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Kröpelin: ZVK baut neuen Trinkwasserbehälter

Kröpelin Kröpelin: ZVK baut neuen Trinkwasserbehälter

Das hiesige Wasserwerk, das regelmäßig rund 6000 Menschen versorgt, soll größeren Zwei-Kammer-Speicher bekommen

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Beim 1. Spatenstich: v.l. Bauleiter Mario Erben, Klaus Rhode, Bürgermeister Rüdiger Kropp, Stellvertreter des Verbandsvorstehers Michael Theis, Frank Lehmann, l. im Hintergrund der bisherige Wasserbehälter.

Kröpelin. Im Wasserwerk Kröpelin startete gestern Nachmittag symbolisch der Neubau eines Reinwasserbehälters. Dazu hatte der Bauherr, der Zweckverband Kühlung, zum 1.

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Das hiesige Wasserwerk, das regelmäßig rund 6000 Menschen versorgt, soll größeren Zwei-Kammer-Speicher bekommen

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Wie der ZVK-Geschäftsführer Klaus Rhode erklärte, sei der bisherige 450-m3-Trinkwasserbehälter, der vor 35 Jahren gebaut worden war, „technisch sehr stark verschlissen“. Bereits vor zwei Jahren hätte der Behälter zeitweise außer Betrieb genommen werden müssen, weil der Betonteil durchlässig geworden und es zu Verkeimungen gekommen war. „Wir haben ihn dann provisorisch abgedichtet, mit Folie und mit Sandsäcken“, ergänzte der ZVK-Chef und begründete die Entscheidung für einen Neubau auch damit, dass der alte Wasserspeicher nur eine Kammer hat, die zur Reinigung eine Außerbetriebnahme des ganzen Behälters erfordere. „Heute sind zwei Kammern technischer Standard — so können sie unabhängig voneinander gereinigt werden“, sagte Klaus Rhode. Deshalb soll der insgesamt etwa 980000 Euro teure Neubau bis Anfang November dann aus zwei Kammern mit jeweils 400 m3 Speichervolumen bestehen.

Das bereits in zwei Ausbaustufen erweiterte Kröpeliner Wasserwerk versorgt nach ZVK-Angaben heute rund 6000 Einwohner und speist täglich 500 m3 Wasser zur Stabilisierung der regionalen Trinkwasserversorgung in einen zwei mal 2000 m3 großen Druckbehälter bei Steffenshagen ein, an den auch Kühlungsborn angeschlossen ist.

In Sachen Kapazität erinnerte Frank Lehmann, der ab Januar als ZVK-Geschäftsführer tätig werden soll (wenn Klaus Rhode in den Ruhestand gegangen ist), an eine Übersicht seines Mentors für eine Verbandsversammlung. Da war zu erkennen, was mit dem Wasserverbrauch passiert, wenn in einem wichtigen Spiel der deutschen Fußballer Halbzeitpause ist: „Da gehen alle auf Toilette und auch oben im Neubaublock soll die Spülung noch funktionieren und das Händewaschen. Für jeden ist das selbstverständlich.“

Gemeinsam mit dem technischen Leiter des ZVK, Helge Kühner, zeigte Frank Lehmann der OZ die bisherigen vier Filterkessel am Kröpeliner Standort, die mit ihrem Sand insbesondere Eisen und Mangan aus dem Brunnenwasser, das hier aus etwa 25 bis 30 Metern Tiefe kommt, heraussondern und parallel dazu Luftsauerstoff dazuführen sollen.

Auf die Frage, was mit dem Nitrat geschehe, das möglicherweise im Grundwasser enthalten sei, antwortete Helge Kühner: „Das Nitrat oder der Stickstoff werden ja in den Boden eingetragen und das, was bis zu den Brunnen runterkommt, wird aufoxidiert bzw. bleibt auch als Endstufe Nitrat im Wasser enthalten. Das können wir ohne Weiteres nicht rausholen, sonst bräuchte man eine halbe Chemiefabrik.“

Mit dem Neubau des Trinkwasserbehälters sollen die Druckerhöhungspumpen, die derzeit noch im Wasserwerk Platz einnehmen, in die neue Schieberkammer umziehen und das Wasserwerk bekommt ein bis zwei weitere Filterkessel. „Nicht, weil wir zu wenig Filterfläche haben, sondern weil wir mit ihrer Erweiterung die Qualität des Trinkwassers noch erhöhen und langfristig stabiliseren wollen“, erklärte Klaus Rhode. Damit Mangan auch wirklich hundertprozentig entfernt werde, würde in Kröpelin eine Doppelfiltration errichtet (d.h. Kiesfilter — Enteisenung, zweiter Kiesfilter — Entmanganung).

Gegenüber der OZ stellte der ZVK-Geschäftsführer noch eine Erklärung zu den „ungeklärten Wasserschäden“ in Rakow in Aussicht. Die OZ hatte darüber aus einer Gemeindevertretersitzung berichtet. Das Trinkwasser in den Leitungen sei daran natürlich keinesfalls schuld, hieß es gestern unter den anwesenden Experten.

Unabhängig davon betonte der Bürgermeister von Kröpelin, Rüdiger Kropp, dass das Trinkwasser aus Kröpelin seine sehr gute Qualität habe: „Wir sind immer froh, das der Zweckverband, von dem wir ja auch ein Teil sind, hier tätig ist und uns mit sehr gutem Trinkwasser versorgt. Das ist ja unbestritten so“.

Von Thomas Hoppe

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