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Kröpelin wird nicht Mitglied im Tafelverein

Kröpelin Kröpelin wird nicht Mitglied im Tafelverein

Stadtvertreter kippen Beschluss aus dem Hauptausschuss

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Es gibt viele Vereine, die Gutes tun. Wir können aber nicht überall Mitglied werden.“Veikko Hackendahl, CDU Stadtvertretervorsteher Kröpelin

Kröpelin. Die Stadt Kröpelin wird doch kein Mitglied im neuen Verein „Tafel Bad Doberan“, dessen Sitz sich in Kröpelin befindet. Den Mitte April im Hauptausschuss mehrheitlich gefassten Beschluss hat die Stadtvertretung in ihrer letzten Sitzung nicht bestätigt.

Mit deutlicher Mehrheit wurde der Beschluss des Ausschusses wieder aufgehoben. Dabei war es die Absicht der Initiatoren, mit einer Mitgliedschaft in dem Verein, auch ein politisches Signal zu setzen.

„Der Verein braucht unsere Unterstützung, wir sollten ihn mit unserer Mitgliedschaft stärken“, argumentierte der amtierende Bürgermeister, Rüdiger Kropp.

In der Beschlussvorlage wurde erläutert, dass der Tafelverein die Nachfolge des aufgelösten „Doberaner Brotkorbes“ übernehmen würde und rund 700 bedürftige Menschen in der Region mit Lebensmitteln hilft, die von Händlern und Privatpersonen gespendet werden. Für die Stadt würde sich durch eine Mitgliedschaft als „juristische Person“, eine Beitragspflicht von 20 Euro im Monat ergeben.

Dies veranlasste Thorsten Ruf von der CDU-Fraktion, gegen eine Mitgliedschaft zu plädieren. „Wir haben vor gar nicht all zu langer Zeit ein Haushaltssicherungskonzept beschlossen. Das gestattet uns gar nicht, eine derartige Verpflichtung einzugehen. Wenn wir eine neue freiwillige Aufgabe übernehmen, die 240 Euro im Jahr kostet, muss dieser Betrag an einer anderen Stelle eingespart werden“, argumentierte Ruf. Das bestätigte auf seine Nachfrage auch Stadtkämmerin Sylvia-Marina Kühl. Rüdiger Kropp meinte, dass man in solchen Dingen auch mal Courage zeigen müsse.

Unterstützung erhielt er von Dr. Jürgen Borchardt (CDU), der meinte: „Ich finde auch, dass wir da nicht gleich klein beigeben sollten. Dann soll uns der Landkreis doch erstmal erklären, dass es falsch ist, was wir machen.“

Thorsten Ruf wiederholte seine Argumentation noch einmal und betonte, dass es ihm nicht darum gehe „eine gut gemeinte Maßnahme zu verhindern“. Aber rechtlich seien der Kommune in diesem Fall nun einmal die Hände gebunden.

Seine Fraktionskollegin Dietlind Schuster schlug vor, dass das finanzielle Problem doch gelöst wäre, wenn jeder Stadtvertreter 20 Euro von seinem Sitzungsgeld für die Deckung des Mitgliedsbeitrags spenden würde. Zur Debatte über diesen Vorschlag kam es nicht mehr. Das entscheidende Gegenargument lieferte Veikko Hackendahl, der auch schon im Hauptausschuss dagegen gestimmt hatte: „Es gibt in der Region viele Vereine, die ähnlich gute Dinge tun. Wir können deshalb nicht gleich überall Mitglied werden. Unterstützen können wir den Verein Doberaner Tafel trotzdem — im Rahmen unserer Möglichkeiten.“Dieses Argument überzeugte.

Von Rolf Barkhorn

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