.“ Aber auch für die Zukunft habe Karussell noch viel vor: „Wir arbeiten gerade an einem neuen Album. Auch wieder mit interessanten Texten und Zusammenarbeit mit anderen Musikanten, die dort mit reinspielen. Also, es gibt immer wieder neue Aufgaben“. Gegenwärtig arbeite man an dem sozialen Projekt „Ela singt“. Dabei findet ein behindertes Mädchen aus den Neubrandenburger Diakoniewerkstätten als Karussell-Fan (auch mit den Musikern auf der Bühne) den Weg ins Leben, den Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Der Dokumentarfilm dazu soll bei den Schweriner Filmfestwochen aufgeführt werden. „Und dann freuen wir uns natürlich alle auf das große Sommerkonzert Anfang Juli in Schmadebeck“, sagte der Bandchef. Wie er ankündigte, wolle auch der letzte Plattenlabelchef von Amiga (bis 2005), Jörg Stempel, demnächst in Kröpelin vorbeischauen . „Der hat auch noch viel Archivmaterial“, sagte Wolf-Rüdiger Raschke, der Stempel vom Ostrockmuseum in Kenntnis gesetzt hatte. Dagegen war die Krankenschwester Christine Michaelis aus Jena durch einen MDR-TV-Beitrag aus Kröpelin auf die Schau aufmerksam geworden, die sie gestern besuchte. „Ganz toll!“, lautete ihr Urteil. Sie habe das früher alles live erlebt – noch immer sei das Gänsehaut pur, betonte die heute 61-Jährige.

Thomas Hoppe

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