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Kröpelin wird nun doch Tafel-Mitglied

Kröpelin Kröpelin wird nun doch Tafel-Mitglied

Kontroverse Diskussion um die Mitgliedschaft der Stadt / Entscheidung war knapp

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Mir gegenüber haben wiederholt Bürger ihr Unverständnis erklärt.“Rüdiger Kropp, amt. Bürgermeister

Kröpelin. Die Stadt Kröpelin wird nun doch Mitglied im Verein Tafel Bad Doberan. Doch die Entscheidung war knapp. Die Diskussion recht brisant. Noch Anfang Mai hatte die Stadtvertretung den Mitte April im Hauptausschuss mehrheitlich gefassten Beschluss nicht bestätigt und damit eine Mitgliedschaft Kröpelins im Verein Tafel Bad Doberan abgelehnt. Nun, einen Monat später, war das Thema erneut auf der Tagesordnung.

Er sei wiederholt von Bürgern angesprochen worden, die ihr Unverständnis und ihren Unmut über die Entscheidung ausgedrückt hätten, meinte der amtierende Bürgermeister Rüdiger Kropp. „Auf einer Seite ist es erfreulich, aber man ist doch peinlich berührt, wenn Bürger und Geschäftsleute Geld aus eigener Tasche für diese Mitgliedschaft anbieten“, sagte Rüdiger Kropp. Er denke dabei immer an etwa 700 bedürftige Menschen, die durch die Tafel von Kröpelin aus versorgt werden sollen. Nachdem der Doberaner Brotkorb Ende vorigen Jahres in der Münsterstadt geschlossen wurde, hatte sich der Verein Tafel Bad Doberan gegründet, der in Kröpelin seine Sammelstelle einrichten will. Bad Doberan hatte bereits seine Mitgliedschaft beschlossen.

„Wir sollten ein politisches Zeichen nach außen setzen“, sagte Thomas Lehner (CDU). Man solle sich über Sinn und Unsinn der Paragrafen durch Verstand hinwegsetzen, meinte er. Dabei sei aber wichtig, dass der Mitgliedsbeitrag durch den Haushalt abgedeckt ist.

„Politisches Zeichen setzen“, das sei für ihn furchterregend, konterte Thorsten Ruf (CDU). Seiner Meinung nach sollte die Stadt nicht dem Verein beitreten, denn es gebe schließlich auch andere Vereine. Besser wäre ein Obolus für jeden Verein und die Gleichbehandlung. Das sieht Roswitha Käker (Gemeinwohl) anders. Man könne den Verein nicht auf eine Stufe mit anderen stellen. Hier gehe es um Familien, die Hilfe bräuchten.

„Ich hätte mir gewünscht, dass wir diese Diskussion hier nicht hätten“, sagte Paul Schlutow (FWG). Das ärgerte auch Veikko Hackendahl (CDU). Er hätte als Stadtvertretervorsteher – im Nachhinein – das Thema lieber nicht mehr auf die Tagesordnung gesetzt.

Guido Winkler (FWG) ist dafür, dass die Stadt hilft, aber nicht als Mitglied. So sieht es auch Karin Reichler (CDU). „Ich bin gegen die Mitgliedschaft, aber nicht gegen die Hilfe für bedürftige Menschen“, unterstrich sie. Er könne die Diskussion nicht verstehen, meinte Dr. Jürgen Borchardt (CDU). „An den 240 Euro im Jahr kann es doch nicht liegen. Es ist ein symbolischer Betrag. Hier in Kröpelin soll die erste Ausgabestelle des Vereins eingerichtet werden. Die Unterstützung des Vereins sind wir hilfsbedürftigen Menschen schuldig.“ „Wir sollten den Verein als Mitglied unterstützen“, betonte auch Manfred Schwarz (Linke).

Die Stadt wird nun Mitglied – wenn auch mit knappem Votum: Sieben Stadtvertreter waren dafür, fünf dagegen, einer enthielt sich.

Seit gestern hat Rüdiger Kropp das entsprechende Antragsformular auf seinem Tisch.

Sozialschwache Familien profitieren

1200 Euro will die Stadt Bad Doberan als Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft in der Tafel zahlen. Die Münsterstadt ist seit dem 1. Mai Mitglied im Verein Tafel Bad Doberan. Die Stadtvertreter hatten das in ihrer April-Sitzung beschlossen. Der Verein Tafel Bad Doberan hatte sich im Februar als Nachfolger des Doberaner Brotkorbes gegründet. Die Sammelstelle soll beim IB in Kröpelin eingerichtet werden.

300 sozialschwache Familien haben vom Doberaner Brotkorb profitiert: rund 600 Erwachsene und 220 Kinder.

10 Tonnen Lebensmittel waren monatlich in Geschäften und Märkten eingesammelt worden. Der Brotkorb bestand in Trägerschaft des Kreislandfrauenverbandes. Er war nach 17 Jahren im Dezember vorigen Jahres geschlossen worden.

Renate Peter

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